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Jesus Christus (Messias)

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Jesus Statue in Rio de Janeiro

Jesus Christus ist die zentrale Figur im Christlichen Glauben als Messias, ohne die das Christentum niemals entstanden wäre. Der christlichen Überlieferung nach wurde Jesus Christus um das Jahr 0 der neuen Zeitrechnung wahrscheinlich in Bethlehem geboren, gekreuzigt (hingerichtet) im Jahr 30 oder 31 durch den römischen Statthalter in Jerusalem, und fuhr drei Tage später von den Toten auf in den Himmel. Nach biblischer Lesart ist er der Sohn der Jungfrau Maria und des Heiligen Geistes als Sohn Gottes und Erlöser.

Die historische Person wird auch als Jesus von Nazaret bezeichnet.

Jesus als Messias

Ein Messias ist eine Person, auf die Erlösungs- und Befreiungshoffnungen gesetzt werden. In der vorchristlichen Tradition gibt es eine große Anzahl von Belegen für die stete Hoffnung auf einen Messias. Dabei handelt es sich immer um einen Menschen und irdischen Herrscher, der häufig die idealtypischen Züge Davids trägt. Von seiner Herrschaft erwartet man ein Reich des Friedens, der Treue zur Tora und der Gerechtigkeit. Er soll die Fremdherrschaft über das Volk Israel beenden und die Zerstreuten in das Gelobte Land (Israel) zurückführen. In Jesus von Nazareth erkannten die Menschen seiner Zeit eben jenen Messias und verehrten ihn zunehmend. Dadurch wurde Jesus zum Christus, zum erhofften Erlöser und damit zur Gefahr für die römischen Fremdherrscher über Israel aber auch für die jüdische Tempelaristokratie. Aus diesem Grund ließ Pontius Pilatus, der römische Statthalter über Israel, unter Einfluss der traditionell jüdischen Schriftgelehrten stehend, Jesus Christus als Rebellen zum Tode verurteilen. Nach christlicher Lesart starb Jesus am Kreuz, stand jedoch nach drei Tagen von den Toten wieder auf und bewies damit seine Göttlichkeit. In Folge glaubte ein Teil der Juden, dass Jesus wirklich der Messias sei. Aus ihnen entwickelte sich das Christentum. Jene Juden, die Jesus nicht als Messias anerkannten blieben bis zum heutigen Tag Juden.

Jesus als Sohn Gottes

Christen sehen in Jesus Christus nicht nur den Messias, sondern auch den „Sohn Gottes“. Muslime meinen daher oft, dass Christen dem Glauben anhingen, Gott habe einen Sohn im eigentlichen Sinn des Wortes, und sie seien somit Polytheisten. Die Bezeichnung als „Sohn Gottes“ bedeutet im Glauben die Vorstellung, dass Gott höchstselbst in den menschlichen Körper des Jesus von Nazareth inkarniert ist, aus Liebe und Verbundenheit zu seiner Schöpfung. Christen glauben daher, dass Jesus Christus in der Tat Gott war und umschreiben diesen schwer vorstellbaren Vorgang der Inkarnation Gottes in einen Menschen hilfsweise mit dem Bild der „Sohnwerdung“. Christen glauben also nur an einen Gott.

Nachwirkungen

Das Leben Jesu ist einer der Wendepunkte der Religions- und Weltgeschichte. Erst durch ihn entstand die heute größte Weltreligion, der mehr als 2,5 Milliarden Menschen anhängen. Seine klassische Gestalt erhielt das Christentum jedoch erst nach dem Tod des weltlichen Religionsbegründers Paulus von Tarsus, der als erster das Evangelium auch den Nichtjuden ("Heiden") predigte.

Historisches

Der Überlieferung nach wurde Jesus in Bethlehem geboren. Die Überlieferung, welche dieses Ereignis mit dem Ort der heutigen Geburtskapelle verbindet, ist schon sehr alt. Manche Gelehrte glauben heute, dass Maria und Josef aus Bethlehem stammten und während der Unruhen nach dem Tod des Herodes nach Nazareth zogen.

Christliche Überlieferung

Es war der Evangelium Lukas, der einen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Volkszählung unter dem Statthalter Quirinius und der Geburt Jesu herstellte.

In den Berichten der Evangelien ist zu lesen, dass Jesus bei seinen öffentlichen Auftritten immer wieder das Ende der damaligen Epoche verkündete und ein neues Reich Gottes versprach. Die zwölf Apostel sollten die Stämme Israels, die aus Israel vertrieben waren, wieder einen und nach Hause führen. Es bedurfte dafür der Hilfe Gottes, um ein Reich mit einem König aus dem Hause David an der Spitze zu errichten. Den Nachweis, dass Jesus von David abstammt, erbringt der Evangelist Matthäus gleich am Anfang seines Berichts in Form eines Stammbaums. Die Klarstellung Jesu, er höchstpersönlich sei der Messias, bedeutete eine fundamentale Gefahr für die damals Herrschenden.

Die Stimmung in Judaä war nach Jahren der römischen Besatzung spannungsgeladen. Für die Römer war Palästina eine strategisch bedeutsame Provinz gegenüber den weiter östlich lebenden Völkern. Deshalb lag ihnen sehr viel daran, sie im römischen Reich und unter Kontrolle zu halten. Eine Gestalt wie Jesus war aber auch für die jüdischen Eliten ein Problem. Er war ein einfacher Mann des Volkes, der die damals sehr regelfixierte jüdische Religion mit seiner Botschaft der Liebe und der Vernunft theologisch herausforderte. Jesus lehnte die jüdischen Regeln und Gebote nicht generell ab, aber er hinterfragte ihre Bedeutung und ihren tieferen Sinn. Das war revolutionär und sollte den Lauf der Welt- und Religionsgeschichte nachhaltig ändern.

Nichtchristliche historische Zeugnisse

Die irdische Existenz Jesu ist auch durch mehrere nichtchristliche Zeugnisse belegt. Der jüdische Historiker Flavius Josephus beschreibt ihn in einer ungewöhnlich sympathisierenden Art. Der Römer Plinius der Jüngere anderseits hat Mühe mit diesem "ansteckenden Aberglauben" und bezeichnet ihn mürrisch wertend als "Angeber". Die sachlichste und nüchternste Beschreibung stammt vom bekannten römischen Historiker Tacitus: Der, auf den diese Beschreibung zurückgeht, Christus, ist unter Kaiser Tiberius von Statthalter Pontius Pilatus mit dem Tode bestraft worden.

Bereits zu Lebzeiten von Kaiser Hadrian, der Juden und Christen gleichermaßen als notorische Unruhestifter fürchtete, wurde in Bethlehem wahrscheinlich im Jahre 135 ein Tempel errichtet, der Venus und Adonis geweiht war.[1][2]

Zitate

  • "Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit." (Hebr 13,8)
  • "Und er leitet mich. Und diese Nähe ist für mich auch eine Nähe, die ich spüren kann. Die jetzt nicht defizitär ist, die einfach nur anders ist wie die Nähe, die ich zum Beispiel hatte, als ich noch mit einer Frau zusammengelebt habe." (Sascha Heinrich im Videointerview gefunden auf katholisch.de am 24. Februar 2020)

Einzelnachweise

  1. Giuseppe Ricciotti: Vita di Gesù Cristo. Tipografia Poliglotta Vaticana 1948
  2. Paul L. Maier: The First Christmas: The True and Unfamiliar Story 2001

Siehe auch