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Je-suis-Heuchler
Mit Je-suis-heuchler (französisch Je suis = ich bin; manchmal falsch zusammengeschrieben als Jesuisheuchler) werden meist Politiker bezeichnet, die nach islamistischen Terroranschlägen dessen Folgen medienwirksam betrauern. Diese gab es nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo am 7. Januar 2015, den Attentaten am 13. November 2015 in Paris und später auch nach den Vorfällen in Brüssel am 22. März 2016. Konkrete Maßnahmen gegen Terroristen bleiben aus, Je-suis-Heuchler und ihre Anhänger sind eher damit beschäftigt, gegen rechte Hetzer aufzustehen und zu demonstrieren. Nachahmer finden sich auf Facebook und anderen sozialen Medien z.B. mit den Worten Je suis Charlie oder auf Twitter als Hashtag #JeSuisBrussels.
Frauke Petry sprach die Jesuisheuchler mit folgenden Worten an:
- "Jetzt werden Sie nämlich wieder irgendetwas sein. Sie waren Charlie, sie waren Paris und jetzt sind alle Brüssel oder gar Belgien. Nun werden alle so damit beschäftigt sein, gegen rechte Hetzer aufzustehen und zu demonstrieren, dass sie dabei vergessen, etwas dagegen zu tun! Dann heißt es vielleicht bald: Ich bin Berlin, Rom, Malmö und Rotterdam! (...) Das passt immer und vor allem immer öfter, ihr Heuchler. Heute sind wieder Menschen gestorben und es werden weitere sterben, so lange ihr selbst nicht wisst, wer ihr wirklich seid und wofür ihr steht. Es geht nämlich um unsere Identität als freiheitlich aufgeklärte Europäer! Wir erwarten jetzt Maßnahmen gegen Terroristen und nicht Lichterketten gegen diejenigen, die vor diesen Zuständen seit Jahren warnen! Der Traum vom bunten Europa ist kaputt, weggebombt zum wiederholten Mal!" [1]
Die Betroffenheit wird nur bei Anschlägen in Europa oder den USA gezeigt. Zu Anschlägen in Asien oder Afrika schweigen die Betroffenheitsprofis wie Angela Merkel, Sigmar Gabriel, Joachim Gauck oder Katrin Göring-Eckardt. Menschenleben von Asiaten oder Afrikanern scheinen ihnen egal zu sein. Dazu meint Carsten Heil in den Neuen Westfälischen Nachrichten u.a.:
- "Sind wir Lahore? Sind wir Istanbul? Oder Ankara? Nein. Wir sind Charlie Hebdo, sind Paris und sind Brüssel. Wenn der Terror geografisch nah an uns heranrückt, sind wir betroffen, trauern und sind entsetzt. Aber ein Menschenleben ist in Lahore genauso viel wert wie in Paris oder Berlin. Deshalb ist der Anschlag vom Osterwochenende genauso verheerend und bösartig wie der vergangene Woche in Brüssel. Doch seien wir ehrlich, wir gehen noch schneller zur Tagesordnung über als wenn der Terror in einem Nachbarland zuschlägt. Dabei sind in Lahore - so scheint es - besonders Christen und vor allem viele Kinder betroffen." [2]
Joachim Gauck sagte zu den Anschlägen von Brüssel: "Wir sind von den Ereignissen schockiert, teilen die Trauer des belgischen Volkes und fühlen den Schmerz der Familien und Freunde der Opfer nach."
Sonstiges
Beim Terroranschlag in Istanbul am 28. Juni 2016 scheint der Betroffenheitsgrad deutlich geringer zu sein als bei den Anschlägen 2015 in Paris. Mögliche Gründe: Bei Istanbul ist zum Beispiel die Entfernung vom Mittelpunkt Deutschlands (in Kilometern) eindeutig zu weit, außerdem: Keine deutschen Opfer. Viele Facebook-Nutzer scheinen daher vom Tod von Bud Spencer eher betroffen zu sein.
Andere Lexika
Wikipedia kennt dieses Lemma (Je-suis-Heuchler) vermutlich nicht.
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