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Geschichte der Juden in Kuppenheim (Baden-Württemberg): Unterschied zwischen den Versionen

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Michelle DuPont (Diskussion | Beiträge)
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* [https://www.juedisches-kuppenheim.de/index.php/juden-kuppenheim/juden-in-kuppenheim ''Jüdisches Kuppenheim - Initiative gegen das Vergessen'']
* [https://www.juedisches-kuppenheim.de/index.php/juden-kuppenheim/juden-in-kuppenheim ''Jüdisches Kuppenheim - Initiative gegen das Vergessen'']
* [https://edoc.unibas.ch/60411/ Günther Mohr: ''«Blutiglen» - «keine Tiere, sondern Menschen» / Juden in der Markgrafschaft Baden-Baden'' (Auszug), 2010, Doctoral Thesis, University of Basel, Faculty of Humanities and Social Sciences]
* [https://edoc.unibas.ch/60411/ Günther Mohr: ''«Blutiglen» - «keine Tiere, sondern Menschen» / Juden in der Markgrafschaft Baden-Baden'' (Auszug), 2010, Doctoral Thesis, University of Basel, Faculty of Humanities and Social Sciences]
* [https://www.alemannia-judaica.de/kuppenheim_synagoge.htm]


== Audio und Video ==
== Audio und Video ==

Version vom 22. Januar 2021, 09:29 Uhr

Im bei Rastatt gelegenen Kuppenheim lebten nachweisbar ab ungefähr 1570 bis zu ihrer endgültigen, 1940 abgeschlossenen Vertreibung und Ermordung durch die Nazis viele Menschen jüdischen Glaubens.

Von den Anfängen bis zum Ende des 18. Jahrhundert

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Dokument mit dem Markgraf Ernst Friedrich von Baden im Jahr 1601 dem Federstäuber Jud Isaac aus Gunstetten bei Hagenau Schutz und Wohnrecht in Kuppenheim erteilt

Der erste Hinweis auf jüdische Anwesenheit in Kuppenheim datiert auf die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts: Im Urkundenrödel über die Güter der Kircheheiligen Sixtus und Sebastian in Kuppenheim von 1433 findet sich am Ende der Urkunde ein Bericht über eine Abgabe von 1,5 Pfund Öl an die Heiligenpfründe aus einer Wiese. [1] In dieser Textstelle sind wohl die Angrenzer der abgabepflichtigen Wiese genannt:

"Item, 1 1/2 pfund öls (gibt) Schick Hensel uff eyner wisen, gewesen ist Bernhart von Berkhusen oder des juden erben." [2]

Diese Textstelle lässt die Schlussfolgerung zu, dass bereits vor dem Jahr 1433 möglicherweise eine jüdische Familie in Kuppenheim gelebt hat, deren Oberhaupt zur Zeit der Errichtung der Urkunde schon verstorebn war. Auf jeden Fall gibt es Belege dafür, dass im 15. Jahrhundert bereits Juden in allerdings geringer Anzahl in der Markgrafschaft lebten. [3] So verlieh Kaiser Ruprecht I. dem Markgraf Bernhard von Baden im Jahr 1401 die Reichslehen, welche auch das Judenregal enthielten. [4] Kaiser Friedrich III. ließ 1443 die Krönungsabgabe auch bei den Juden der Markgrafschaft Baden eintreiben. [5] Dennoch kam es auch in dieser Region im Zusammenhang mit Ritualmordbeschuldigungen zu Verfolgungen von Juden. So ließ Markgraf Karl I. 1462 Juden aus verschiedenen Orten gefangen nehmen, foltern und hinrichten. Erst 1524 wurden unter Markgraf Philipp I. wieder Juden in der Markgrafschaft Baden aufgenommen. [6]

Die Jahre 1800 bis 1900

Von 1900 bis 1940

Nach 1940

Die Synagoge

Jüdischer Friedhof

Wissenschaftliche Erforschung

Bekannte mit Kuppenheim verbundene jüdische Personen

Literatur

  • Gerhard Friedrich Lindner: Die jüdische Gemeinde in Kuppenheim, herausgegeben von der Stadt Kuppenheim, Verlag Regionalkultur, 1999
  • Joachim Hahn: Synagogen in Baden-Württemberg - Orte und Einrichtungen, Theiss, 2007, Seite 272 ff.
  • Franz Hundsnurscher und Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden - Denkmale, Geschichte, Schicksale, Kohlhammer, 1968, Seite 172 ff.

Weblinks

Audio und Video

Einzelnachweise

  1. Gerhard Friedrich Lindner: Die jüdische Gemeinde in Kuppenheim, herausgegeben von der Stadt Kuppenheim, Verlag Regionalkultur, 1999, S. 21
  2. zitiert nach Kuppenheimer Urkundenbuch, Regest Nr. 60
  3. Gerhard Friedrich Lindner: Die jüdische Gemeinde in Kuppenheim, herausgegeben von der Stadt Kuppenheim, Verlag Regionalkultur, 1999, S. 21
  4. Franz Hundsnurscher und Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden - Denkmale, Geschichte, Schicksale, Kohlhammer, 1968, S. 7
  5. Peter F. Kramml: Kaiser Friedrich III. und die Reichsstadt Konstanz (1440-1493) - Die Bodenseemetropole am Ausgang des Mittelalters, J. Thorbecke, 1985, S. 203
  6. Achim Nolte: Jüdische Gemeinden in Baden und Basel, Duncker & Humblot, 2019, S. 37 und 38