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Paul Julius Möbius
Paul Julius Möbius (* 24. Januar 1853 in Leipzig; † 8. Januar 1907 ebenda) war ein deutscher Arzt, Psychiater und Autor.
1883 habilitierte er sich und erwarb damit die Lehrberechtigung an der Leipziger Universität. Nachdem Möbius mehrfach bei der Ernennung von Professoren und dem Direktorat der Medizinischen Poliklinik übergangen worden war, gab er unter lautstarkem Protest 1893 seine Habilitation zurück und beschränkte sich auf seine Privatpraxis.
Ab 1886 gab er die Schmidtschen Jahrbücher für die gesammte Medicin heraus und stieg damit zu einem der einflussreichsten Kritiker der medizinischen Fachpresse auf. Von wissenschaftshistorischem Wert sind seine Arbeiten zur Psychogenese psychischer und Nervenkrankheiten, so unter anderem zur Hysterie. Er postulierte darin erstmals für den deutschen Sprachraum psychologische Ursachen einer Krankheit. Deswegen und weil er überzeugend die suggestive Heilwirkung der Elektrotherapie herausstellte, bezeichnete Sigmund Freud Möbius als einen der Väter der Psychotherapie.
Er hat seinem Freund und zeitweiligen Kollegen an der Leipziger Psychiatrischen- und Nervenklinik, dem Psychiater Emil Kraepelin, wichtige Anregungen zur Differenzierung und Systematisierung psychischer Krankheiten gegeben.
Ruhm erwarb sich Möbius durch seinen dem Frauenproblem gewidmeten Aufsatz Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes im Jahr 1900. Die Kernaussage von einem „Schwachsinn des Weibes“ versucht er mit wissenschaftlichen Methoden zu belegen. Möbius erhielt dank seinen Untersuchungen viel Beifall, provozierte aber auch dieser Schrift Gegenschriften, wie Die Antifeministen (1902) von Hedwig Dohm. Als weitere Antworten auf Möbius erschienen 1902 das Werk Das Weib und der Intellectualismus von Oda Olberg und 1903 die Schrift Feminismus und Wissenschaft von Johanna Elberskirchen. 1905 veröffentlichte Max(ie) Freimann eine Satire mit dem Titel Über den physiologischen Stumpfsinn des Mannes.[1] 1913 nahm die Ärztin Mathilde von Kemnitz in ihrer Doktorarbeit Der asthenische Infantilismus des Weibes in seinen Beziehungen zur Fortpflanzungstätigkeit und geistigen Betätigung kritisch Stellung.
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