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Weinbau im Oberelsass: Unterschied zwischen den Versionen

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Die [[Rebe]] wurde im Oberelsaß im 3. Jahrhundert von den Römern eingeführt. Bereits [[Plinius]] spricht in seiner ''Historia Naturalis'' vom guten [[Wein]] der [[Sequaner]], eines [[Kelten|keltischen]] Stammes im Oberelsaß. Aus dem 7. Jahrhundert stammen die ersten urkundlichen Belege für den Weinbau. Der Ort [[Rufach]] wird 682 und [[Rappoltsweiler]] sowie [[Gebweiler]] in den Jahren 759 und 794 im Zusammenhang mit dem Weinanbau erwähnt. Zu Beginn des 9. Jahrhunderts wurde bereits Wein aus dem Oberelsaß ausgeführt. Die Haupthandelsplätze für diesen Export waren [[Colmar]], [[Schlettstadt]] und [[Straßburg]]. Es wird berichtet, dass Colmar im 16. Jahrhundert im Jahr durchschnittlich 93.000 Hektoliter Wein verkaufte, der auf der [[Ill]] verschifft wurde. [[Elsass|Elsässer]] Wein ging damals nach [[England]], [[Skandinavien]], [[Norddeutschland]], [[Polen]], [[Bayern]], [[Württemberg]] und in die [[Rhein]]lande.
Die [[Rebe]] wurde im Oberelsaß im 3. Jahrhundert von den Römern eingeführt. Bereits [[Plinius]] spricht in seiner ''Historia Naturalis'' vom guten [[Wein]] der [[Sequaner]], eines [[Kelten|keltischen]] Stammes im Oberelsaß. Aus dem 7. Jahrhundert stammen die ersten urkundlichen Belege für den Weinbau. Der Ort [[Rufach]] wird 682 und [[Rappoltsweiler]] sowie [[Gebweiler]] in den Jahren 759 und 794 im Zusammenhang mit dem Weinanbau erwähnt. Zu Beginn des 9. Jahrhunderts wurde bereits Wein aus dem Oberelsaß ausgeführt. Die Haupthandelsplätze für diesen Export waren [[Colmar]], [[Schlettstadt]] und [[Straßburg]]. Es wird berichtet, dass Colmar im 16. Jahrhundert im Jahr durchschnittlich 93.000 Hektoliter Wein verkaufte, der auf der [[Ill]] verschifft wurde. [[Elsass|Elsässer]] Wein ging damals nach [[England]], [[Skandinavien]], [[Norddeutschland]], [[Polen]], [[Bayern]], [[Württemberg]] und in die [[Rhein]]lande.
Die verbreitetsten Traubensorten waren früher der [[Elbling]] (hier ''Burger'' genannt), der [[Räuschling]] sowie der gelbe, grüne und rote [[Heunisch]]. Bereits früh wurden edle Sorten wie [[Riesling]], [[Traminer]] und [[Muskateller]] gezogen. Der [[Rotwein]]bau wurde im 19. Jahrhundert aufgegeben, da er mit dem [[Frankreich|französischen]] Rotwein nicht konkurrieren konnte. [[J. C. Stolz]] führt in seinem ''Verzeichnis der Traubensorten und Varietäten'' von 1828 sechsunddreißig Sorten an, von denen de Burger, [[Knipperle]] und [[Rheingauer Riesling]] am meisten verbreitet waren. Außerdem nennt er den Räuschling, gelben Heunisch, [[Silvaner]], [[Gutedel]], Traminer und [[Ruländer]]. Als seltene Sorten führt er [[Muskateller]], [[Spätburgunder]] und [[Veltiner]] auf.

Version vom 15. November 2022, 10:12 Uhr

Der Weinbau im Oberelsaß wird von römischer Zeit bis in die Gegenwart betrieben. Weine aus dem Oberelsaß geniesen seit langer Zeit auch einen sehr guten Ruf unter Kennern.

Die Rebe wurde im Oberelsaß im 3. Jahrhundert von den Römern eingeführt. Bereits Plinius spricht in seiner Historia Naturalis vom guten Wein der Sequaner, eines keltischen Stammes im Oberelsaß. Aus dem 7. Jahrhundert stammen die ersten urkundlichen Belege für den Weinbau. Der Ort Rufach wird 682 und Rappoltsweiler sowie Gebweiler in den Jahren 759 und 794 im Zusammenhang mit dem Weinanbau erwähnt. Zu Beginn des 9. Jahrhunderts wurde bereits Wein aus dem Oberelsaß ausgeführt. Die Haupthandelsplätze für diesen Export waren Colmar, Schlettstadt und Straßburg. Es wird berichtet, dass Colmar im 16. Jahrhundert im Jahr durchschnittlich 93.000 Hektoliter Wein verkaufte, der auf der Ill verschifft wurde. Elsässer Wein ging damals nach England, Skandinavien, Norddeutschland, Polen, Bayern, Württemberg und in die Rheinlande.

Die verbreitetsten Traubensorten waren früher der Elbling (hier Burger genannt), der Räuschling sowie der gelbe, grüne und rote Heunisch. Bereits früh wurden edle Sorten wie Riesling, Traminer und Muskateller gezogen. Der Rotweinbau wurde im 19. Jahrhundert aufgegeben, da er mit dem französischen Rotwein nicht konkurrieren konnte. J. C. Stolz führt in seinem Verzeichnis der Traubensorten und Varietäten von 1828 sechsunddreißig Sorten an, von denen de Burger, Knipperle und Rheingauer Riesling am meisten verbreitet waren. Außerdem nennt er den Räuschling, gelben Heunisch, Silvaner, Gutedel, Traminer und Ruländer. Als seltene Sorten führt er Muskateller, Spätburgunder und Veltiner auf.