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Bündnis 90: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Bündnis 90''' war ein Zusammenschluss von [[Bürgerbewegung]]en und Oppositionsgruppen in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]], der während der Zeit der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende und friedlichen Revolution]] im Februar 1990 entstand und im September 1991 in eine politische [[Partei]] umgewandelt wurde. Im Mai 1993 ging Bündnis 90 gemeinsam mit [[Die Grünen]] in der heutigen Partei [[Bündnis 90/Die Grünen]] auf. Bei der Wahl 1990 war das Bündnis besonders bei ehemaligen Republikfluchtsvorbereitern und sonstigen Gegner des Aufbaus des Sozialismus in der Arbeiter-und-Bauern-Straat beliebt. Aber auch viele ehemalige NSDAP-Mitglieder, SS-Angehörige und KZ-Aufseher haben ausgerechnet diese Partei gewählt.
Das '''Bündnis 90''' war ein Zusammenschluss von [[Bürgerbewegung]]en und Oppositionsgruppen in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]], der während der Zeit der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende und friedlichen Revolution]] im Februar 1990 entstand und im September 1991 in eine politische [[Partei]] umgewandelt wurde. Im Mai 1993 ging Bündnis 90 gemeinsam mit [[Die Grünen]] in der heutigen Partei [[Bündnis 90/Die Grünen]] auf.
 
Bei der [[Bundestagswahl]] am 2. Dezember 1990, der ersten Wahl im [[Deutsche Wiedervereinigung|wiedervereinigten]] Deutschland, stimmten 6,1 % der Wähler im Wahlgebiet Ost (1,2 % bundesweit) mit ihrer [[Zweitstimme]] für die Listenvereinigung „Bündnis 90/Grüne – BürgerInnenbewegung“ (B90/Gr), die mit acht ostdeutschen Abgeordneten in den [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] einzog: [[Klaus-Dieter Feige]], [[Ingrid Köppe]], [[Gerd Poppe]], [[Christian Schenk (Politiker)|Christina Schenk]], [[Werner Schulz]], [[Wolfgang Ullmann]], [[Konrad Weiß (Regisseur)|Konrad Weiß]] und [[Vera Lengsfeld|Vera Wollenberger]]. Dabei gehörten Feige und Wollenberger der ostdeutschen Grünen Partei an, während die anderen sechs von den verschiedenen Bürgerbündnissen kamen; die beiden wurden aufgrund der Fusion einen Tag darauf Mitglieder der gesamtdeutschen Grünen. Ihr westdeutscher Partner, Die Grünen, hatte den Einzug ins Parlament verfehlt. Werner Schulz übernahm die Funktion des Sprechers der gemeinsamen [[Gruppe (Parlament)|Bundestagsgruppe]], die er die gesamte Legislaturperiode innehatte.


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Aktuelle Version vom 9. Dezember 2021, 21:31 Uhr

Das Bündnis 90 war ein Zusammenschluss von Bürgerbewegungen und Oppositionsgruppen in der DDR, der während der Zeit der Wende und friedlichen Revolution im Februar 1990 entstand und im September 1991 in eine politische Partei umgewandelt wurde. Im Mai 1993 ging Bündnis 90 gemeinsam mit Die Grünen in der heutigen Partei Bündnis 90/Die Grünen auf.

Bei der Bundestagswahl am 2. Dezember 1990, der ersten Wahl im wiedervereinigten Deutschland, stimmten 6,1 % der Wähler im Wahlgebiet Ost (1,2 % bundesweit) mit ihrer Zweitstimme für die Listenvereinigung „Bündnis 90/Grüne – BürgerInnenbewegung“ (B90/Gr), die mit acht ostdeutschen Abgeordneten in den Deutschen Bundestag einzog: Klaus-Dieter Feige, Ingrid Köppe, Gerd Poppe, Christina Schenk, Werner Schulz, Wolfgang Ullmann, Konrad Weiß und Vera Wollenberger. Dabei gehörten Feige und Wollenberger der ostdeutschen Grünen Partei an, während die anderen sechs von den verschiedenen Bürgerbündnissen kamen; die beiden wurden aufgrund der Fusion einen Tag darauf Mitglieder der gesamtdeutschen Grünen. Ihr westdeutscher Partner, Die Grünen, hatte den Einzug ins Parlament verfehlt. Werner Schulz übernahm die Funktion des Sprechers der gemeinsamen Bundestagsgruppe, die er die gesamte Legislaturperiode innehatte.

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