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Deutschfeindlichkeit: Unterschied zwischen den Versionen

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Begegnungen der Fussballnationalmannschaften die Bilder von dumpfen arischen Horden die im Blitzkrieg andere Nationen überrollen zu beschwören. Bei der Bevölkerung der meisten Länder scheinen die Zerrbilder der Presse allerdings wenig Wirkung zu entfalten. Bei einer Umfrage von [[BBC World Service]] aus dem Jahr 2008 in der Menschen aus 34 Ländern 13 andere Länder und die dort lebenden Menschen einschätzen sollten, lag Deutschland in der positiven Einschätzung der anderen vor Japan, Frankreich und Großbritannien auf Platz eins. Nur 18% der Befragten sahen von Deutschland einen primär negativen Einfluss ausgehen. <ref>[http://www.worldpublicopinion.org/pipa/pdf/apr08/BBCEvals_Apr08_rpt.pdf ''BBC World Service Poll - Global Views of USA Improve''; auf ''www.worldpublicopinion.org'']</ref> Damit steht die überwiegend positive Wahrnehmung Deutschlands in bizarrem und auch im Ausland als befremdlich wahrgenommenen Kontrast zur in vielen politisch bzw. gesellschaftlichen Kreisen weit verbreiteten überwiegend negativen Wahrnehmung Deutschlands von seiten der Deutschen selber. Es verwundert in diesem Zusammenhang nicht weiter, dass der politisch extrem links orientierte deutsche Zweig der Online-Enzyklopädie [[Wikipedia]] den Begriff "Germanophobie" im Gegensatz zur englischsprachigen Wikipedia <ref>[http://en.wikipedia.org/wiki/Anti-German_sentiment Die englischsprachige Version der Wikipedia hat dagegen keine Probleme den Komplex der Deuschfeindlichkeit im Artikel "Anti-German sentiment" auf 10 Seiten darzuistellen.]</ref> lieber verschweigt und dazu keinen eigenen Artikel aufzuweisen hat. <ref>[http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Spezial%3ASuche&search=germanophobie Fehlender Artikel "Germanophobie" in der deutschsprachigen Wikipedia. Auch sonst taucht der Begriff Germanophobie bzw. Deutschfeindlichkeit nur in sehr wenigen Artikeln ganz am Rande auf.]</ref>
Begegnungen der Fussballnationalmannschaften die Bilder von dumpfen arischen Horden die im Blitzkrieg andere Nationen überrollen zu beschwören. Bei der Bevölkerung der meisten Länder scheinen die Zerrbilder der Presse allerdings wenig Wirkung zu entfalten. Bei einer Umfrage von [[BBC World Service]] aus dem Jahr 2008 in der Menschen aus 34 Ländern 13 andere Länder und die dort lebenden Menschen einschätzen sollten, lag Deutschland in der positiven Einschätzung der anderen vor Japan, Frankreich und Großbritannien auf Platz eins. Nur 18% der Befragten sahen von Deutschland einen primär negativen Einfluss ausgehen. <ref>[http://www.worldpublicopinion.org/pipa/pdf/apr08/BBCEvals_Apr08_rpt.pdf ''BBC World Service Poll - Global Views of USA Improve''; auf ''www.worldpublicopinion.org'']</ref> Damit steht die überwiegend positive Wahrnehmung Deutschlands in bizarrem und auch im Ausland als befremdlich wahrgenommenen Kontrast zur in vielen politisch bzw. gesellschaftlichen Kreisen weit verbreiteten überwiegend negativen Wahrnehmung Deutschlands von seiten der Deutschen selber. Es verwundert in diesem Zusammenhang nicht weiter, dass der politisch extrem links orientierte deutsche Zweig der Online-Enzyklopädie [[Wikipedia]] den Begriff "Germanophobie" im Gegensatz zur englischsprachigen Wikipedia <ref>[http://en.wikipedia.org/wiki/Anti-German_sentiment Die englischsprachige Version der Wikipedia hat dagegen keine Probleme den Komplex der Deuschfeindlichkeit im Artikel "Anti-German sentiment" auf 10 Seiten darzuistellen.]</ref> lieber verschweigt und dazu keinen eigenen Artikel aufzuweisen hat. <ref>[http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Spezial%3ASuche&search=germanophobie Fehlender Artikel "Germanophobie" in der deutschsprachigen Wikipedia. Auch sonst taucht der Begriff Germanophobie bzw. Deutschfeindlichkeit nur in sehr wenigen Artikeln ganz am Rande auf.]</ref>


Der estnische Staatspräsident [[Lennart Meri]] thematisierte die speziell deutsche Art des [[Masochismus|masochistischen]] Umgangs mit der eigenen Geschichte
Der estnische Staatspräsident [[Lennart Meri]] thematisierte die speziell deutsche Art des verklemmten und [[Masochismus|masochistischen]] Umgangs mit der eigenen Geschichte und nationalen Identität im Jahr 1995 mit folgenden Worten.  
und nationalen Identität im Jahr 1995 mit folgenden Worten.  


:''"Für mich als Este ist es kaum nachzuvollziehen, warum die Deutschen ihre eigene Geschichte so tabuisieren, daß es enorm schwierig ist, über das Unrecht gegen die Deutschen zu publizieren oder zu diskutieren, ohne dabei schief angesehen zu werden - aber nicht etwa von den Esten oder Finnen, sondern von Deutschen selbst."''
:''"Für mich als Este ist es kaum nachzuvollziehen, warum die Deutschen ihre eigene Geschichte so tabuisieren, daß es enorm schwierig ist, über das Unrecht gegen die Deutschen zu publizieren oder zu diskutieren, ohne dabei schief angesehen zu werden - aber nicht etwa von den Esten oder Finnen, sondern von Deutschen selbst."''

Version vom 10. März 2011, 17:46 Uhr

Der Begriff Deutschfeindlichkeit - auch Deutschenfeindlichkeit, Antigermanismus oder Germanophobie - bezeichnet eine prinzipielle Abwertung und Ablehnung alles Deutschen bzw. als Deutsch empfundenen. Er bezieht sich auf deutsche Kultur, Geschichte, deutsche Sprache und deutsche Menschen. Diese antideutsche Einstellung war bis 1945 in anderen europäischen Ländern weit verbreitet und ist noch in einigen europäischen Staaten und den USA in den Einstellungen der Bevölkerung, Presse und Politik zu finden. Mitunter wird dort mit deutschfeindlichen Parolen auch Wahlkampf betrieben. Auch in Deutschland selber gibt es deutschfeindliche Einstellungen, die von Migranten und aus dem linken bzw. linksextremen Lager aber auch von führenden Politikern einer angeblichen "politischen Mitte" kommen. Dabei wird vollkommen unhistorisch jedes Nationalgefühl mit übersteigertem Nationalismus und/oder Chauvinismus gleichsetzt und teilweise als nationalsozialistisch verdächtiges Gedankengut diskreditiert.

Deutschfeindlickeit in anderen Ländern

Deutschenfeindlichkeit und/oder auch Deutschenhass war eine breite Erscheinung in der Zeit der zwischen Gründung des Deutschen Reiches im Jahr 1870 und dem Kriegsende im Jahr 1945. Vor allem während des ersten Weltkriegs wurden Deutsche in der Propaganda der Entente-Mächte häufig als grausame Schlächter und Mischungen aus Tier und Mensch dargestellt. Entwicklungsunterschiede zwischen dem Westen und Deutschland wurden später in der umstrittenen Sonderwegsthese thematisiert.

Nach 1945 ging die Deutschenfeindlichkeit in den anderen Ländern durch die Einbindung Deutschlands in die freiheitlich-westliche Welt, die atlantische Verteidigungsgemeinschaft und die Europäische Union in den nächsten Jahrzehnten deutlich zurück. In den von Deutschland zwischen 1939 und 1945 besetzten Ländern und Gebieten vor allem in Osteuropa hielt sich eine gewisse Skepsis und auch Deutschfeindlichkeit aufgrund der von Teilen der Wehrmacht begangenen Verbrechen verständlicherweise länger. Allerdings wurde der typische Deutsche in Hollywood-Filmen bis in die 1980-er Jahre noch lange häufig stereotyp als dumme, obrigkeitshörige und brutale Person dargestellt. Die britische Boulevardpresse lässt es sich auch heute noch nicht nehmen anlässlich von z.B. Begegnungen der Fussballnationalmannschaften die Bilder von dumpfen arischen Horden die im Blitzkrieg andere Nationen überrollen zu beschwören. Bei der Bevölkerung der meisten Länder scheinen die Zerrbilder der Presse allerdings wenig Wirkung zu entfalten. Bei einer Umfrage von BBC World Service aus dem Jahr 2008 in der Menschen aus 34 Ländern 13 andere Länder und die dort lebenden Menschen einschätzen sollten, lag Deutschland in der positiven Einschätzung der anderen vor Japan, Frankreich und Großbritannien auf Platz eins. Nur 18% der Befragten sahen von Deutschland einen primär negativen Einfluss ausgehen. [1] Damit steht die überwiegend positive Wahrnehmung Deutschlands in bizarrem und auch im Ausland als befremdlich wahrgenommenen Kontrast zur in vielen politisch bzw. gesellschaftlichen Kreisen weit verbreiteten überwiegend negativen Wahrnehmung Deutschlands von seiten der Deutschen selber. Es verwundert in diesem Zusammenhang nicht weiter, dass der politisch extrem links orientierte deutsche Zweig der Online-Enzyklopädie Wikipedia den Begriff "Germanophobie" im Gegensatz zur englischsprachigen Wikipedia [2] lieber verschweigt und dazu keinen eigenen Artikel aufzuweisen hat. [3]

Der estnische Staatspräsident Lennart Meri thematisierte die speziell deutsche Art des verklemmten und masochistischen Umgangs mit der eigenen Geschichte und nationalen Identität im Jahr 1995 mit folgenden Worten.

"Für mich als Este ist es kaum nachzuvollziehen, warum die Deutschen ihre eigene Geschichte so tabuisieren, daß es enorm schwierig ist, über das Unrecht gegen die Deutschen zu publizieren oder zu diskutieren, ohne dabei schief angesehen zu werden - aber nicht etwa von den Esten oder Finnen, sondern von Deutschen selbst."

Deutschfeindlichkeit in den Schulen

An deutschen Schulen gehört Deutschfeindlichkeit mittlerweile zum allerdings nur selten offen thematisierten Normalzustand. [4] [5] Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, forderte Maßnahmen gegen die zunehmende Deutschfeindlichkeit und meinte:

"Wir müssen die Berichte von Schulen wie in Berlin ernst nehmen: Es sind offensichtlich keine Einzelfälle mehr, dass sich Schüler und Lehrer deutschfeindliche Äußerungen anhören müssen." [6]

Das Krimonologische Forschungsinstitut Niedersachsen e.V hat der zunehmenden Deutschfeindlichkeit eine eigene Studie gewidmet und schreibt darin u.a.:

"In extremer Form äußern sich negative Einstellungen gegenüber Deutschen in aggressiven Übergriffen; in Anlehnung an den Begriff der "Ausländerfeindlichkeit" lässt sich hierbei auch von "Deutschfeindlichkeit" sprechen." [7]

Auf einen Zuschaueraufruf des Stern berichteten 85 Prozent der Menschen in 4.200 E-Mails Deutschenfeindlichkeit schon selbst erlebt zu haben. [8] Bei einer bundesdeutschen Umfrage unter Viert- und Fünftklässlern gaben knapp 24 Prozent der nichtdeutschen Befragten in Westdeutschland an, sie hätten schon einmal jemanden beschimpft, weil er Deutscher war, und fast fünf Prozent räumten aus dem gleichen Grund Schläge ein. [9]

Bagatellisierung der Probleme

Die offen sichtbaren Probleme und die Deutschfeindlichkeit werden überwiegend geduldet, mit multikulturellen Beschwörungsritualen "gebannt", rhetorisch verbrämt und eine Debatte darüber wird vermieden. [10] Einer der wenigen neben Thilo Sarrazin welcher die vorhandene Gewalt und Deutschfeindlichkeit und die zugrundeliegenden Ursachen offen anspricht ist der Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky. Er fordert u.a. als ersten Schritt "... die vorhandene Deutschenfeindlichkeit und Gesellschaftsablehnung als Faktum zur Kenntnis nehmen" und diese Phänomene im Zusammenhang mit dem zunehmenden Islamismus zu problematisieren. [11]

Eine öffentliche Thematisierung dieser deutschfeindlichen Äußerungen ohne dass die Kritiker als ausländerfeindlich oder rechtsradikal abgestempelt werden ist nach der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Christina Schröder, kaum noch möglich. [12] In linken, eine multikulturelle Gesellschaft anstrebenden Kreisen weigert man sich konsequent die Realität und Problematik überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. So sträubt sich die politisch extrem links positionierte Online-Enzyklopädie Wikipedia seit Jahren beharrlich dagegen einen eigenen Artikel "Deutschfeindlichkeit" zuzulassen, [13] obwohl der Begriff inzwischen sogar Aufnahme in den Duden gefunden hat [14] und es wissenschaftliche Studien zur Deutschfeindlichkeit gibt. Auch links positionierte Projekte wie z.B. Netz gegen Nazis sind eifrig darum bemüht dass Problem der zunehmenden Gewaltbereitschaft und Deutschfeindlichkeit ausländischer Mitbürger zu bagatellisieren und als nicht vorhandene Konstruktion einer angeblich ausländerfeindlichen deutschen Mehrheitsgesellschaft abzutun. [15] So deutet z.B. die Antisemitismusforscherin Yasemin Shooman auf der Internetseite der Amadeu Antonio Stiftung die Deutschfeindlichkeit und Gewalt an deutschen Schulen zu einem angeblichen Kampfbegriff aus der rechten Ecke, einem vermuteten weißen Rassismus und einem angeblich rein schichtbezogenen sozialen Problem um. [16] Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft machte einen Rückzieher und will die Probleme nicht mehr klar beim Namen nennen und unter dem Stichwort Deutschenfeindlichkeit thematisieren, da dieser Begriff eine "Kreation von Rechtspopulisten" sei. Realitätsnahe Bezeichnungen der gesellschaftlichen Wirklichkeit sind hier wie auch bei anderen politisch korekten Gruppierungen wie so häufig unerwünscht. [17] Die Diskriminierungen und die Gewalt von Seiten ausländischer Schüler haben nach Ansicht der Gewerkschaft anscheinend auch ihre sozialtherapeutisch positiven Seiten, da es "bei den Anfeindungen nicht um Deutschfeindlichkeit, sondern um den Versuch von jungen Migranten, sich auf diesem Weg ein Selbstwertgefühl aufzubauen" gehe. [18] Der von SPD und den Kommunisten der Linkspartei geführte Berliner Senat lehnt Maßnahmen gegen die Diskriminierung deutscher Schüler ab, da die bisherigen Anstrengungen für Toleranz an den Schulen ausreichten. [19]

Deuschfeindlichkeit in Parteien und gesellschaftlichen Gruppierungen

Die Deutschfeindlickeit im eigenen Land nach 1945 beruht zum Großteil auch auf den Aktivitäten extrem linker und heutzutage meist als "Klassiker" verehrter Soziologen und Schriftsteller. So schrieb Theodor W. Adorno nach dem Krieg in unverblümten Hass auf alle deutschen Menschen:

"Mögen die Horst-Güntherchens in ihrem Blut sich wälzen und die Inges den polnischen Bordellen überwiesen werden (...) Alles ist eingetreten, was man sich jahrelang gewünscht hat: Das Land vermüllt, Millionen von Hansjürgens und Utes tot."

Der seit den 1950-er-Jahren antideutsch aktive und später dennoch als SS-Mitglied enttarnte Günther Grass meinte anlässlich der Deutschen Wiedervereinigung noch im Jahr 1990 dem deutschen Volk die jedem anderen Volk international garantierten Grundrechte auf Selbstbestimmung mit Verweis auf die deutsche Vergangenheit vorenthalten zu müssen. Grass meinte u.a.:

"Gegen ein Selbstbestimmungsrecht, das anderen Völkern zusteht, spricht Auschwitz." [20]

Speziell die Partei Bündnis 90/Die Grünen und linke Politiker von SPD und der SED-Nachfolgepartei Die Linke betreiben dann seit den späten 1970-er-Jahren bis heute eine konsequent deutschfeindliche Politik und versuchen den deutschen Bevölkerungsanteil und kulturelle deutsche Elemente und Werte bewusst zurückzudrängen. Als Legitimation für diese Versuche muss häufig die deutsche Vergangenheit zwischen 1933 und 1945 herhalten. [21] Die Journalistin Mariam Lau charakterisierte z.B. die Haltung von Joschka Fischer in diesem Zusammenhang folgendermaßen:

"Deutschland muß von außen eingehegt und innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi ‚verdünnt‘ werden." [22]

Die führende Grünen-Politikerin Claudia Roth hat u.a. folgende Wunschvorstellungen zum Tag der Deutschen Einheit:

"Am Nationalfeiertag der Deutschen ertrinken die Straßen in einem Meer aus roten Türkenflaggen und ein paar schwarzrotgoldenen Fahnen." [23]

Dass Frau Roth Nationalstolz auch bei harmlosen Anlässen wie einem Fussbalturnier gefährlich und suspekt erscheinen machte sie mit einer Warnung anlässlich der Fussball-WM 2008 deutlich. Sie warnte mit erhobenem Zeigefinger davor, dass man die Leichtigkeit, das Feiern und die Fröhlichkeit nicht gleich wieder mit dem Bezug zum eigenen Volk aufladen dürfe. [24]

Der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, hält gar die gesamte christlich-abendländische Kultur für nicht existent und eine zum Zweck der Diskriminierung anderer Gruppen konstruierte Begrifflichkeit:

"Ich denke, dass die christlich-abendländische Kultur als solche nicht existiert. Vielmehr wird sie konstruiert, um andere Gruppen auszuschließen." [25]

Der als Ikone der 68-er-Generation verehrte und heute als Europa-Abgeordenter der Grünen aktive Daniel Cohn-Bendit sieht es als wichtiges Ziel seiner politischen Arbeit möglichst viele Ausländer als "Stimmvieh" nach Deutschland zu holen und damit das Land im Sinne der Vorstellungen von ihm und seinen Genossen zu verändern. [26]

Die ehemalige Bundesvorsitzende der Jusos, Franziska Drohsel, meint z.B. den Begriff Deutschland bekämpfen zu müssen:

"Deutsche Nation, das ist für mich überhaupt nichts, worauf ich mich positiv beziehe - würde ich politisch sogar bekämpfen." [27]

Dem Vorstand von Bündnis90/Die Grünen in München wird folgende Aussage zugeschrieben:

"Es geht nicht um Recht oder Unrecht in der Einwanderungsdebatte, uns geht es zuerst um die Zurückdrängung des deutschen Bevölkerungsanteils in diesem Land."

Im Zuge der Wiedervereinigung bildeten sich im Jahr 1989/1990 auch deutschfeindliche Bündnisse unter dem Slogan Nie wieder Deutschland heraus. Im Umfeld der Partei Die Grünen, Mitgliedern des Kommunistischen Bundes und der Zeitschrift konkret wurde dabei das altbekannte Schreckgespenst eines zunehmenden Faschismus und einer angeblich geplanten Errichtung eines "Vierten Reichs" an die Wand gemalt. Diese seit 20 Jahren nicht eingetroffenen hysterischen Befürchtungen werden heute teilweise sogar von linker Seite als lächerlich empfunden. [28]

Noch offener als bei den Grünen spricht man heute seine Ansichten und Absichten in Kreisen der Antideutschen und der Antifa aus. So heißt es in einem auch von Gerichten nicht als bedenklich eingestuften, in der Szene beliebten Lied beispielsweise:

"... der Bundesadler stürzt bald ab, denn Deutschland, wir tragen Dich zu Grab. (...) Deutschland verrecke, damit wir leben können ..." [29]

Dagegen warnt Thilo Sarrazin mit folgenden Worten vor einer zunehmenden deutschfeindlich geprägten Grundhaltung in weiten Kreisen der Gesellschaft:

"Ich glaube, dass wir ohne einen gesunden Selbsbehauptungswillen als Nation unsere gesellschaftlichen Probleme aber nicht lösen werden. (...) Europa wird auch in hundert Jahren noch aus Nationalstaaten bestehen, die dezidiert polnisch, dänisch, französisch, niederländisch oder britisch sind. (...) [30] Ein Teil der Intellektuellen und der liberalen Presse scheint sogar eine klammheimliche Freude zu empfinden, dass muslimische Einwanderung die deutsche Gesellschaft untergräbt." [31]

Deutschfeindliche Zitate

  • "Ich wollte, daß Frankreich bis zur Elbe reicht und Polen direkt an Frankreich grenzt." [32]
  • "Die Frage, (Anm.: ob die Deutschen aussterben), das ist für mich eine, die ich an allerletzter Stelle stelle, weil dieses ist mir, also so wie sie hier gestellt wird, verhältnismäßig wurscht." [33]
  • "Der Deutsche ist im allgemeinen brutal und mörderisch gegenüber Angehörigen anderer Völker und gehört einer politischen Kultur des Todes an." [34]
  • "Eine Darstellung von an Deutschen begangenen Verbrechen ist nicht zweckmäßig." [35]
  • "Wir, die Grünen, müssen dafür sorgen, so viele Ausländer wie möglich nach Deutschland zu holen. Wenn sie in Deutschland sind, müssen wir für ihr Wahlrecht kämpfen. Wenn wir das erreicht haben, werden wir den Stimmenanteil haben, den wir brauchen, um diese Republik zu verändern." [36]

Einzelnachweise

  1. BBC World Service Poll - Global Views of USA Improve; auf www.worldpublicopinion.org
  2. Die englischsprachige Version der Wikipedia hat dagegen keine Probleme den Komplex der Deuschfeindlichkeit im Artikel "Anti-German sentiment" auf 10 Seiten darzuistellen.
  3. Fehlender Artikel "Germanophobie" in der deutschsprachigen Wikipedia. Auch sonst taucht der Begriff Germanophobie bzw. Deutschfeindlichkeit nur in sehr wenigen Artikeln ganz am Rande auf.
  4. "Schweinefresser" - Was tun, wenn Migrantenkinder deutsche Mitschüler unterdrücken? Berliner Lehrer sind verzweifelt; auf www.zeit.de
  5. Angriff auf die Deutschenfeindlichkeit auf www.welt.de
  6. Hilferufe aus deutschen Schulen - Deutschfeindlichkeit nimmt zu; auf www.n-tv.de
  7. Kinder und Jugendliche in Deutschland: Gewalterfahrungen, Integration, Medienkonsum - Zweiter Bericht zum gemeinsamen Forschungsprojekt des Bundesministeriums des Innern und des KFN, S. 67
  8. Deutschenfeindlichkeit - Realität an Schulen?; auf www.stern.de
  9. Niemand liebt die Deutschen so wie die Türken auf www.ftd.de
  10. Regina Mönch: Das Schweigen der Schulen über Deutschenfeindlichkeit auf www.faz.net.de
  11. Heinz Buschkowsky im Interview mit dem Berliner Tagesspiegel: Das ist ein kulturell muslimisches Problem
  12. Christina Schröder fordert offene Debatte über rassistische Muslime; auf www.focus.de
  13. Artikel dazu auf www.politik.de
  14. Der Begriff "Deutschfeindlichkeit" auf www.duden.de
  15. Gibt es eine wachsende „Deutschfeindlichkeit“? auf www.netz-gegen-nazis.de
  16. Yasemin Shooman: „Deutschenfeindlichkeit“ - Was soll das sein?, auf www.mut-gegen-rechte-gewalt.de
  17. Deutschenfeindlichkeit zurück in die Schublade auf www.tagesspiegel.de
  18. Brückenbauer - Friedrichshain-Kreuzberg interkulturell, 12. Ausgabe November/Dezember 2010
  19. Brückenbauer - Friedrichshain-Kreuzberg interkulturell, 12. Ausgabe November/Dezember 2010
  20. Günther Grass im Jahr 1990 über die deutsche Wiedervereinigung.
  21. Siehe auch die Zitate von Claudia Roth und Daniel Cohn-Bendit im Abschnitt "Deutschfeindliche Zitate".
  22. Mariam Lau: „Risiko Deutschland“ – Joschka Fischer in Bedrängnis; in Die Welt vom 7. Februar 2005
  23. Die Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Roth, zu ihrer Wunschvision zum Tag der Deutschen Einheit in der Welt am Sonntag vom 6.Februar 2005.
  24. Spitzenpolitiker warnen davor, das EM-Halbfinale zwischen Deutschland und der Türkei mit politischem Pathos aufzuladen – und nehmen es zugleich zum Anlass, laut über die deutsche Integrationspolitik nachzudenken; auf www.focus.de
  25. Aus einem Dialog Özdemirs mit einem Bürger; nachzulesen auf www.orientierung-heute.de
  26. Daniel Cohn-Bendit, Europa-Abgeordneter von Bündnis90/die Grünen; nach www.zentrumspartei.eu
  27. Franziska Drohsel im Interview auf Cicero-TV
  28. So schreibt selbst die linksextremistische Seite www.nadir.org inzwischen: "Offenbar ist es schwieriger geworden, besagte Frage zu beantworten. Das mag daher rühren, dass seit den Tagen der „Nie-wieder-Deutschland“-Kampagne immer die Annahme einer Faschisierung, der Errichtung eines Vierten Reichs mitschwang, was seinerzeit sowohl ein Ausläufer der Faschismus-Theorien der Siebzigerjahre war, als auch gut zur Atomkriegs-Apokalyptik der Achtzigerjahre passte."; auf http://www.nadir.org/nadir/initiativ/ang/ANG_Kongress2010_flyer.pdf Text aus www.nadir.org]
  29. Aus einem Urteil auf www.bundesverfassungsgericht.de
  30. Thilo Sarrazin: Deutschland schafft sich ab, Deutsche Verlagsanstalt, 6. Aufl., 2010, S. 18 und 19
  31. Thilo Sarrazin: Deutschland schafft sich ab, Deutsche Verlagsanstalt, 6. Aufl., 2010, S. 289
  32. Sieglinde Frieß, MdB, vor dem Parlament; aus der FAZ vom 06.09.1989
  33. Renate Schmidt, Bundesfamilienministerin, am 14.3. 1987 im Bayerischen Rundfunk.
  34. Daniel Goldhagen, 1997 in Bonn mit dem Demokratiepreis ausgezeichnet.
  35. Der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum zur Begründung warum ein Bericht des Bundesarchivs über die Vertreibungen unter Verschluß gehalten wird.
  36. Daniel Cohn-Bendit, Europa-Abgeordneter von Bündnis90/die Grünen; nach www.zentrumspartei.eu