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Bertelsmann: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Bertelsmann''' ist ein deutsches Unternehmen und einer der international tätigen Mediengiganten. Sitz der Muttergesellschaft, die ihre wahre Größe hinter den Namen ihrer Teil- und Tochtergesellschaften verbirgt, ist [[Gütersloh]] ([[Nordrhein-Westfalen]]). Bertelsmann ist ein Familienunternehmen und entwickelte sich unter der Leitung von Reinhard Mohn von einer kleinen Druckerei in Ostwestfalen zum globalen Medienkonzern in den Bereich Print (Zeitungen, Zeitschriften, etc.), Fernsehen, Radio, Internet, Musik und Kommunikationsdienstleistungen.<ref>Jan Holtman: Pfadabhängigkeit strategischer Entscheidungen. Eine Fallstudie am Beispiel des Bertelsmann-Buchclubs Deutschland. Köln 2008</ref>
'''Bertelsmann''' ist ein deutsches Unternehmen und ein internationaler [[Konzern]]. Sitz der Muttergesellschaft ist [[Gütersloh]] in [[Nordrhein-Westfalen]]. Bertelsmann ist ursprünglich ein [[Familienunternehmen]] und entwickelte sich unter der Leitung von [[Reinhard Mohn]] von einer kleinen Druckerei in Ostwestfalen zu einem globalen [[Medienunternehmen]] in den Bereich Print ([[Zeitung]]en, [[Zeitschrift]]en, [[Buch|Bücher]]), [[Fernsehen]], [[Internet]], [[Musik]] und [[Kommunikationsdienstleistung]]en. Bekannt wurde der Name des Konzerns unter anderem durch seine [[Marketing]]strategie in Form von [[Buchklub]]s,<ref>Jan Holtman: ''Pfadabhängigkeit strategischer Entscheidungen. Eine Fallstudie am Beispiel des Bertelsmann-Buchclubs Deutschland''. Köln 2008</ref> zum Beispiel mit dem [[Bertelsmann Lesering]].


== Unternehmensbereiche ==
Bertelsmann tritt nur noch selten unter dem Namen des Gesamtkonzerns auf, sondern unter dem Namen ihrer Unternehmensteile, u.a. Bertelsmann Printing Group, Bertelsmann Education Group, Bertelsmann Investments, [[Bertelsmann Stiftung]].
Bertelsmann tritt heute quasi nie unter dem Namen des Gesamtkonzerns auf, sondern unter dem Label ihrer Unternehmensteile, u.a.


* [[RTL Group]] (dutzende Fernsehsender)
Zum Konzern gehören
* [[RTL Group]] (mehrere Fernsehsender)
* [[Penguin Random House]] (größter Buchverlag der USA) sowie zahlreiche weitere Verlage
* [[Penguin Random House]] (größter Buchverlag der USA) sowie zahlreiche weitere Verlage
* [[Gruner + Jahr]] (Verlag mit unzähligen Titeln, u.a. ''Stern'', ''Brigitte'', ''Gala'', ''Capital'', ''P.M. Magazin'', ''Schöner wohnen'' und ''Geo'')
* [[Gruner + Jahr]] (Verlag mit unzähligen Titeln, u.a. ''[[Stern (Zeitschrift)|Stern]]'', ''Brigitte'', ''Gala'', ''Capital'', ''Schöner wohnen'' und ''Geo'')
*BMG (Musik Label, das rund ein Drittel der weltweiten Superstars unter Vertrag hat, u.a. [[Céline Dion]], [[Jennifer Lopez]] und [[Britney Spears]])
*[[Arvato]] (Callcenter für andere Unternehmen)
*Arvato (Callcenter für andere Unternehmen)
Die [[Bertelsmann AG]] ist nicht börsennotiert, sondern wird nach wie vor maßgeblich von der Familie Mohn kontrolliert. [[Elisabeth Mohn]] galt als eine der mächtigsten Unternehmerinnen der Welt.<ref>Thomas Barth (Hg.): Bertelsmann – ein Medienimperium macht Politik. Expansion als Bildungsdienstleister und politische Einflussnahme. Internationale Perspektive. Hamburg 2006</ref> Seit den 1990er Jahren existieren Vorwürfe gegen den Konzern, im Medienbereich und insbesondere im TV eine [[Monopolstellung]] innezuhaben oder zumindest eine marktbeherrschende Position anzustreben.<ref>{{Literatur |Autor=Lutz Meier |Titel=Das Monopol steht |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=1997-09-22 |ISSN=0931-9085 |Seiten=14 |Online=https://taz.de/Das-Monopol-steht/!1381723/ |Abruf=2024-01-26}}</ref> Nach Angaben des Magazins ''[[Der Spiegel]]'' ging dies aus Unterlagen des Unternehmensvorstands hervor.<ref>{{Literatur |Titel=»Das Wort Monopol meiden« |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=1998-02-22 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/wirtschaft/das-wort-monopol-meiden-a-089c5040-0002-0001-0000-000007829946 |Abruf=2024-01-26}}</ref>
*Bertelsmann Printing Group
*Bertelsmann Education Group
*Bertelsmann Investments
*Bertelsmann Stiftung


Über die Bertelsmann Stiftung und deren [[Studie]]n sowie die Sender und Verlage des Konzerns nimmt die Eigentümerfamilie Mohn erheblichen Einfluss auf die politische Meinungsbildung. Die politische Tendenz wird als globalistisch, kapitalistisch, [[EU]]-freundlich, internationalistisch und sozial moderat progressiv bezeichnet.<ref name="cicero">Alexander Grau: [http://cicero.de/kultur/bertelsmannstudien-opium-fuer-die-maechtigen ''Bertelsmann Studien'']. In: [[Cicero (Zeitschrift)|Cicero]], 29. Juli 2017</ref>


== Eigentumsverhältnisse ==
== Einzelnachweise ==
Trotz seiner immensen Größe und Marktmacht ist Bertelsmann nicht börsennotiert, sondern wird nach wie vor maßgeblich von der Familie Mohn kontrolliert, insbesondere von der Witwe des Konzerngründers, Liz Mohn. Sie gilt damit als eine der mächtigsten Unternehmerinnen der Welt.<ref>Thomas Barth (Hg.): Bertelsmann – ein Medienimperium macht Politik. Expansion als Bildungsdienstleister und politische Einflussnahme. Internationale Perspektive. Hamburg 2006</ref>
<references/>
 
== Politische Einflussnahmen ==
Über die Bertelsmann Stiftung und ihre Studien sowie die Sender und Verlage des Konzerns nimmt die Eigentümerfamilie Mohn erheblichen Einfluss auf die politische Meinungsbildung. Die politische Tendenz ist dabei globalistisch, kapitalistisch, [[EU]]-freundlich, internationalistisch und sozial moderat progressiv.<ref name="cicero">[http://cicero.de/kultur/bertelsmannstudien-opium-fuer-die-maechtigen Alexander Grau: Bertelsmann Studien. In: Cicero. 29. Juli 2017]</ref>
 
== Trivia ==
*Trotz des Aufstiegs zum führenden globalen Medienkonzern, sitzt die Konzernzentrale weiterhin im beschaulichen ostwestfälischen [[Gütersloh]].
*Im Berliner Politikbetrieb kursiert der Scherz, wenn man als [[CDU]], [[SPD]], [[Bündnis 90/Die Grünen]] oder [[Freie Demokratische Partei|FDP]] eine Studie brauche, um die eigene Weltsicht "neutral" zu belegen, bekäme man diese schnell und unkompliziert auf Zuruf von der Bertelsmann Stiftung.<ref name="cicero" />
*Weil das kleine Gütersloh internationalen Besuchern keinen "Fünf Sterne Standard" bieten konnte, sorgte die Familie Mohn für den Bau des noblen "Park Hotel" in Gütersloh.
*Da der Konzern in Besitz der Familie Mohn ist, gibt es einen Insider-Gag bei den Mitarbeitern, sie arbeiteten in einer "Mo(h)narchie".
 
== Quellen ==
<references />


[[Kategorie:Bertelsmann| ]]
[[Kategorie:Medien]]
[[Kategorie:Medien]]
[[Kategorie:Unternehmen (Kreis Gütersloh)]]
[[Kategorie:Unternehmen (Kreis Gütersloh)]]
[[Kategorie:Medienunternehmen (Deutschland)]]
[[Kategorie:Medienunternehmen (Deutschland)]]

Aktuelle Version vom 5. August 2025, 14:56 Uhr

Bertelsmann
Kategorie
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Das Wichtigste in Kürze
Slogan Weniger ist mehr.
Beschreibung Kurzartikel auf PlusPedia
Weiterführende Infos Text in der Lobbypedia


Bertelsmann ist ein deutsches Unternehmen und ein internationaler Konzern. Sitz der Muttergesellschaft ist Gütersloh in Nordrhein-Westfalen. Bertelsmann ist ursprünglich ein Familienunternehmen und entwickelte sich unter der Leitung von Reinhard Mohn von einer kleinen Druckerei in Ostwestfalen zu einem globalen Medienunternehmen in den Bereich Print (Zeitungen, Zeitschriften, Bücher), Fernsehen, Internet, Musik und Kommunikationsdienstleistungen. Bekannt wurde der Name des Konzerns unter anderem durch seine Marketingstrategie in Form von Buchklubs,[1] zum Beispiel mit dem Bertelsmann Lesering.

Bertelsmann tritt nur noch selten unter dem Namen des Gesamtkonzerns auf, sondern unter dem Namen ihrer Unternehmensteile, u.a. Bertelsmann Printing Group, Bertelsmann Education Group, Bertelsmann Investments, Bertelsmann Stiftung.

Zum Konzern gehören

  • RTL Group (mehrere Fernsehsender)
  • Penguin Random House (größter Buchverlag der USA) sowie zahlreiche weitere Verlage
  • Gruner + Jahr (Verlag mit unzähligen Titeln, u.a. Stern, Brigitte, Gala, Capital, Schöner wohnen und Geo)
  • Arvato (Callcenter für andere Unternehmen)

Die Bertelsmann AG ist nicht börsennotiert, sondern wird nach wie vor maßgeblich von der Familie Mohn kontrolliert. Elisabeth Mohn galt als eine der mächtigsten Unternehmerinnen der Welt.[2] Seit den 1990er Jahren existieren Vorwürfe gegen den Konzern, im Medienbereich und insbesondere im TV eine Monopolstellung innezuhaben oder zumindest eine marktbeherrschende Position anzustreben.[3] Nach Angaben des Magazins Der Spiegel ging dies aus Unterlagen des Unternehmensvorstands hervor.[4]

Über die Bertelsmann Stiftung und deren Studien sowie die Sender und Verlage des Konzerns nimmt die Eigentümerfamilie Mohn erheblichen Einfluss auf die politische Meinungsbildung. Die politische Tendenz wird als globalistisch, kapitalistisch, EU-freundlich, internationalistisch und sozial moderat progressiv bezeichnet.[5]

Einzelnachweise

  1. Jan Holtman: Pfadabhängigkeit strategischer Entscheidungen. Eine Fallstudie am Beispiel des Bertelsmann-Buchclubs Deutschland. Köln 2008
  2. Thomas Barth (Hg.): Bertelsmann – ein Medienimperium macht Politik. Expansion als Bildungsdienstleister und politische Einflussnahme. Internationale Perspektive. Hamburg 2006
  3.  Lutz Meier: Das Monopol steht. In: Die Tageszeitung: taz. 22. September 1997, ISSN 0931-9085, S. 14 (https://taz.de/Das-Monopol-steht/!1381723/).
  4.  »Das Wort Monopol meiden«. In: Der Spiegel. 22. Februar 1998, ISSN 2195-1349 (https://www.spiegel.de/wirtschaft/das-wort-monopol-meiden-a-089c5040-0002-0001-0000-000007829946).
  5. Alexander Grau: Bertelsmann Studien. In: Cicero, 29. Juli 2017