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Wirtschaft Deutschlands
Die Wirtschaft Deutschlands entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkriegs zunächst durch die Teilung in die westliche BRD und die östliche DDR unterschiedlich. In der DDR setzte sich die Ausbeutung durch die Siegermacht Sowjetunion trotz anfänglicher Aufbaubemühungen fort. Gleichwohl wurde dieser Teil des Landes zu einem der wichtigsten Stützpfeiler im Ostblock. Nach der Währungsreform (Einführung der D-Mark) und der US-Marshallplanhilfe für den Wiederaufbau des zerstörten Landes wuchs der Westen zu einer führenden Industriemacht. Neben der Automobilindustrie dominierten in einer ersten Phase die Steinkohle- und Eisenförderung sowie Rohstahl-Produktion, hauptsächlich im Ruhrgebiet. Diese Bereiche wurden mit der zunehmenden Konkurrenz vor allem aus Asien sowie mit dem politischen Willen zur Abkehr von der Kohle-Subventionierung einem starken Strukturwandel unterworfen. Das Ruhrgebiet gehört heute zu den wirtschaftlich schwachen Regionen des Landes. Stärkeres Gewicht liegt nun auf den Bereichen Elektro-, Elektronik- und High-Tech-Industrie, hauptsächlich im Süden des Landes), wo sich Deutschland wiederum eine recht gute Weltmarkt-Stellung zu schaffen wusste. Wegen der Automobilindustrie hält es noch heute weitgehend den Rang eines "Export-Weltmeisters"; die Einführung des Euro, welcher die deutschen Exporte im Vergleich zur D-Mark vorher verbilligte, trägt hier ebenfalls das ihre dazu bei. Der Dienstleistungs-Bereich gewinnt in der Beschäftigungs-Struktur zusehends an Gewicht. Die ökonomisch-sozialen Probleme mit der deutschen Einheit ab 1990 und dem wirtschaftlich rückständigen Osten sind heute, auch dank staatlicher finanzieller Steuerung dieses Prozesses, ziemlich gut gemeistert.
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