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Uhu: Unterschied zwischen den Versionen

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Der ''Uhu'' ''Bubo bubo'' gehört zur Ordnung der ''Eulen'' ''Strigiformes'' und gehört zur Gattung der Uhus ''Bubo''. Der Uhu ist die größte Eulenart weltweit.  
Der ''Uhu'' ''Bubo bubo'' gehört zur Ordnung der ''Eulen'' ''(Strigiformes)'' und gehört zur Gattung der Uhus ''(Bubo)''. Der Uhu ist die größte Eulenart weltweit.  


Er hat einen großen, breiten, flachen Kopf, einen starken, fast bauchigen [[Schnabel]], dazu große, erektile Ohrbüschel, einen unvollständigen [[Schleier]], schließlich mittellange, stumpfe [[Flügel]] und einen kurzen, fast gerade abgeschnittenen [[Schwanz]]. Er wird 77 cm lang und 176 cm breit, ist auf der Oberseite dunkel rostgelb, schwarz geflammt, an der Kehle gelblichweiß, auf der Unterseite rostgelb mit schwarzen Längsstreifen; die Ohrbüschel sind schwarz, Schwung- und Schwanzfedern braun und gelb gezeichnet, das [[Auge]] ist [[gold]][[gelb]], rötlich gerandet, der Schnabel dunkel blaugrau.  
Er hat einen großen, breiten, flachen Kopf, einen starken, fast bauchigen [[Schnabel]], dazu große, erektile Ohrbüschel, einen unvollständigen [[Schleier]], schließlich mittellange, stumpfe [[Flügel]] und einen kurzen, fast gerade abgeschnittenen [[Schwanz]]. Er wird 77 cm lang und 176 cm breit, ist auf der Oberseite dunkel rostgelb, schwarz geflammt, an der Kehle gelblichweiß, auf der Unterseite rostgelb mit schwarzen Längsstreifen; die Ohrbüschel sind schwarz, Schwung- und Schwanzfedern braun und gelb gezeichnet, das [[Auge]] ist [[gold]][[gelb]], rötlich gerandet, der Schnabel dunkel blaugrau.  
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== Namen und Mythologie==
== Namen und Mythologie==
Der heutige wissenschaftliche Name des Uhus ist ''Bubo bubo'', früher ''Bubo maximus''. Der '''Uhu''' wurde früher auch ''Schuhu, Buhu, Gauf, Auf, Jutzeule, Huw, Huher, Nachthuri und Adlereule'' genannt(GESNER 1669, GATTIKER & GATTIKER 1989). Er wurde auch als Großherzog und als König (oder auch Herrscher) der Nacht bezeichnet. Der Name Großherzog leitet sich aus der ihn verfolgenden Schar von Vögeln ab, welche ihn, sollte er sich bei Tag zeigen, umfliegt und auf ihn hasst (GATTIKER & GATTIKER 1989). Die meisten Deutschen dürften heute dem Uhu und den anderen Eulenarten relativ vorurteilsfrei gegenüber stehen. Früher war dies ganz anders: Eulen waren
Der heutige wissenschaftliche Name des Uhus ist ''Bubo bubo'', früher ''Bubo maximus''. Der ''Uhu'' wurde früher auch ''Schuhu, Buhu, Gauf, Auf, Jutzeule, Huw, Huher, Nachthuri und Adlereule'' genannt (GESNER 1669, GATTIKER & GATTIKER 1989). Er wurde auch als ''Großherzog'' und als ''König'' (oder auch ''Herrscher'') der Nacht bezeichnet. Der Name Großherzog leitet sich aus der ihn verfolgenden Schar von Vögeln ab, welche ihn, sollte er sich bei Tag zeigen, umfliegt und auf ihn hasst (GATTIKER & GATTIKER 1989). Die meisten Deutschen dürften heute dem Uhu und den anderen Eulenarten relativ vorurteilsfrei gegenüber stehen. Früher war dies ganz anders: Eulen waren gleichermaßen Gegenstand menschlicher Furcht und Ehrerbietung, Verachtung und Bewunderung.
gleichermaßen Gegenstand menschlicher Furcht und Ehrerbietung, Verachtung und Bewunderung.
Über fast alle Völker und Kulturen hinweg galten Eulen als Geisterwesen. In der Antike waren Eulen
Über fast alle Völker und Kulturen hinweg galten Eulen als Geisterwesen. In der Antike waren Eulen
und besonders der Uhu als Nachtvögel Sinnbild für die Unterwelt. Vor allem, wenn er sich in auffälliger Weise bei Tag zeigte, war dies das allerschlimmste Omen und bedeutete Unheil, Hunger, Krieg, Tod und Verderben (GATTIKER & GATTIKER 1989). Sowohl den Römern als auch den Germanen galt er als Schicksalsvogel. Das Muotis-Heer Wotans (auch Odin genannt), der als Menschenvater in Walhall (oder Walhalla) thronte, führte nach der Mythologie der Germanen eine Anführerin auf einem riesigen Uhu an. Das Muotis-Heer, auch „wilde Jagd“ genannt, zog um Mitternacht mit Lärmen, Brausen, Jägerschreien und Hörnerklang herum, wenn das Wetter sich änderte, bei nächtlichem Gewitter und bei Neumond. In Indien standen die Eulen hingegen für Weisheit und Hilfsbereitschaft (WEINSTEIN 1988). Auch glaubte die Bevölkerung Indiens daran, dass Eulen die Zukunft voraussagen könnten. Indianer-Völker verbinden Eulen mit Tapferkeit, einem scharfen Blick und Jagdglück (ebd.).
und besonders der Uhu als Nachtvögel Sinnbild für die Unterwelt. Vor allem, wenn er sich in auffälliger Weise bei Tag zeigte, war dies das allerschlimmste Omen und bedeutete Unheil, Hunger, Krieg, Tod und Verderben (GATTIKER & GATTIKER 1989). Sowohl den Römern als auch den Germanen galt er als Schicksalsvogel. Das Muotis-Heer Wotans (auch Odin genannt), der als Menschenvater in Walhall (oder Walhalla) thronte, führte nach der Mythologie der Germanen eine Anführerin auf einem riesigen Uhu an. Das Muotis-Heer, auch „wilde Jagd“ genannt, zog um Mitternacht mit Lärmen, Brausen, Jägerschreien und Hörnerklang herum, wenn das Wetter sich änderte, bei nächtlichem Gewitter und bei Neumond.  
Noch im Mittelalter galt der Uhu in Deutschland als todbringender Bote des Teufels. Einige traditionelle Uhubrutplätze heißen seit dieser Zeit z. B. Teufelsley oder Teufelskammer (DALBECK 2001). Trotzdem wurden Teile des unheilvollen Uhus im Mittelalter in Europa in der Medizin verwendet, denn man schrieb ihnen allerlei Wirkungen zu (GESNER 1669, GATTIKER & GATTIKER 1989). In China werden Uhus und andere Eulen immer noch in der Medizin genutzt. Uhus wurden auch einfach gegessen. In Gesners Vogelbuch von 1669 steht:
 
Noch im Mittelalter galt der Uhu in Deutschland als todbringender Bote des Teufels. Einige traditionelle Uhubrutplätze heißen seit dieser Zeit z. B. Teufelsley oder Teufelskammer (DALBECK 2001).
„Wann der grosse Berguhu fett ist / wird er von etlichen gessen: dann sein Fleisch soll ganz süß un wohlgeschmackt sein / wann man ihn recht kochet und wohl zubereitet.“


Noch im 19. Jahrhundert verkörpert der Uhu bei Schriftstellern wie Goethe nur Düsteres und Trübseliges. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden Eulen zur Abwehr von Dämonen an Scheunentore genagelt (PIECHOCKI 1985). Noch 1952 schreibt RAMMNER: „Sein Geschrei hallt im Walde schauerlich
Noch im 19. Jahrhundert verkörpert der Uhu bei Schriftstellern wie Goethe nur Düsteres und Trübseliges. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden Eulen zur Abwehr von Dämonen an Scheunentore genagelt (PIECHOCKI 1985). Noch 1952 schreibt RAMMNER: „Sein Geschrei hallt im Walde schauerlich
wieder, so dass abergläubischen Leuten die Haare zu Berge stehen.“
wieder, so dass abergläubischen Leuten die Haare zu Berge stehen.“
In Indien standen die Eulen hingegen für Weisheit und Hilfsbereitschaft (WEINSTEIN 1988). Auch glaubte die Bevölkerung Indiens daran, dass Eulen die Zukunft voraussagen könnten. Indianer-Völker verbinden Eulen mit Tapferkeit, einem scharfen Blick und Jagdglück (ebd.).
Noch im Mittelalter wurden Teile des Uhus in Europa in der Medizin verwendet, denn man schrieb ihnen allerlei Wirkungen zu (GESNER 1669, GATTIKER & GATTIKER 1989). In China werden Uhus und andere Eulen immer noch in der Medizin genutzt. Uhus wurden auch einfach gegessen. In Gesners Vogelbuch von 1669 steht:
„Wann der grosse Berguhu fett ist wird er von etlichen gessen: dann sein Fleisch soll ganz süß un wohlgeschmackt sein wann man ihn recht kochet und wohl zubereitet.“


Der Uhu war einst in Mitteleuropa weit verbreitet. Seine Rufe („Geschrei“) waren im Volk so bekannt, dass noch heute zahlreiche, inzwischen längst aufgegebene Brutplätze Namen tragen wie Uhufelsen, Am Schuwutt oder Uhulegge. Im NSG „Hönnetal“ bei Balve im SDauerland heißt der alte Uhubrutplatz bis heute ebenfalls Uhufelsen oder Uhuwand. Der alte Horstplatz selbst wird Uhuloch und der Eisenbahntunnel in der Nähe Uhutunnel genannt.
Der Uhu war einst in Mitteleuropa weit verbreitet. Seine Rufe („Geschrei“) waren im Volk so bekannt, dass noch heute zahlreiche, inzwischen längst aufgegebene Brutplätze Namen tragen wie Uhufelsen, Am Schuwutt oder Uhulegge. Im NSG „Hönnetal“ bei Balve im Sauerland heißt der alte Uhubrutplatz bis heute ebenfalls Uhufelsen oder Uhuwand. Der alte Horstplatz selbst wird Uhuloch und der Eisenbahntunnel in der Nähe Uhutunnel genannt.


== Kennzeichen==
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== Quelle==
== Quelle==
*[http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=105320 Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892]
*[http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=105320 Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892]
AEBISCHER, A. (2003): Dispersion und Mortalität junger Uhus (Bubo bubo)
*AEBISCHER, A. (2003): Dispersion und Mortalität junger Uhus (Bubo bubo)
untersucht mittels Radio- und Satelliten-Telemetrie. AG EULEN (Hrsg.):
untersucht mittels Radio- und Satelliten-Telemetrie. AG EULEN (Hrsg.):
Internationales Symposium Dornbirn 2003: Ökologie und Schutz europäischer
Internationales Symposium Dornbirn 2003: Ökologie und Schutz europäischer
Eulen, 24. (Abstract).
Eulen, 24. (Abstract).
ASMUSSEN, R. (2002): Nistkasten-Programm soll Uhu-Bruten stützen und
*ASMUSSEN, R. (2002): Nistkasten-Programm soll Uhu-Bruten stützen und
Beitrag zur „Friedenssicherung“ unter Ornithologen leisten. EulenWelt
Beitrag zur „Friedenssicherung“ unter Ornithologen leisten. EulenWelt
2, 8-9.
2, 8-9.
BAUER H. G. & P. BERTHOLD (1996): Die Brutvögel Mitteleuropas - Bestand
*BAUER H. G. & P. BERTHOLD (1996): Die Brutvögel Mitteleuropas - Bestand
und Gefährdung. Wiesbaden.
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BAYERISCHES LANDESAMT FÜR UMWELTSCHUTZ. (2001): Der Steinbruch als
*BAYERISCHES LANDESAMT FÜR UMWELTSCHUTZ. (2001): Der Steinbruch als
Sekundärbiotop. Merkblätter zur Landschaftspflege und zum Naturschutz,
Sekundärbiotop. Merkblätter zur Landschaftspflege und zum Naturschutz,
6. Augsburg.
6. Augsburg.
BENECKE, W. (1916): Die Schutz- und Hege-Prämien der „Blätter“. Blätter
*BENECKE, W. (1916): Die Schutz- und Hege-Prämien der „Blätter“. Blätter
Naturschutz Heimatpflege 2, 5-6.
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BERGERHAUSEN, W. & K. RADLER (1989): Bilanz der Wiedereinbürgerung
*BERGERHAUSEN, W. & K. RADLER (1989): Bilanz der Wiedereinbürgerung
des Uhus (Bubo bubo) in der Bundesrepublik Deutschland. Natur u. Landschaft
des Uhus (Bubo bubo) in der Bundesrepublik Deutschland. Natur u. Landschaft
64, 157-161.
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BERGERHAUSEN, W. (1994 a): Wiederansiedlung des Uhus (Bubo bubo) in
*BERGERHAUSEN, W. (1994 a): Wiederansiedlung des Uhus (Bubo bubo) in
den nordwestdeutschen Mittelgebirgen. Eulen-Rundblick 40/41, 23-28.
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BERGERHAUSEN, W. (1994 b): Klangattrappe zur Uhubestandserhebung –
*BERGERHAUSEN, W. (1994 b): Klangattrappe zur Uhubestandserhebung –
Sinn oder Unsinn? Eulen-Rundblick 40/41, 49.
Sinn oder Unsinn? Eulen-Rundblick 40/41, 49.
BERGERHAUSEN, W. (1997): Schutz-Zonen für den Uhu (Bubo bubo). Eulen-
*BERGERHAUSEN, W. (1997): Schutz-Zonen für den Uhu (Bubo bubo). Eulen-
Rundblick 46, 17-20.
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BERNSHAUSEN, F., J. KREUZIGER, K. RICHARZ, H. SAWITZKY & D. UHLER
*BERNSHAUSEN, F., J. KREUZIGER, K. RICHARZ, H. SAWITZKY & D. UHLER
(2000): Vogelschutz an Hochspannungsfreileitungen. Naturschutz und
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Landschaftsplanung 32, 373-379.
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BEZZEL, E. & H. SCHÖPF (1986): Anmerkungen zur Bestandsentwicklung
*BEZZEL, E. & H. SCHÖPF (1986): Anmerkungen zur Bestandsentwicklung
des Uhus (Bubo bubo) in Bayern. J. Orn. 127, 217-228.
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BUNZEL-DRÜKE, M., J. DRÜKE & H. VIERHAUS (1993/94): Quaternary Park
*BUNZEL-DRÜKE, M., J. DRÜKE & H. VIERHAUS (1993/94): Quaternary Park
– Überlegungen zu Wald, Mensch und Megafauna. ABU info 17/18, 4-
– Überlegungen zu Wald, Mensch und Megafauna. ABU info 17/18, 4-
38.
38.
BRANDT, T. (2003): Verbreitung, Bestand und Habitatwahl des Uhus (Bubo
*BRANDT, T. (2003): Verbreitung, Bestand und Habitatwahl des Uhus (Bubo
bubo) in Niedersachsen: Ergebnisse einer landesweiten Erfassung 2002.
bubo) in Niedersachsen: Ergebnisse einer landesweiten Erfassung 2002.
Vogelkdl. Ber. Niedersachs. 35. 39-54.
Vogelkdl. Ber. Niedersachs. 35. 39-54.
DALBECK, L. (1994): Zur jahreszeitlichen Ernährung des Uhus (Bubo bubo)
*DALBECK, L. (1994): Zur jahreszeitlichen Ernährung des Uhus (Bubo bubo)
in der Nordeifel. Eulen-Rundblick 40/41, 7-14.
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DALBECK, L. (2001): Uhus in Mitteleuropa: Wechselvolles Schicksal der
*DALBECK, L. (2001): Uhus in Mitteleuropa: Wechselvolles Schicksal der
größten Eule. Der Falke 48, 196-202.
größten Eule. Der Falke 48, 196-202.
DALBECK, L. (2003): Der Uhu Bubo bubo (L.) in Deutschland –
*DALBECK, L. (2003): Der Uhu Bubo bubo (L.) in Deutschland –
autökologische Analysen an einer wieder angesiedelten Population –
autökologische Analysen an einer wieder angesiedelten Population –
Resümee eines Artenschutzprojekts. Aachen.
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DELGADO, M. D. M., C. MAGGIO, A. A. ALVES, C. E. MUNOZ & V. PENTERIANI
*DELGADO, M. D. M., C. MAGGIO, A. A. ALVES, C. E. MUNOZ & V. PENTERIANI
(2003): Preliminary Data on an Eagle Owl Bubo bubo Population in SW
(2003): Preliminary Data on an Eagle Owl Bubo bubo Population in SW
Spain. BIRDLIFE HUNGARY (Hrsg.): 6 th World Conference on Birds Of
Spain. BIRDLIFE HUNGARY (Hrsg.): 6 th World Conference on Birds Of
Prey and Owls, Hungary, 59-60. (Abstract).
Prey and Owls, Hungary, 59-60. (Abstract).
Del HOYO, J., A. ELLIOTT & J. SARGATAL (1999): Handbook of the Birds of
*Del HOYO, J., A. ELLIOTT & J. SARGATAL (1999): Handbook of the Birds of
the World, Vol. 5., Barcelona
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ENGELMANN, F. (1928 / Nachdr. 1997): Die Raubvögel Europas. Wiesbaden.
*ENGELMANN, F. (1928 / Nachdr. 1997): Die Raubvögel Europas. Wiesbaden.
EPPLE, W. (1987): Uhu – Bubo bubo Linne, 1758. In: HÖLZINGER, J., Die
*EPPLE, W. (1987): Uhu – Bubo bubo Linne, 1758. In: HÖLZINGER, J., Die
73
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Vögel Baden-Württembergs. Stuttgart.
Vögel Baden-Württembergs. Stuttgart.
FELDMANN, R. (1963): Der Uhu in Westfalen. Nat. u. Heimat 23, 19-26.
*FELDMANN, R. (1963): Der Uhu in Westfalen. Nat. u. Heimat 23, 19-26.
FÜRSTENBERG, L. FRHR. V. (1910): Der Uhu in Westfalen. Blätter für Naturschutz
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1, 18-21.
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FÖRSTEL, A. (1983): Bestandsaufstockung des Uhus Bubo bubo in Bayern.
*FÖRSTEL, A. (1983): Bestandsaufstockung des Uhus Bubo bubo in Bayern.
Anz. Orn. Ges. Bayern 22, 145-167.
Anz. Orn. Ges. Bayern 22, 145-167.
FÖRSTEL, A. (1990): Beobachtungen am Uhu Bubo bubo L. im Gehege,
*FÖRSTEL, A. (1990): Beobachtungen am Uhu Bubo bubo L. im Gehege,
Zucht und Auswilderung in Nordbayern. Anz. Orn. Ges. Bayern 29, 1-
Zucht und Auswilderung in Nordbayern. Anz. Orn. Ges. Bayern 29, 1-
22.
22.
FÖRSTEL, A. (1994): Zur Dismigration des Uhus (Bubo bubo). Eulen-
*FÖRSTEL, A. (1994): Zur Dismigration des Uhus (Bubo bubo). Eulen-
Rundblick 40/41, 44.
Rundblick 40/41, 44.
GEMMEKE, H. & G. JOERMANN (1993): Sind Eulen durch Rattenköder gefährdet?
*GEMMEKE, H. & G. JOERMANN (1993): Sind Eulen durch Rattenköder gefährdet?
Eulen-Rundblick 39, 3-7.
Eulen-Rundblick 39, 3-7.
GATTIKER, E. & L. GATTIKER (1989): Die Vögel im Volksglauben. Wiesbaden.
*GATTIKER, E. & L. GATTIKER (1989): Die Vögel im Volksglauben. Wiesbaden.
GESNER, C. (1669 / Nachdr. 1981): Vollkommenes Vogelbuch. Hannover.
*GESNER, C. (1669 / Nachdr. 1981): Vollkommenes Vogelbuch. Hannover.
GLUTZ VON BLOTZHEIM, U. & K. M. BAUER (1980): Handbuch der Vögel
*GLUTZ VON BLOTZHEIM, U. & K. M. BAUER (1980): Handbuch der Vögel
Mitteleuropa. Bd. 9 Columbiformes – Piciformes. Wiesbaden.
Mitteleuropa. Bd. 9 Columbiformes – Piciformes. Wiesbaden.
GÖRNER, M. (1990): Uhu (Bubo bubo) mehrfach als Baumbrüter in Thüringen.
*GÖRNER, M. (1990): Uhu (Bubo bubo) mehrfach als Baumbrüter in Thüringen.
Acta ornithoecologica 2, 190-192.
Acta ornithoecologica 2, 190-192.
GÖRNER, M. (1998): Zur Populationsdynamik des Uhus (Bubo bubo) in
*GÖRNER, M. (1998): Zur Populationsdynamik des Uhus (Bubo bubo) in
Thüringen. Acta ornithoecologica 4, 3-27.
Thüringen. Acta ornithoecologica 4, 3-27.
GÖRNER, M. (2002): Zur Ökologie und zur Schutzproblematik des Uhus
*GÖRNER, M. (2002): Zur Ökologie und zur Schutzproblematik des Uhus
(Bubo bubo). Beiträge zum Natur- und Artenschutz im Landkreis Löbau-
(Bubo bubo). Beiträge zum Natur- und Artenschutz im Landkreis Löbau-
Zittau, 2. Zittauer Fachtagung: Erfahrungen zum Schutz bedrohter Vogelarten
Zittau, 2. Zittauer Fachtagung: Erfahrungen zum Schutz bedrohter Vogelarten
in Felsgebieten, 7-10.
in Felsgebieten, 7-10.
GRITSCHIK, W. W. & A. K. TISHECHKIN (2002): Eagle Owl (Bubo bubo) in
*GRITSCHIK, W. W. & A. K. TISHECHKIN (2002): Eagle Owl (Bubo bubo) in
Belarus: distribution and breeding biology. Subbuteo 5, 3-19. (russ.)
Belarus: distribution and breeding biology. Subbuteo 5, 3-19. (russ.)
HAMANN, C. (2003): Jahresbericht 2002 Uhu. Eulenwelt 3, 5-8.
*HAMANN, C. (2003): Jahresbericht 2002 Uhu. Eulenwelt 3, 5-8.
HENNEMANN, W. (1913): Über den Uhu, Bubo bubo (L.), im Sauerlande
*HENNEMANN, W. (1913): Über den Uhu, Bubo bubo (L.), im Sauerlande
und in benachbarten Gebieten. Ber. Ü. d. Verh. Bot. U. Zool. Ver. Rheinland-
und in benachbarten Gebieten. Ber. Ü. d. Verh. Bot. U. Zool. Ver. Rheinland-
Westf.. 47-52.
Westf.. 47-52.
HERRLINGER, E. (1973): Die Wiedereinbürgerung des Uhus Bubo bubo in
*HERRLINGER, E. (1973): Die Wiedereinbürgerung des Uhus Bubo bubo in
der Bundesrepublik Deutschland. Bonner zool. Monogr. 4.
der Bundesrepublik Deutschland. Bonner zool. Monogr. 4.
ICBP (1964): Working Conference on Birds of Prey and Owls. London.
*ICBP (1964): Working Conference on Birds of Prey and Owls. London.
ISSELBÄCHER, K. & T. ISSELBÄCHER (2001): Windenergieanlagen. In:
*ISSELBÄCHER, K. & T. ISSELBÄCHER (2001): Windenergieanlagen. In:
RICHARZ, K., E. BEZZEL & M. HORMANN: Taschenbuch für Vogelschutz.
*RICHARZ, K., E. BEZZEL & M. HORMANN: Taschenbuch für Vogelschutz.
Wiebelsheim, 128-142.
Wiebelsheim, 128-142.
KLEINSCHMIDT, O. (1934 / Nachdr. 2003): Die Raubvögel der Heimat.
*KLEINSCHMIDT, O. (1934 / Nachdr. 2003): Die Raubvögel der Heimat.
Wiebelsheim.
Wiebelsheim.
KUPRIAN, A. (1982): Bedrohte Arten im ehemaligen Kreis Eisenberg (Fürstentum
*KUPRIAN, A. (1982): Bedrohte Arten im ehemaligen Kreis Eisenberg (Fürstentum
Waldeck) – Fragebogen zur „Naturdenkmalpflege“ 1909 bis
Waldeck) – Fragebogen zur „Naturdenkmalpflege“ 1909 bis
1914. Vogelkdl. Hefte Edertal 8, 78-79.
1914. Vogelkdl. Hefte Edertal 8, 78-79.
KOHLER, A. (1994): Der Uhu im Pfälzerwald – Der Uhu Bubo bubo und
*KOHLER, A. (1994): Der Uhu im Pfälzerwald – Der Uhu Bubo bubo und
sein Rufverhalten im Pfälzischen Wasgau. Natur und Kultur im Wasgau
sein Rufverhalten im Pfälzischen Wasgau. Natur und Kultur im Wasgau
1.
1.
KÖNIG, H. (1967): Die Vogelwelt des Kreises Wittgenstein. Bl.
*LANDESAMT FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ UND GEOLOGIE MECKLENBURG-VORPOMMERN
Wittgensteiner Heimatver. 55, H. 3.
LANDESAMT FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ UND GEOLOGIE MECKLENBURG-VORPOMMERN
(1999): Großvogelschutz im Wald. Schriftenreihe des Landesamtes
(1999): Großvogelschutz im Wald. Schriftenreihe des Landesamtes
für Umwelt, Naturschutz und Geologie. 1.
für Umwelt, Naturschutz und Geologie. 1.
LANZ, U. & T. STAAB (2002): Startschuss – Neues Uhu-Artenhilfsprogramm.
*LANZ, U. & T. STAAB (2002): Startschuss – Neues Uhu-Artenhilfsprogramm.
Vogelschutz 2, 30-31.
Vogelschutz 2, 30-31.
LEDITZNIG. C. (1999): Zur Ökologie einer Uhupopulation im Südwesten
*LEDITZNIG. C. (1999): Zur Ökologie einer Uhupopulation im Südwesten
NÖ’s. Diss. Univ. Bodenkultur, Wien. 203 pp.
NÖ’s. Diss. Univ. Bodenkultur, Wien. 203 pp.
LEDITZNIG, C., W. LEDITZNIG & H. GOSSOW (2001): 15 Jahre Untersuchungen
*LEDITZNIG, C., W. LEDITZNIG & H. GOSSOW (2001): 15 Jahre Untersuchungen
am Uhu (Bubo bubo) im Mostviertel Niederösterreichs – Stand und
am Uhu (Bubo bubo) im Mostviertel Niederösterreichs – Stand und
Entwicklungstendenzen. Egretta 44, 45-73.
Entwicklungstendenzen. Egretta 44, 45-73.
LEMKE, K. (1982): Hüttenjagd. Melsungen.
*LEMKE, K. (1982): Hüttenjagd. Melsungen.
LINDNER, M. (1991): Steinbruchkontrolle auf Uhu- und Wanderfalkenvorkommen.
*LINDNER, M. (1991): Steinbruchkontrolle auf Uhu- und Wanderfalkenvorkommen.
Irrgeister 8/3+4. 12-15.
Irrgeister 8/3+4. 12-15.
LINDNER, M. (1998): Bau von Horstnischen im Hochsauerlandkreis. Jber.
*LINDNER, M. (1998): Bau von Horstnischen im Hochsauerlandkreis. Jber.
AGW-NRW, 11.
AGW-NRW, 11.
LINDNER, M. (2003): Felsen als Sportgerät? – Wieder Fälle illegalen Kletterns
*LINDNER, M. (2003): Felsen als Sportgerät? – Wieder Fälle illegalen Kletterns
im HSK. Irrgeister 19/1, 50-51.
im HSK. Irrgeister 19/1, 50-51.
MEBS, T. (1996): Aktuelle Entwicklungen bei einigen Greifvogel- und
*MEBS, T. (1996): Aktuelle Entwicklungen bei einigen Greifvogel- und
Eulenarten in Deutschland sowie deren Interpretation. Populationsökologie
Eulenarten in Deutschland sowie deren Interpretation. Populationsökologie
Greifvogel- und Eulenarten 3, 25-32.
Greifvogel- und Eulenarten 3, 25-32.
MEBS, T. & W. SCHERZINGER (2000): Die Eulen Europas. Stuttgart
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MEYER, CH. F. (1799): Versuch einiger Naturbeobachtungen des
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MIHELIC, T. (2003): Effect of rock climbing on Eagle owl (Bubo bubo) in
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*PENTERIANI, V., GALLARDO, M., ROCHE, P., & H. CAZASSUS (2001): Effects
of Landscape Spacial Structure and Composition on the Settlement of the
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Eagle Owl Bubo bubo in a Mediterranean Habitat. Ardea 89, 331-340.
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PENTERIANI, V., GALLARDO, M. & H. CAZASSUS (2001): Conspecific density
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PENTERIANI, V. GALLARDO, M. & P. ROCHE (2002): Landscape structure
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and food supply affect eagle owl (Bubo bubo) density and breeding performance:
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a case of intra-population heterogeneity. J. Zool. Lond. 257,
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POSCHLOD, P., U. TRÄNKLE, J. BÖHMER & H. RUHMANN (1997): Steinbrüche
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und Naturschutz – Sukzession und Renaturierung. Landsberg.
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& M. HORMANN. Taschenbuch für Vogelschutz. Wiebelsheim, 303-319.
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RAMMNER, W. (1952): Brehms Tierleben – Dritter Band: Vögel. Leipzig.
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RICHARZ, K. (2001): Freileitungen. In: RICHARZ, K., E. BEZZEL & M.
*RICHARZ, K. (2001): Freileitungen. In: RICHARZ, K., E. BEZZEL & M.
HORMANN: Taschenbuch für Vogelschutz. Wiebelsheim, 116-127.
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ROCKENBAUCH, D. (1998): Der Wanderfalke in Deutschland und den umliegenden
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Gebieten. Bd. 1. Ludwigsburg.
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ROCKENBAUCH, D. (2001): Bubo bubo (Linnaeus, 1758) Uhu. In: HÖLZINGER
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J. & U. MAHLER. Die Vögel Baden-Württembergs, Nicht-Singvögel 3.
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SCHERZINGER, W. (1987): Der Uhu (Bubo bubo L.) im Inneren Bayerischen
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Wald. Anz. Orn. Ges. Bayern 26, 1-51.
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SCHERZINGER, W. (1994): Programmentwurf zur Wiederansiedlung von
*SCHERZINGER, W. (1994): Programmentwurf zur Wiederansiedlung von
Eulen: wann-wo-wie? Eulen-Rundblick 40/41, 14-23.
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SCHMIDT, H. W. (1913): Die Hüttenjagd. Berlin.
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SCHNEIDER, E., H. OELKE & H. GROSS (1989): Die Illusion der Arche Noah.
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*WEINSTEIN, K. (1988): Eulen – Vögel der Nacht in Kunst und Natur. Freiburg.
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== Weblinks ==
== Weblinks ==

Version vom 18. Februar 2012, 12:39 Uhr

Uhu
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Uhu (Bubo bubo)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Eulen (Strigiformes)
Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae)
Gattung: Uhus (Bubo)
Art: Uhu
Wissenschaftlicher Name
Bubo bubo
(Linnaeus, 1758)
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Dr. Malu Celli, Animal Events Presenter im Bristol Zoo, mit Uhu
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Verschiedene Eulen, darunter ein Uhu (Nr.4)
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Der Uhu Bubo bubo gehört zur Ordnung der Eulen (Strigiformes) und gehört zur Gattung der Uhus (Bubo). Der Uhu ist die größte Eulenart weltweit.

Er hat einen großen, breiten, flachen Kopf, einen starken, fast bauchigen Schnabel, dazu große, erektile Ohrbüschel, einen unvollständigen Schleier, schließlich mittellange, stumpfe Flügel und einen kurzen, fast gerade abgeschnittenen Schwanz. Er wird 77 cm lang und 176 cm breit, ist auf der Oberseite dunkel rostgelb, schwarz geflammt, an der Kehle gelblichweiß, auf der Unterseite rostgelb mit schwarzen Längsstreifen; die Ohrbüschel sind schwarz, Schwung- und Schwanzfedern braun und gelb gezeichnet, das Auge ist goldgelb, rötlich gerandet, der Schnabel dunkel blaugrau.

Der Uhu findet sich in Europa, Nord- und Mittelasien, Nordafrika, in großen Waldungen und Gebirgen, in Deutschland besonders im Nordosten und im bayrischen Hochgebirge, bisweilen auch in der Nähe des Menschen, sitzt bei Tag in Felsen oder auf hohen Bäumen, jagt nachts Hasen, Enten, Hühnervögel, Gänse, Raben, Krähen, auch Bussarde und Igel, meist aber Ratten, Mäuse sowie selten Reptilien und Insekten.

Sein dumpfes, weithin hörbares "Buhu" läßt er namentlich in Frühjahrsnächten ertönen. Er nistet im März in Höhlungen, Gebäuden, auf dem flachen Boden, auch im Röhricht, legt 1-4 Eier. Er wird von allen Vögeln gehasst; in Gefangenschaft pflanzt sich auch fort, man benutzt ihn als Lockvogel auf der Jagd.

Namen und Mythologie

Der heutige wissenschaftliche Name des Uhus ist Bubo bubo, früher Bubo maximus. Der Uhu wurde früher auch Schuhu, Buhu, Gauf, Auf, Jutzeule, Huw, Huher, Nachthuri und Adlereule genannt (GESNER 1669, GATTIKER & GATTIKER 1989). Er wurde auch als Großherzog und als König (oder auch Herrscher) der Nacht bezeichnet. Der Name Großherzog leitet sich aus der ihn verfolgenden Schar von Vögeln ab, welche ihn, sollte er sich bei Tag zeigen, umfliegt und auf ihn hasst (GATTIKER & GATTIKER 1989). Die meisten Deutschen dürften heute dem Uhu und den anderen Eulenarten relativ vorurteilsfrei gegenüber stehen. Früher war dies ganz anders: Eulen waren gleichermaßen Gegenstand menschlicher Furcht und Ehrerbietung, Verachtung und Bewunderung. Über fast alle Völker und Kulturen hinweg galten Eulen als Geisterwesen. In der Antike waren Eulen und besonders der Uhu als Nachtvögel Sinnbild für die Unterwelt. Vor allem, wenn er sich in auffälliger Weise bei Tag zeigte, war dies das allerschlimmste Omen und bedeutete Unheil, Hunger, Krieg, Tod und Verderben (GATTIKER & GATTIKER 1989). Sowohl den Römern als auch den Germanen galt er als Schicksalsvogel. Das Muotis-Heer Wotans (auch Odin genannt), der als Menschenvater in Walhall (oder Walhalla) thronte, führte nach der Mythologie der Germanen eine Anführerin auf einem riesigen Uhu an. Das Muotis-Heer, auch „wilde Jagd“ genannt, zog um Mitternacht mit Lärmen, Brausen, Jägerschreien und Hörnerklang herum, wenn das Wetter sich änderte, bei nächtlichem Gewitter und bei Neumond.

Noch im Mittelalter galt der Uhu in Deutschland als todbringender Bote des Teufels. Einige traditionelle Uhubrutplätze heißen seit dieser Zeit z. B. Teufelsley oder Teufelskammer (DALBECK 2001).

Noch im 19. Jahrhundert verkörpert der Uhu bei Schriftstellern wie Goethe nur Düsteres und Trübseliges. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden Eulen zur Abwehr von Dämonen an Scheunentore genagelt (PIECHOCKI 1985). Noch 1952 schreibt RAMMNER: „Sein Geschrei hallt im Walde schauerlich wieder, so dass abergläubischen Leuten die Haare zu Berge stehen.“

In Indien standen die Eulen hingegen für Weisheit und Hilfsbereitschaft (WEINSTEIN 1988). Auch glaubte die Bevölkerung Indiens daran, dass Eulen die Zukunft voraussagen könnten. Indianer-Völker verbinden Eulen mit Tapferkeit, einem scharfen Blick und Jagdglück (ebd.).

Noch im Mittelalter wurden Teile des Uhus in Europa in der Medizin verwendet, denn man schrieb ihnen allerlei Wirkungen zu (GESNER 1669, GATTIKER & GATTIKER 1989). In China werden Uhus und andere Eulen immer noch in der Medizin genutzt. Uhus wurden auch einfach gegessen. In Gesners Vogelbuch von 1669 steht:

„Wann der grosse Berguhu fett ist wird er von etlichen gessen: dann sein Fleisch soll ganz süß un wohlgeschmackt sein wann man ihn recht kochet und wohl zubereitet.“

Der Uhu war einst in Mitteleuropa weit verbreitet. Seine Rufe („Geschrei“) waren im Volk so bekannt, dass noch heute zahlreiche, inzwischen längst aufgegebene Brutplätze Namen tragen wie Uhufelsen, Am Schuwutt oder Uhulegge. Im NSG „Hönnetal“ bei Balve im Sauerland heißt der alte Uhubrutplatz bis heute ebenfalls Uhufelsen oder Uhuwand. Der alte Horstplatz selbst wird Uhuloch und der Eisenbahntunnel in der Nähe Uhutunnel genannt.

Kennzeichen

Rufe

Fortpflanzung

Lebensraum

Brutplatz

Lebensraum

Lebensraum

Lebensraum

Menschliche Verfolgung

Auswilderung von gezüchteten Uhus

Aktuelle Gefährdungen

Schutzmaßnahmen

Quelle

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Weblinks

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