PlusPedia wird derzeit technisch modernisiert. Aktuell laufen Wartungsarbeiten. Für etwaige Unannehmlichkeiten bitten wir um Entschuldigung; es sind aber alle Artikel zugänglich und Sie können PlusPedia genauso nutzen wie immer.

Neue User bitte dringend diese Hinweise lesen:

Anmeldung - E-Mail-Adresse Neue Benutzer benötigen ab sofort eine gültige Email-Adresse. Wenn keine Email ankommt, meldet Euch bitte unter NewU25@PlusPedia.de.

Hinweis zur Passwortsicherheit:
Bitte nutzen Sie Ihr PlusPedia-Passwort nur bei PlusPedia.
Wenn Sie Ihr PlusPedia-Passwort andernorts nutzen, ändern Sie es bitte DORT bis unsere Modernisierung abgeschlossen ist.
Überall wo es sensibel, sollte man generell immer unterschiedliche Passworte verwenden! Das gilt hier und im gesamten Internet.
Aus Gründen der Sicherheit (PlusPedia hatte bis 24.07.2025 kein SSL | https://)

Bei PlusPedia sind Sie sicher: – Wir verarbeiten keine personenbezogenen Daten, erlauben umfassend anonyme Mitarbeit und erfüllen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vollumfänglich. Es haftet der Vorsitzende des Trägervereins.

PlusPedia blüht wieder auf als freundliches deutsches Lexikon.
Wir haben auf die neue Version 1.43.3 aktualisiert.
Wir haben SSL aktiviert.
Hier geht es zu den aktuellen Aktuelle Ereignissen

Männerrecht: Unterschied zwischen den Versionen

Aus PlusPedia
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fmrauch (Diskussion | Beiträge)
Fmrauch (Diskussion | Beiträge)
Jörg Lanz von Liebenfels ist doch Geschichte
Zeile 1: Zeile 1:
{{Inuse}}
{{Inuse}}


'''Männerrecht''' bezeichnet die rechtliche Situation von [[Mann|Männern]].
'''Männerrecht''' bezeichnet die rechtliche Situation von [[Mann|Männern]] und ist ein Thema bei der Diskussion um [[Diskriminierung]].


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Zeile 13: Zeile 13:
Vor allem im 20. Jahrhundert wurden Frauenrecht denen der Männer angepasst, was vorrangig der [[Frauenbewegung]] zugeschrieben wird. In einigen Staaten, z. B. mit [[islam]]isch geprägten Rechtssystemen gab es eine gegenteilige Entwicklung.  
Vor allem im 20. Jahrhundert wurden Frauenrecht denen der Männer angepasst, was vorrangig der [[Frauenbewegung]] zugeschrieben wird. In einigen Staaten, z. B. mit [[islam]]isch geprägten Rechtssystemen gab es eine gegenteilige Entwicklung.  


In den westlichen Ländern wird unter anderem von Sozialwissenschaftlern und Politikern noch eine sogenannte strukturelle [[Diskriminierung]] zu Ungunsten der Frauen gesehen. Gesetze, die diese ausgleichen sollen, und [[Quotenregelung]]en werden von Kritikern teilweise als Benachteiligung der Männern betrachtet. Die Berechtigung dieser Kritik ist [[umstritten]]. Manche Beobachter sehen sie als Versuch, die Forderung von Seiten der Frauen nach [[Gleichberechtigung]] zu unterdrücken. Einer der Ersten, die von der „Notwendigkeit des Männerrechts“ sprachen, war [[Jörg Lanz von Liebenfels]] (1874-1954)
In den westlichen Ländern wird unter anderem von Sozialwissenschaftlern und Politikern noch eine ''sogenannte strukturelle Diskriminierung'' zu Ungunsten der Frauen gesehen. Gesetze, die diese ausgleichen sollen, und [[Quotenregelung]]en werden von Kritikern teilweise als Benachteiligung der Männern betrachtet. Die Berechtigung dieser Kritik ist [[umstritten]]. Manche Beobachter sehen sie als Versuch, die Forderung von Seiten der Frauen nach [[Gleichberechtigung]] zu unterdrücken. Einer der Ersten, die von der „Notwendigkeit des Männerrechts“ sprachen, war [[Jörg Lanz von Liebenfels]] (1874-1954).
 
== Kritik ==
Wenn eine aktuell bestehende strukturelle Diskriminierung zu Ungunsten der Frauen unterstellt wird, stellt sich insofern die Frage, ob es berechtigt ist, diese durch eine aktuelle Gegendiskriminierung der Männer solange auszugleichen, bis die strukturelle Diskriminierung behoben ist. Dafür spräche, dass die strukturelle Diskriminierung schneller überwunden würde. Dagegen spräche, dass es problematisch erscheint, unberechtigte Ungleichbehandlungen der Vergangenheit durch aktuelle Ungleichbehandlungen - nunmehr bezüglich des anderen Geschlechts - ausgleichen zu wollen.  
Wenn eine aktuell bestehende strukturelle Diskriminierung zu Ungunsten der Frauen unterstellt wird, stellt sich insofern die Frage, ob es berechtigt ist, diese durch eine aktuelle Gegendiskriminierung der Männer solange auszugleichen, bis die strukturelle Diskriminierung behoben ist. Dafür spräche, dass die strukturelle Diskriminierung schneller überwunden würde. Dagegen spräche, dass es problematisch erscheint, unberechtigte Ungleichbehandlungen der Vergangenheit durch aktuelle Ungleichbehandlungen - nunmehr bezüglich des anderen Geschlechts - ausgleichen zu wollen.  



Version vom 20. Juli 2024, 23:31 Uhr

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt Achtung! Die Seite wird gerade bearbeitet.
Dieser Artikel oder Abschnitt wird gerade bearbeitet. Um Bearbeitungskonflikte zu vermeiden, warte bitte mit Änderungen, bis diese Markierung entfernt ist. Eine Begründung steht auf der Diskussionsseite, dort kannst du nachfragen oder wende dich an den Bearbeiter auf seiner Diskussionsseite.

Männerrecht bezeichnet die rechtliche Situation von Männern und ist ein Thema bei der Diskussion um Diskriminierung.

Geschichte

Da die überwiegende Mehrzahl der Gesellschaften in den letzten Jahrtausenden als Patriarchat organisiert waren, hatten Männer zumeist mehr Rechte (z. B. Abstimmungsrechte und Wahlrecht) und konnten oft über die der Frauen verfügen, die häufig rechtlich unmündig waren. Über welche Rechte die Männer verfügten, hing jedoch auch sehr stark von ihrem sozialen Status bzw. ihrer Klassen­zugehörigkeit ab.

Der Ausdruck Männerrecht findet sich im Hinblick auf die rechtliche Situation:

  • bei den Germanen, die schon seit dem 17. Jahrhundert in der Diskussion ist (siehe das Buch „imperio mariti in uxorem, Germanice“ von Johann Paul Hebenstreit)
  • während der Französischen Revolution (vgl. dazu den Vortrag „Das Männerrecht der Französischen Revolution“ von Prof. Dr. Wolfgang Schmale, Wien)

Vor allem im 20. Jahrhundert wurden Frauenrecht denen der Männer angepasst, was vorrangig der Frauenbewegung zugeschrieben wird. In einigen Staaten, z. B. mit islamisch geprägten Rechtssystemen gab es eine gegenteilige Entwicklung.

In den westlichen Ländern wird unter anderem von Sozialwissenschaftlern und Politikern noch eine sogenannte strukturelle Diskriminierung zu Ungunsten der Frauen gesehen. Gesetze, die diese ausgleichen sollen, und Quotenregelungen werden von Kritikern teilweise als Benachteiligung der Männern betrachtet. Die Berechtigung dieser Kritik ist umstritten. Manche Beobachter sehen sie als Versuch, die Forderung von Seiten der Frauen nach Gleichberechtigung zu unterdrücken. Einer der Ersten, die von der „Notwendigkeit des Männerrechts“ sprachen, war Jörg Lanz von Liebenfels (1874-1954).

Kritik

Wenn eine aktuell bestehende strukturelle Diskriminierung zu Ungunsten der Frauen unterstellt wird, stellt sich insofern die Frage, ob es berechtigt ist, diese durch eine aktuelle Gegendiskriminierung der Männer solange auszugleichen, bis die strukturelle Diskriminierung behoben ist. Dafür spräche, dass die strukturelle Diskriminierung schneller überwunden würde. Dagegen spräche, dass es problematisch erscheint, unberechtigte Ungleichbehandlungen der Vergangenheit durch aktuelle Ungleichbehandlungen - nunmehr bezüglich des anderen Geschlechts - ausgleichen zu wollen.

Im Moment bestehen Auseinandersetzungen besonders im Bereich des Sorgerechts, des Umgangsrechts und des Unterhaltsrechts. Auch das Thema Wehrpflicht und Gewalt gegen Männer werden aktuell diskutiert.

Literarische Verarbeitung

Der Ausdruck Männerrecht findet sich bereits:

  • im Gedicht „Männerwürde“ von Friedrich Schiller (1782): Schmach dem kombabischen Geschlecht! Die Elenden, sie haben verscherzt ihr hohes Männerrecht, des Himmels beste Gaben.
  • im Gedicht „Für alle“ von Louise Otto (1819-1895): Wo wieder aber ward der Ruf vernommen: „Für alle Freiheit!“ klang es fast wie Hohn, denn für die Männer nur war er gekommen. Im Wettersturm der Revolution. Denn schien auch Joch auf Joch hinweggenommen, und stürzte auch in Trümmer Thron um Thron: Dem Männerrecht nur galt das neue Ringen, das Frauenrecht blieb in den alten Schlingen.

Literatur

  • Johann Paul Hebenstreit: Disp. pol. de imperio mariti in uxorem, Germanice. Vom Männer-Recht. 1689; 1721.
  • Jörg Lanz von Liebenfels: Die Gefahren des Frauenrechts und die Notwendigkeit des Männerrechts. 1929.
  • Sibylle Raasch: Frauenquoten und Männerrechte. 1991.
  • Julia Schmidt-Häuer: Menschenrechte - Männerrechte - Frauenrechte: Gewalt gegen Frauen als Menschenrechtsproblem. 2000.

Andere Lexika

  • Dieser Artikel wurde in der Wikipedia gelöscht.



Erster Autor: FriedhelmW angelegt am 14.12.2005 um 09:48, weitere Autoren: Zaphiro, Sepia, Schwarze Feder, Label5, AnglismenJäger, SDB, 91.7.67.170 , Howwi, KJP, Zollernalb, ChrisHamburg, 217.236.203.101 , JonnyBrazil, Hydro, Jaellee, Aka, 84.177.58.69 , Hetzi, Heinte, Barb, *Hawk* , Linum, Berlin-Jurist, To old, Faber-Castell, MarkGGN, Anorak, Kleiner prinz