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Doping: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Doping''' bedeutet die Einnahme resp. Gabe (vor allem) körperlich leistungsfördernder Substanzen durch Menschen resp. an Tiere. Das geschieht auch im Breitensport, sorgt aber vor allem im Spitzensport immer wieder für Schlagzeilen.
'''Doping''' bedeutet die Einnahme verschiedener Substanzen durch Menschen und Tiere, die der Leistungssteigerung in [[Sport]], vor allem im [[Leistungssport]] dienen sollen.
 
== Geschichte des Dopings==
== Geschichte des Dopings==
* Bereits aus der [[Antike]] wird von wundersamen Substanzen berichtet, die bei Menschen und Tieren übernatürliche Kräfte erzeugt hätten. Die sog. ''Berserker'' etwa hätten die aus dem [[Fliegenpilz]] gewonnene Droge ''Muskarin'' eingenommen.
* Bereits aus der [[Antike]] wird von wundersamen Substanzen berichtet, die bei Menschen und Tieren übernatürliche Kräfte erzeugt hätten. Die sog. ''Berserker'' etwa hätten die aus dem [[Fliegenpilz]] gewonnene Droge ''Muskarin'' eingenommen.
* Aus der neueren Zeit tritt geschichtlich vor allem das Doping an Pferden bei Pferderennen zutage. Das erste bekannte Antidoping-Gesetz für Pferde wurde am 14. Juni 1666 in [[England]] erlassen.
* In der [[Neuzeit]] wurde das Doping vor allem für [[Pferde]]n bei Pferderennen eingesetzt. Das erste bekannte Antidoping-Gesetz für Pferde wurde am 14. Juni 1666 in [[England]] erlassen.
* Bereits 1910 gelang es dem russischen Chemiker ''Bukowski'', aus dem Pferdespeichel diverse [[Alkaloid]]-Substanzen zu isolieren. Er gilt als der Erfinder der Doping-Kontrollen.
* 1910 gelang es dem russischen Chemiker [[Bukowski]], aus dem Pferdespeichel mehrere [[Alkaloid]]-Substanzen zu isolieren. Er gilt auch als der Erfinder der Doping-Kontrollen.
* Einen Höhepunkt erreichte das Pferde-Doping in den 1920er-Jahren im Kontext hoher Pferdewetten-Geldbeträge in den [[USA]]. Man sprach dabei ironisch sogar statt vom "Wettkampf der Pferde" vom "Wettkampf der Doping-Rezepte".
* Einen Höhepunkt erreichte das Pferde-Doping in den 1920er-Jahren im Zusammenhang mit den [[Pferdewette]], bei denen es um hohe Geldbeträge in den [[USA]] ging. Man sprach dabei ironisch sogar statt vom "Wettkampf der Pferde" vom "Wettkampf der Doping-Rezepte".
* Selbst Taubenzüchter waren für ihre Brieftauben-Wettfliegen damals bereits in Doping-Skandale verstrickt.
* Selbst Taubenzüchter waren für ihre Brieftauben-Wettfliegen damals bereits in Doping-Skandale verstrickt.
* Bei den [[Olympische Spiele|Olympischen Spielen]] 1956 in [[Melbourne]] ([[Australien]]) verwendeten Top-Athleten aus Ost und West [[Steroidhormon (Synthese)|Steroid]]-[[Hormon]]e, auch [[Anabolika]] genannt.
* Bei den [[Olympische Spiele|Olympischen Spielen]] 1956 in [[Melbourne]] ([[Australien]]) verwendeten Top-Athleten aus Ost und West [[Steroidhormon (Synthese)|Steroid]]-[[Hormon]]e, auch [[Anabolika]] genannt.
* Sowohl im Pferdesport wie beim Humansport nahmen nach dem zweiten Weltkrieg auch [[Amphetamine]] einen Aufschwung. Das ''Internationale Olympische Komitee'' verbot sie 1972 generell.
* Sowohl im Pferdesport wie beim Humansport nahmen nach dem zweiten Weltkrieg auch [[Amphetamine]] einen Aufschwung. Das ''Internationale Olympische Komitee'' verbot sie 1972 generell.
* Wenngleich auch viele westliche und westdeutsche SportlerInnen auf privater Ebene ebenfalls dopten, sorgte das Staatsdoping im damaligen [[Ostblock]] und darin vor allem der [[DDR]] nachträglich für grössere Schlagzeilen. In der DDR führte dieses staatlich erzwungene Doping bei vielen SportlerInnen nach dem Karriere-Ende zu massiven Gesundheitsschäden.
* Wenngleich auch viele westliche und westdeutsche Sportler auf privater Ebene ebenfalls dopten, sorgte das staatlich geförderte Doping im damaligen [[Ostblock]] und darin vor allem der [[DDR]] nachträglich für größere Aufmerksamkeit. In der DDR führte das teilweise staatlich erzwungene Doping bei vielen Sportlern nach dem Karriere-Ende zu massiven Gesundheitsschäden.
* Nachdem in den 1960er Jahren der stark gedopte Brite Tom Simpson während einer Bergetappe der [[Tour de France]] tot vom Rad gefallen war, wurden nach der Jahrhundertwende dem US-Amerikaner [[Lance Armstrong]] mehrere Siege dieser weltweit renommiertesten Rad-Rundfahrt wegen nachgewiesenem Doping aberkannt.
* Nachdem in den 1960er Jahren der stark gedopte Brite [[Tom Simpson]] während einer Bergetappe der [[Tour de France]] tot vom Rad gefallen war, wurden später dem US-Amerikaner [[Lance Armstrong]] mehrere Siege dieser weltweit renommiertesten Rad-Rundfahrt wegen nachgewiesenem Doping aberkannt.
* Auch [[Russland]] geriet in jüngerer Zeit unter erhärteten Verdacht, eine Art Staatsdoping zu betreiben und wurde, obwohl es die russischen Behörden abstritten, von diversen grossen Veranstaltungen de jure ausgeschlossen.
* In [[Westdeutschland]] flammte die Diskussion vor allem nach dem Tod von [[Birgit Dressel]] im Jahr 1987 auf
* Auch [[Russland]] geriet nach dem Ende der [[Sowjetunion]] unter erhärteten Verdacht, eine Art Staatsdoping zu betreiben, und wurde, obwohl es die russischen Behörden abstritten, von mehreren großen, internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen.


==Quelle==
==Literatur==
''Pfeffer im Hintern'', Artikel aus der Zeitschrift "Natürlich" (Schweiz)
''Pfeffer im Hintern'', Artikel aus der Zeitschrift "Natürlich" (Schweiz)


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Doping bedeutet die Einnahme verschiedener Substanzen durch Menschen und Tiere, die der Leistungssteigerung in Sport, vor allem im Leistungssport dienen sollen.

Geschichte des Dopings

  • Bereits aus der Antike wird von wundersamen Substanzen berichtet, die bei Menschen und Tieren übernatürliche Kräfte erzeugt hätten. Die sog. Berserker etwa hätten die aus dem Fliegenpilz gewonnene Droge Muskarin eingenommen.
  • In der Neuzeit wurde das Doping vor allem für Pferden bei Pferderennen eingesetzt. Das erste bekannte Antidoping-Gesetz für Pferde wurde am 14. Juni 1666 in England erlassen.
  • 1910 gelang es dem russischen Chemiker Bukowski, aus dem Pferdespeichel mehrere Alkaloid-Substanzen zu isolieren. Er gilt auch als der Erfinder der Doping-Kontrollen.
  • Einen Höhepunkt erreichte das Pferde-Doping in den 1920er-Jahren im Zusammenhang mit den Pferdewette, bei denen es um hohe Geldbeträge in den USA ging. Man sprach dabei ironisch sogar statt vom "Wettkampf der Pferde" vom "Wettkampf der Doping-Rezepte".
  • Selbst Taubenzüchter waren für ihre Brieftauben-Wettfliegen damals bereits in Doping-Skandale verstrickt.
  • Bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne (Australien) verwendeten Top-Athleten aus Ost und West Steroid-Hormone, auch Anabolika genannt.
  • Sowohl im Pferdesport wie beim Humansport nahmen nach dem zweiten Weltkrieg auch Amphetamine einen Aufschwung. Das Internationale Olympische Komitee verbot sie 1972 generell.
  • Wenngleich auch viele westliche und westdeutsche Sportler auf privater Ebene ebenfalls dopten, sorgte das staatlich geförderte Doping im damaligen Ostblock und darin vor allem der DDR nachträglich für größere Aufmerksamkeit. In der DDR führte das teilweise staatlich erzwungene Doping bei vielen Sportlern nach dem Karriere-Ende zu massiven Gesundheitsschäden.
  • Nachdem in den 1960er Jahren der stark gedopte Brite Tom Simpson während einer Bergetappe der Tour de France tot vom Rad gefallen war, wurden später dem US-Amerikaner Lance Armstrong mehrere Siege dieser weltweit renommiertesten Rad-Rundfahrt wegen nachgewiesenem Doping aberkannt.
  • In Westdeutschland flammte die Diskussion vor allem nach dem Tod von Birgit Dressel im Jahr 1987 auf
  • Auch Russland geriet nach dem Ende der Sowjetunion unter erhärteten Verdacht, eine Art Staatsdoping zu betreiben, und wurde, obwohl es die russischen Behörden abstritten, von mehreren großen, internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen.

Literatur

Pfeffer im Hintern, Artikel aus der Zeitschrift "Natürlich" (Schweiz)

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