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Sahra Wagenknecht: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Sahra Wagenknecht''' (* [[1969]] in [[Jena]]) ist eine deutsche Politikerin (ehemals [[PDS]] und [[Die Linke]]) und Publizistin die sich für mehr Gerechtigkeit einsetzt. Sie wurde dem [[Linksextremismus|linksextremen]] Flügel der ''Linken'' zugerechnet und war eine der beiden Spitzenkandidaten der Partei bei der [[Bundestagswahl 2017]]. Seit Herbst 2023 fungiert sie als die Vorsitzende des e.V. Liste Wagenknecht, dessen Ideologie wirtschaftlich linkes und kulturell konservatives Gedankengut erfolgreich verbindet.  
'''Sahra Wagenknecht''' (* [[1969]] in [[Jena]]) ist eine deutsche Politikerin (ehemals [[PDS]] und [[Die Linke]]) und Publizistin die sich für mehr Gerechtigkeit einsetzt. Sie wurde dem [[Linksextremismus|linksextremen]] Flügel der ''Linken'' zugerechnet und war eine der beiden Spitzenkandidaten der Partei bei der [[Bundestagswahl 2017]]. Seit Herbst 2023 fungiert sie als die Vorsitzende des e.V. Liste Wagenknecht, dessen Ideologie wirtschaftlich linkes und kulturell rechtsextremes Gedankengut erfolgreich verbindet.  
== Werdegang ==
== Werdegang ==
* Von 2010 bis 2014 ist Wagenknecht eine der stellvertretenden Parteivorsitzende bei den Linken gewesen.
* Von 2010 bis 2014 ist Wagenknecht eine der stellvertretenden Parteivorsitzende bei den Linken gewesen.

Version vom 29. Februar 2024, 14:41 Uhr

😃 Profil: Wagenknecht, Sahra
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt
Namen bis Ende 2009 offiziell Sarah Wagenknecht-Niemeyer[1][2]
Beruf Politiker und Volkswirt
Persönliche Daten
16. Juli 1969
Jena


Sahra Wagenknecht (* 1969 in Jena) ist eine deutsche Politikerin (ehemals PDS und Die Linke) und Publizistin die sich für mehr Gerechtigkeit einsetzt. Sie wurde dem linksextremen Flügel der Linken zugerechnet und war eine der beiden Spitzenkandidaten der Partei bei der Bundestagswahl 2017. Seit Herbst 2023 fungiert sie als die Vorsitzende des e.V. Liste Wagenknecht, dessen Ideologie wirtschaftlich linkes und kulturell rechtsextremes Gedankengut erfolgreich verbindet.

Werdegang

Privates

Sahra Wagenknecht ist die Tochter eines iranischen Vaters und einer deutschen Mutter. Sie wuchs zunächst bei ihren Großeltern in einem Dorf bei Jena auf; mit Schulbeginn zog sie zu ihrer Mutter nach Ost-Berlin.[5] Sie hat ausländerfeindliche Tendenzen und Diskriminierung an ihrem eigenen Leibe erlebt. Seit 2014 ist sie in zweiter Ehe mit dem ehemaligen SPD-Politiker und späteren Partei- und Fraktionsvorsitzenden der Linken Oskar Lafontaine verheiratet.[6]

Publizistische Tätigkeit

Von August 2012 bis August 2014 war Sahra Wagenknecht für die Kolumne Der Krisenstab als Autorin bei der deutschen Tageszeitung Neues Deutschland aktiv.[7][8]

Im Oktober 2013 veröffentlichte der Campus-Verlag ihre Doktorarbeit.[9][10] Ihr Buch Die Selbstgerechten, das Anfang 2021 erschien, war in bürgerlichen und kulturell-linken Kreisen sehr umstritten.

Politische Positionen

  • Zitat: „Sie können heute das Parlament wählen, aber die Entscheidungen, die in den Zentralen der DAX-Konzerne fallen, sind von ungleich größerer Relevanz.“
  • Da sie gegen die (Teil-)Wiedervereinigung war, hat sie auf das Begrüßungsgeld in Höhe von 100 DM verzichtet.

Sie hat sich mehrfach antizionistisch verhalten:

  • Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, dem 27. Januar 2010, sprach der israelische Staatspräsident Schimon Peres als Gast im Deutschen Bundestag.[11] Nach dessen Rede erhoben sich Sevim Dağdelen, Christine Buchholz und Sahra Wagenknecht nicht von ihren Sitzen. Wagenknecht erklärte dazu: „Zum Gedenken an die Opfer des Holocaust habe ich mich selbstverständlich von meinem Platz erhoben. Dass ich nach der Rede von Shimon Peres nicht an den stehenden Ovationen teilgenommen habe, liegt darin begründet, dass ich einem Staatsmann, der selbst für Krieg mitverantwortlich ist, einen solchen Respekt nicht zollen kann.“[12] Sie wurde danach sowohl öffentlich,[13][14][15] als auch parteiintern, bspw. vom Berliner Landeschef der Linkspartei, von Klaus Lederer und Michael Leutert kritisiert. Leutert zufolge sei jemand, der „am Tag der Befreiung von Auschwitz nicht willens ist, während der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag dem israelischen Staatspräsidenten und Friedensnobelpreisträger Shimon Peres den nötigen Respekt zu bezeugen“, für ihn nicht wählbar.[16] In der Neuen Rheinischen Zeitung nahm Evelyn Hecht-Galinski Sahra Wagenknecht allerdings in Schutz.[17] Lob erhielt sie auch vom sächsischen NPD-Abgeordneten Jürgen W. Gansel: "Ausgerechnet während der Rede des israelischen Staatspräsidenten hat Sahra Wagenknecht, die demnächst für das Amt der stellvertretenden Parteivorsitzenden kandidieren will, das antiimperialistische Erbe der Linken wiederentdeckt. Viel zu viele Linke haben mit dem israelischen Staatsterrorismus und der weltweiten Aggressionspolitik von USrael ihren faulen Frieden gemacht. Wagenknecht und Buchholz haben mit der verweigerten Ergebenheitsgeste gegenüber Peres auch dagegen protestiert."[18]
  • Sahra Wagenknecht wurde Anfang 1990er für ihr Lob an den sowjetischen Diktator Josef Stalin bekannt. 1992 lobte Wagenknecht in ihrem Artikel „Marxismus und Opportunismus“[19] den Stalinismus in der Sowjetunion als „die Entwicklung eines um Jahrhunderte zurückgebliebenen Landes in eine moderne Großmacht während eines weltgeschichtlich einzigartig kurzen Zeitraums; damit die Überwindung von Elend, Hunger, Analphabetismus, halbfeudalen Abhängigkeiten und schärfster kapitalistischer Ausbeutung“.
  • Eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen Partei AfD schließt Wagenknecht aus.[20]
  • Die Bewegung Wagenknecht unterstützt deutsche Bauern. „Während draußen die Bauern gegen eine ungerechte und undurchdachte Finanzpolitik demonstrieren, setzen wir mit Fabio De Masi auf einen über die Parteigrenzen hinweg respektieren Wirtschafts- und Finanzpolitiker, der bei der Aufklärung von Finanzskandalen den Bundeskanzler vor sich hertrieb“, sagte BSW-Generalsekretär Christian Leye am Montag bei der Vorstellung des Parteiprojekts in Berlin.

Auftritte


Schriften (Auswahl)

  • Zu jung, um wahr zu sein? – Gespräche mit Sahra Wagenknecht, Interview-Band von Hans-Dieter Schütt, Dietz-Verlag Berlin 1995, ISBN 3-320-01874-4.
  • Die PDS zwischen Antikapitalismus und Sozialdemokratie, Hamburg: JUKO, 1995.
  • Brie, André; Oschmann, Reiner; Wagenknecht Sahra: „Wie macht sich die PDS nicht überflüssig?“, Berlin: Neues Deutschland, 1996.
  • Vorwärts und vergessen? Ein Streit um Marx, Lenin, Ulbricht und die verzweifelte Aktualität des Kommunismus, konkret-Verlag Hamburg 1996, ISBN 3-930786-06-0.
  • Antisozialistische Strategien im Zeitalter der Systemauseinandersetzung, Pahl-Rugenstein Nachf., Bonn 1997, ISBN 3-89144-205-X.
  • Vom Kopf auf die Füße? Zur Hegelrezeption des jungen Marx, oder: Das Problem einer dialektisch-materialistischen Wissenschaftsmethode, Pahl-Rugenstein-Verlag Bonn 1997, ISBN 3-89144-231-9.
  • Die grundsätzliche Differenz, Dingsda-Verlag Querfurt, 1999, ISBN 3-928498-72-X.
  • Kapital, Crash, Krise … Kein Ausweg in Sicht? Fragen an Sahra Wagenknecht, Pahl-Rugenstein Nachf., Bonn 1998, ISBN 3-89144-250-5.
  • Wagenknecht, Sahra; Zwerenz, Gerhard: Die grundsätzliche Differenz, Querfurt: Dingsda-Verl., 1999, ISBN 3-928498-72-X.
  • Die Mythen der Modernisierer, Dingsda-Verlag Querfurt, September 2001, ISBN 3-928498-84-3.
  • Kapitalismus im Koma. Eine sozialistische Diagnose, Edition Ost, Berlin, August 2003, ISBN 3-360-01050-7.
  • Aló Presidente. Hugo Chavez und Venezuelas Zukunft, Verlag Edition Ost 2004, ISBN 3-360-01055-8.
  • Was ist und was mißt Wert? Die Marxsche Arbeitswerttheorie, sahra-wagenknecht.de 2005.
  • Armut und Reichtum heute, Berlin: Verlag Edition, Ost 2007, ISBN 3-360-01084-1.
  • Wahnsinn mit Methode – Finanzkrise und Weltwirtschaft, Berlin: Das Neue Berlin, 2008, ISBN 3-360-01956-3.
  • Die Selbstgerechten. Mein Gegenprogramm für Gemeinsinn und Zusammenhalt. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2021, ISBN 978-3-593-51390-4

Weblinks

Einzelnachweise

  1. So der Eintrag im Melderegister, übernommen beispielsweise auf dem Stimmzettel zur Bundestagswahl 2009, Wahlkreis 108
  2. Süddeutsche Zeitung Nr. 109 vom 14. Mai 2010, Seite 3
  3. Auswahl der Promotionen 2012. In: tu-chemnitz.de. Abgerufen am 8. Dezember 2013.
  4. https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/wagenknecht-partei-104.html
  5. Günter Gaus: Zur Person: Günter Gaus im Gespräch mit Sahra Wagenknecht. In: rbb-online.de. 2004-02-11. Abgerufen am 8. Dezember 2013.
  6. Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht haben geheiratet. In: faz.net. 2015-03-21. Abgerufen am 21. März 2015.
  7. Kurt Stenger: Der Krisenstab. In: Neues Deutschland. 6. August 2012. Abgerufen am 5. Februar 2021.
  8. Tatort Krise: Wir ermitteln jetzt erst recht. In: Neues Deutschland. 23. August 2014. Abgerufen am 5. Februar 2021.
  9.  Sahra Wagenknecht: The Limits of Choice: Saving Decisions and Basic Needs in Developed Countries. Campus Verlag, 2013, ISBN 978-3-593-39916-4.
  10.  Stefan Mönke: Höhere Mathematik. In: Der Freitag. 14. November 2013 (über die Dissertation, online).
  11. Rede von Shimon Peres
  12. http://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/651.erklaerung-zur-rede-von-shimon-peres-im-bundestag-am-27-januar-2010.html
  13. http://www.dradio.de/nachrichten/201001301700/4
  14. http://www.news.de/politik/855042826/npd-gratuliert-linken-zum-tabubruch/1/
  15. http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/linkspartei-zofft-sich-wegen-israel/
  16. http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EDDB6262DFEA6446CA1AD3B8B7E29DE50~ATpl~Ecommon~Scontent.html
  17. „Peres’ Holocaust-Rede“ in Neue Rheinische Zeitung
  18. http://www.npd-loebau-zittau.de/?p=2166&print=1
  19. http://www.glasnost.de/pol/wagen.html
  20. https://www.welt.de/politik/deutschland/plus248829032/Sahra-Wagenknecht-Wir-muessen-weg-von-der-autoritaeren-Anmassung-vieler-Politiker-das-Volk-zu-erziehen.html
  21. Null Zinsen - was tun gegen die große Geldschmelze? - WDR, 25. November 2013
  22. Steuern, Schulden, Eurorettung - werden wir jetzt abkassiert? - WDR, 30. September 2013
  23. Die Sensationswahl: Wer will mit Merkel regieren? - ARD, 24. September 2013
  24. Endspurt im Wahlkampf – wer kann jetzt noch punkten? - ARD, 15. September 2013
  25. Syrien vor dem Angriff – bringen diese Bomben den Frieden? - ARD, 28. August 2013
  26. Vorsicht, Enteignung! - ZDF, 4. April 2013
  27. Den Managern ans Gehalt! Brauchen wir ein Gesetz gegen die Gier? - ARD, 10. März 2013
  28. 80 Jahre nach Hitlers Machtergreifung - wie stabil ist unsere Demokratie heute? - ARD, 20. Februar 2013
  29. Obamas zweite Chance - hat er sie verdient? - ARD, 7. November 2012
  30. [http:http://daserste.ndr.de/annewill/archiv/erste10875.html Mittelschicht in Abstiegsangst - bleiben die Fleißigen auf der Strecke?] - ARD, 19. September 2012
  31. Der Millionär hat's schwer: Reiche, zur Kasse bitte! - ARD, 21. August 2012
  32. Griechen und Franzosen wählen den Sparkurs ab – zahlt Deutschland die Euro-Zeche allein? - ARD, 9. Mai 2012
  33. Markus Lanz Sendung - ZDF, 3. Mai 2012
  34. Der Bewährungshelfer - kann Gauck das Ansehen der Politiker heilen? - WDR, 19. März 2012
  35. Die Präsidentenmacher – drei Tage vor der Wahl des neuen Staatsoberhaupts - ARD, 15. März 2012
  36. Griechenland brennt, Deutschland zahlt – Euro-Rettung um jeden Preis? - ARD - Sendung vom Mittwoch, 15. Februar 2012
  37. Europas Gipfelstürmer - Aufstieg oder Absturz? - Phoenix, 30. Januar 2012
  38. Banken an die Leine! Wie bekommen wir die Finanzmärkte in den Griff? - ARD Sendung vom Sonntag, 30.10.2011
  39. "Die Angst wächst: Eurokalypse now?" - Sendung vom Dienstag, 18.10.2011
  40. Griechen pleite, Banken in Not - Wer rettet den Steuerzahler? - ZDF, 13. Oktober 2011
  41. "Geld in Gefahr: Erst Eurobetrug, jetzt Inflation?" - Sendung vom Dienstag, 26.04.2011
  42. "Zwischen Öko und Sozialismus - wie sozial ist der Green New Deal?" - Phoenix, 16. Mai 2011
  43. "Puzzlen für Hartz-IV-Empfänger: Spinnt der Sozialstaat?" - Das Erste, 31. Januar 2011
  44. SENDUNG VOM DIENSTAG, 28. SEPTEMBER 2010, 22.45 UHR - ARD, 28. September 2010
  45. „Neues Deutschland“: PDS vor der Nase, Kohl im Nacken? - ARD, 24. Juni 2001