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Weinbau im Oberelsass
Der Weinbau im Oberelsaß wird von römischer Zeit bis in die Gegenwart betrieben. Weine aus dem Oberelsaß geniesen seit langer Zeit auch einen sehr guten Ruf unter Kennern.
Die Rebe wurde im Oberelsaß im 3. Jahrhundert von den Römern eingeführt. Bereits Plinius spricht in seiner Historia Naturalis vom guten Wein der Sequaner, eines keltischen Stammes im Oberelsaß. Aus dem 7. Jahrhundert stammen die ersten urkundlichen Belege für den Weinbau. Der Ort Rufach wird 682 und Rappoltsweiler sowie Gebweiler in den Jahren 759 und 794 im Zusammenhang mit dem Weinanbau erwähnt. Zu Beginn des 9. Jahrhunderts wurde bereits Wein aus dem Oberelsaß ausgeführt. Die Haupthandelsplätze für diesen Export waren Colmar, Schlettstadt und Straßburg. Es wird berichtet, dass Colmar im 16. Jahrhundert im Jahr durchschnittlich 93.000 Hektoliter Wein verkaufte, der auf der Ill verschifft wurde. Elsässer Wein ging damals nach England, Skandinavien, Norddeutschland, Polen, Bayern, Württemberg und in die Rheinlande.