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Estland

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Estland
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Hauptstadt Tallinn
Staatsform Parlamentarische Republik
Amtssprache Estnisch
Währung Euro
Kfz-Kennzeichen EST
Telefonvorwahl +372
Einwohner 1,3 Millionen
Fläche 45.227 km²
Religion 30 % Christen (meist lutherisch oder byzantinisch-orthodox)
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Estland (Estland)
Saaremaa
Hiiumaa
Finnland
Lettland
Die Grenzen Estlands von 2008

Estland ist das nördlichste Land des Baltikums. Es grenzt im Süden an Lettland, im Osten an Russland, im Norden und im Westen an die Ostsee. Die größten Inseln sind Saaremaa und Hiiumaa. Estland wurde seit dem 13. Jahrhundert vom Deutschen Orden, von Dänemark, Schweden und teilweise Polen regiert und gehörte danach von 1721 bis 1918 zum russischen Zarenreich. Nach der russischen Revolution im Februar 1917 gewann der estnische Staat eine gewisse Autonomie innerhalb Russlands. So kam es, dass viele Esten aus der russischen Armee in die Heimat aufbrachen, um dort in die estnischen Streitkräfte einzutreten. Die estnische Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1918 wurde durch Deutschland zunächst nicht anerkannt, und so wurde das Land erst mit dem Ende des Ersten Weltkrieges unabhängig. 1919 befreite die Armee auch Lettland. Unter dem Präsidenten Konstantin Päts wurde das Land ab 1934 zunächst autoritär, nach einigen Wahlen wieder mindestens formaljuristisch demokratisch regiert. Estland wurde außerdem von der Sowjetunion zunehmend unter Druck gesetzt, unter anderem auch wegen der Orzel-Affäre 1939. Nach der Niederlage Polens wurde Estland gezwungen, einen Beistandspakt mit der Sowjetunion zu schließen, welcher am 28. September 1939 unterzeichnet wurde. 1940 wurde es schließlich aufgrund des 1939 abgeschlossenen Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffpaktes von der Sowjetunion besetzt. Daraufhin wurde die Estnische Sozialistische Sowjetrepublik gegründet. Am 22. Juni 1941 erfolgte die Invasion der Sowjetunion durch die deutsche Wehrmacht. Die Geschwindigkeit des Vorstoßes war so groß, dass Estland schnell von Russland abgeschnitten wurde. 1941-1944 war das Land von der deutschen Wehrmacht besetzt.

Eesti Televisioon (ETV) war die öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt Estlands. Die ersten Sendungen wurden am 19. Juli 1955 ausgestrahlt.

Seit 1991 ist Estland wieder unabhängig, seit 2004 in der EU sowie in der NATO und seit 2010 Mitglied der OECD. Zudem hat Estland 2011 den Euro eingeführt, welcher die Estnische Krone abgelöst hat. In Estland heißt das Parlament Riigikogu und hat 101 Mitglieder.

Bevölkerung

Größte Minderheiten sind die Russen mit 23,2 und die Ukrainer mit rund 2 Ṕrozent (Stand 2021),[1] Die Mehrheit der Esten gehört keiner Religion an. Traditionelle Konfession ist das Christentum in der Form des Luthertums, wie es auch in Skandinavien weit verbreitet ist. Die Estnische Evangelisch-Lutherische Kirche (EELK) ist eine quasi-offizielle Kirche, aber keine Staatskirche.[2] Nach deren Angaben von 2019 gehörten 13,8 % der Bevölkerung zu dieser Kirche.[3] Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Europäischen Kommission im Rahmen des Eurobarometers ergab 2020, dass für 22 Prozent der Menschen in Estland Religion wichtig ist, für 21 Prozent ist sie weder wichtig noch unwichtig und für 57 Prozent ist sie unwichtig.[4] Dabei ist zu bemerken, dass sich mittlerweile die orthodoxe Kirche zur größten Konfession entwickelt hat; dieser gehört (Stand: 2021) 16,3% der Bevölkerung an, die meisten Gläubigen sind Russen oder Ukrainer.

Nach der Unabhängigkeit (de facto) am 2. Februar 1920 - durch Unterzeichung des Vertrages zwischen Estland und Sowjetrussland - verminderte sich in den darauffolgenden Jahren die Rolle von Deutschbalten: Gutsländer wurden gegen Entschädigungen enteignet und an Bauern verteilt. Herrenhäuser samt Umgebung wurden nicht enteignet. Das deutschbaltische Bürgertum spielte jedoch noch weiter eine wichtige wirtschaftliche Rolle. Die deutschbaltische Minderheit, aber auch Esten und sogar Menschen anderer Ethnien (wie Russen und sogar Polen) kamen zunächst im Zuge einer aufgrund des Vertrages zwischen der estnischen und deutschen Regierung vereinbarten Umsiedlung im Herbst 1939 und dann ab Januar 1941 aufgrund des Vertrages zwischen der sowjetrussischen und deutschen Regierung in deutsch besetzte Gebiete Polens. 2021 machten die Deutschen nur 0,2 Prozent der Bevölkerung Estlands aus, während es 1922 noch 1,7 Prozent gewesen waren.[1]


Reiseinformationen


Einzelnachweise