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Hürth: Unterschied zwischen den Versionen

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Geschichte: die Autoren bei WP sehen das eher anders
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== Geschichte ==
== Geschichte ==
Hürthwird erstmals zusammen mit dem ''ruezinhof'', dem Rüscherhof, 1185 in einer Schenkungsurkunde des [[Philipp von Heinsberg]] an das Kloster in [[Köln-Ehrenfeld]] erwähnt.<ref>[[Leonard Ennen]], Gottfried Eckertz: ''Quellen zur Geschichte der Stadt Köln'' 6 Bände, Köln 1863/79, Bd. I, S. 99</ref> In der [[Franzosenzeit]] gehörte Hürth zum ''Arrondissement de Cologne'' (Bezirk Köln) im ''Département de la Roer'' mit Sitz in [[Aachen]]. Zudem erhielten die jüdischen Gläubigen (fast) gleiche Bürgerrechte. Sie mussten sich nach einem Dekret [[Napoleon]]s vom 28. Juli 1808 für einen Familiennamen entscheiden und diesen vor dem Maire (Bürgermeister) zu Protokoll erklären. 1930 erfolgte der Zusammenschluss seiner Ortsteile zu einer Großgemeinde. Amtliche Unterlagen der Gemeinde Hürth geben für das Jahr 1933 insgesamt 91 gemeldete Personen jüdischer Herkunft an. Die Nachkriegserhebungen erbrachten, dass von diesen lediglich noch 5 Personen in der Gesamtgemeinde lebten. Dem beliebten Bürgermeister [[Werner Disse]] ([[Deutsche Zentrumspartei]]), der 1933 sein Amt räumen musste, folgte bis 1944 [[Hermann Goß]]. Es gibt eine Gedenktafel am Ort der ehemaligen, kleinen [[Synagoge]] der jüdischen Gemeinde in Hürth (1935-1937); wahrscheinlich wurde der jüdische Friedhof in Brühl genutzt. Durch die Nähe zur Industrie und zu Köln hatte Hürth auch im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] besonders zu leiden. Materielle, die Bausubstanz betreffende Kriegsschäden im Ort, hielten sich jedoch in Grenzen. Die Kirche wurde bei einem Luftangriff der Alliierten getroffen, sodass ihr Dach beschädigt und die Kommunionbank zerstört wurde. Eine neue Schule an der Gennerstraße 74/76, diese unterrichtete parallel zur alten Schule (neben der ehemaligen Gaststätte Nolden, der heutigen Trattoria) an der Gemmerstraße 46/48, wurde durch eine Luftmine vernichtet und nicht wieder aufgebaut. Hermülheim war mit dem ehemaligen Rathaus an der Luxemburger Straße das politische Zentrum der Gemeinde. Hürth war seit dem 22. November 1963 Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Köln.
Hürthwird erstmals zusammen mit dem ''ruezinhof'', dem Rüscherhof, 1185 in einer Schenkungsurkunde des [[Philipp von Heinsberg]] an das Kloster in [[Köln-Ehrenfeld]] erwähnt.<ref>[[Leonard Ennen]], Gottfried Eckertz: ''Quellen zur Geschichte der Stadt Köln'' 6 Bände, Köln 1863/79, Bd. I, S. 99</ref> In der [[Franzosenzeit]] gehörte Hürth zum ''Arrondissement de Cologne'' (Bezirk Köln) im ''Département de la Roer'' mit Sitz in [[Aachen]]. Zudem erhielten die jüdischen Gläubigen (fast) gleiche Bürgerrechte. Sie mussten sich nach einem Dekret [[Napoleon]]s vom 28. Juli 1808 für einen Familiennamen entscheiden und diesen vor dem Maire (Bürgermeister) zu Protokoll erklären. 1930 erfolgte der Zusammenschluss seiner Ortsteile zu einer Großgemeinde, die Kernstadt erhielt den Namen [[Alt-Hürth]]. Amtliche Unterlagen der Gemeinde Hürth geben für das Jahr 1933 insgesamt 91 gemeldete Personen jüdischer Herkunft an. Die Nachkriegserhebungen erbrachten, dass von diesen lediglich noch 5 Personen in der Gesamtgemeinde lebten. Dem beliebten Bürgermeister [[Werner Disse]] ([[Deutsche Zentrumspartei]]), der 1933 sein Amt räumen musste, folgte bis 1944 [[Hermann Goß]]. Es gibt eine Gedenktafel am Ort der ehemaligen, kleinen [[Synagoge]] der jüdischen Gemeinde in Hürth (1935-1937); wahrscheinlich wurde der jüdische Friedhof in Brühl genutzt. Durch die Nähe zur Industrie und zu Köln hatte Hürth auch im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] besonders zu leiden. Materielle, die Bausubstanz betreffende Kriegsschäden im Ort, hielten sich jedoch in Grenzen. Die Kirche wurde bei einem Luftangriff der Alliierten getroffen, sodass ihr Dach beschädigt und die Kommunionbank zerstört wurde. Eine neue Schule an der Gennerstraße 74/76, diese unterrichtete parallel zur alten Schule (neben der ehemaligen Gaststätte Nolden, der heutigen Trattoria) an der Gemmerstraße 46/48, wurde durch eine Luftmine vernichtet und nicht wieder aufgebaut. Hermülheim war mit dem ehemaligen Rathaus an der Luxemburger Straße das politische Zentrum der Gemeinde. Hürth war seit dem 22. November 1963 Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Köln.


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Version vom 27. April 2025, 13:58 Uhr

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Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hürth (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen oder Bild Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Hürth (Parameter Bildtext fehlt)
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Rhein-Erft-Kreis
Höhe: 90 m ü. NN
Einwohner:

57.922 (31. Dez. 2010)[1]

Postleitzahl: 50354
Vorwahl: 02233
Gemeindeschlüssel: 05 3 62 028
Stadtgliederung: 12 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Friedrich-Ebert-Straße 40
50354 Hürth
Webpräsenz: www.huerth.de


Hürth ist eine mittlere kreisangehörige Stadt in Nordrhein-Westfalen nördlich von Brühl (Rheinland). Der Ort verdankt seine Entstehung der wirtschaftlichen und industriellen Entwicklung der Region durch die Erschließung der Braunkohlevorkommen zum Ende des 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts. Nach Auslaufen des Kohleabbaus 1988 entwickelte sich hier ein Standort für die Chemische Industrie. Die größten Stadtteile sind Efferen und Hermülheim.

Geschichte

Hürthwird erstmals zusammen mit dem ruezinhof, dem Rüscherhof, 1185 in einer Schenkungsurkunde des Philipp von Heinsberg an das Kloster in Köln-Ehrenfeld erwähnt.[2] In der Franzosenzeit gehörte Hürth zum Arrondissement de Cologne (Bezirk Köln) im Département de la Roer mit Sitz in Aachen. Zudem erhielten die jüdischen Gläubigen (fast) gleiche Bürgerrechte. Sie mussten sich nach einem Dekret Napoleons vom 28. Juli 1808 für einen Familiennamen entscheiden und diesen vor dem Maire (Bürgermeister) zu Protokoll erklären. 1930 erfolgte der Zusammenschluss seiner Ortsteile zu einer Großgemeinde, die Kernstadt erhielt den Namen Alt-Hürth. Amtliche Unterlagen der Gemeinde Hürth geben für das Jahr 1933 insgesamt 91 gemeldete Personen jüdischer Herkunft an. Die Nachkriegserhebungen erbrachten, dass von diesen lediglich noch 5 Personen in der Gesamtgemeinde lebten. Dem beliebten Bürgermeister Werner Disse (Deutsche Zentrumspartei), der 1933 sein Amt räumen musste, folgte bis 1944 Hermann Goß. Es gibt eine Gedenktafel am Ort der ehemaligen, kleinen Synagoge der jüdischen Gemeinde in Hürth (1935-1937); wahrscheinlich wurde der jüdische Friedhof in Brühl genutzt. Durch die Nähe zur Industrie und zu Köln hatte Hürth auch im Zweiten Weltkrieg besonders zu leiden. Materielle, die Bausubstanz betreffende Kriegsschäden im Ort, hielten sich jedoch in Grenzen. Die Kirche wurde bei einem Luftangriff der Alliierten getroffen, sodass ihr Dach beschädigt und die Kommunionbank zerstört wurde. Eine neue Schule an der Gennerstraße 74/76, diese unterrichtete parallel zur alten Schule (neben der ehemaligen Gaststätte Nolden, der heutigen Trattoria) an der Gemmerstraße 46/48, wurde durch eine Luftmine vernichtet und nicht wieder aufgebaut. Hermülheim war mit dem ehemaligen Rathaus an der Luxemburger Straße das politische Zentrum der Gemeinde. Hürth war seit dem 22. November 1963 Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Köln.

Andere Lexika





Einzelnachweise

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW). Abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. Leonard Ennen, Gottfried Eckertz: Quellen zur Geschichte der Stadt Köln 6 Bände, Köln 1863/79, Bd. I, S. 99