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Nikolaus von Kues: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Nikolaus von Kues''' (* [[1401]] in Kues an der [[Mosel]], heute Bernkastel-Kues; † [[1464]] in [[Todi]], [[Umbrien]]), war ein einflussreicher deutscher [[Theologie|Theologe]] und [[Philosophie|Philosoph]]. | '''Nikolaus von Kues''' (* [[1401]] in Kues an der [[Mosel]], heute Bernkastel-Kues; † [[1464]] in [[Todi]], [[Umbrien]]), war ein einflussreicher deutscher [[Theologie|Theologe]] und [[Philosophie|Philosoph]]. | ||
Er hat z.B. bereits behauptet, dass die Erde im unendlichen [[Universum]] nur ein [[Planet]] unter vielen sei und galt damit der Kirche pro forma bereits als [[Ketzerei|Ketzer]]. | Er hat z.B. bereits behauptet, dass die Erde im unendlichen [[Universum]] nur ein [[Planet]] unter vielen sei und galt damit der Kirche pro forma bereits als [[Ketzerei|Ketzer]]. Er war u.a. der Auffassung, Gott könne nur mit außerweltlichen Begriffen umschrieben werden.<ref name="schib">K. Schib et al.: ''Weltgeschichte'', Band Mittelalter bis Frühneuzeit</ref> | ||
Kues war Sohn eines [[Winzer]]s und Schiffers. Er studierte zuerst in [[Heidelberg]] und [[Padua]] [[Rechtswissenschaft]], widmete sich aber dann in [[Köln]] der Theologie und wurde Priester und später Bischof. Eine wichtige Aufgabe fiel ihm angesichts der [[Osmanisches Reich|osmanischen]] Bedrohung des [[Abendland]]es in der Überzeugungsarbeit gegenüber dem [[Byzanz|byzantinischen Kaiser]] und seinen [[Patriarch]]en zu, den Papst als "Nachfolger des [[Simon Petrus]]" und Haupt der ''gesamten'' Kirche anzuerkennen, d.h. das [[Schisma]] des 11. Jahrhunderts dieser beiden Kirchen rückgängig zu machen. Und tatsächlich schien dies [[1439]] auf dem [[Konzil in Ferrara]] in Form eines Abkommens zu gelingen. Aber dessen Umsetzung scheiterte dann am großen Widerstand der Bevölkerung in Byzanz und [[Russland]], so dass die Kirchen bis heute getrennt blieben. 1452 verlangte der Kardinal bei seinem Aufenthalt in [[Frankfurt am Main]], dass der Stadtrat auf die Einhaltung der kirchlichen [[Kleiderordnung]] für [[Juden]] zu achten hatte. Die osmanische Eroberung des bis dahin durch und durch christlichen [[Konstantinopel]] im Jahr [[1453]] scheint Kues stark erschüttert zu haben.<ref name="schib" /> | Kues war Sohn eines [[Winzer]]s und Schiffers. Er studierte zuerst in [[Heidelberg]] und [[Padua]] [[Rechtswissenschaft]], widmete sich aber dann in [[Köln]] der Theologie und wurde Priester und später Bischof. Er wurde 1448 er vom Papst zum Kardinal und 1450 zum Bischof von Brixen ernannt. 1451 und 1452 bereiste er als päpstlicher Legat große Teil von Deutschland und den [[Niederlande]]n und wirkte dabei mit großem Eifer uns selbstloser Gesinnung für eine Reform der Kirche durch Visitationen, Abhaltung von Synoden sowie Neuorganisationen von Klöster und Stiften. Dabei predigte der bescheidene und alle äußeren Ehrungen abweisende Gottesmann den Menschen. Da er eine Reihe von Kirchenämtern auf sich vereinigte, erwarb er sich ein bedeutendes Vermögen, welches er aber vollständig zwei großen Stiftungen in Cues an der Mosel und in den Niederlanden zukommen ließ. | ||
Eine wichtige Aufgabe fiel ihm angesichts der [[Osmanisches Reich|osmanischen]] Bedrohung des [[Abendland]]es in der Überzeugungsarbeit gegenüber dem [[Byzanz|byzantinischen Kaiser]] und seinen [[Patriarch]]en zu, den Papst als "Nachfolger des [[Simon Petrus]]" und Haupt der ''gesamten'' Kirche anzuerkennen, d.h. das [[Schisma]] des 11. Jahrhunderts dieser beiden Kirchen rückgängig zu machen. Und tatsächlich schien dies [[1439]] auf dem [[Konzil in Ferrara]] in Form eines Abkommens zu gelingen. Aber dessen Umsetzung scheiterte dann am großen Widerstand der Bevölkerung in Byzanz und [[Russland]], so dass die Kirchen bis heute getrennt blieben. 1452 verlangte der Kardinal bei seinem Aufenthalt in [[Frankfurt am Main]], dass der Stadtrat auf die Einhaltung der kirchlichen [[Kleiderordnung]] für [[Juden]] zu achten hatte. Die osmanische Eroberung des bis dahin durch und durch christlichen [[Konstantinopel]] im Jahr [[1453]] scheint Kues stark erschüttert zu haben.<ref name="schib" /> | |||
== Siehe auch == | == Siehe auch == | ||
*[[Theologie und exakte Wissenschaften]] (Aufsatz von [[Leo Allmann]]) | *[[Theologie und exakte Wissenschaften]] (Aufsatz von [[Leo Allmann]]) | ||
Version vom 16. November 2021, 13:59 Uhr
| 😃 Profil: Nikolaus von Kues | ||
|---|---|---|
| Namen | Nikolaus Chrifftz; lateinisch Nikolaus Cusanus; deutsch Nikolaus Krebs; italienisch Nicolaus de Cusa | |
| Beruf | Kardinal und Universalgelehrter | |
| Persönliche Daten | ||
| Geburtsdatum | 1401[1] | |
| Geburtsort | Kues an der Mosel (heute Bernkastel-Kues) | |
| Sterbedatum | 11. August 1464 | |
| Sterbeort | Todi, Umbrien | |
Nikolaus von Kues (* 1401 in Kues an der Mosel, heute Bernkastel-Kues; † 1464 in Todi, Umbrien), war ein einflussreicher deutscher Theologe und Philosoph.
Er hat z.B. bereits behauptet, dass die Erde im unendlichen Universum nur ein Planet unter vielen sei und galt damit der Kirche pro forma bereits als Ketzer. Er war u.a. der Auffassung, Gott könne nur mit außerweltlichen Begriffen umschrieben werden.[2]
Kues war Sohn eines Winzers und Schiffers. Er studierte zuerst in Heidelberg und Padua Rechtswissenschaft, widmete sich aber dann in Köln der Theologie und wurde Priester und später Bischof. Er wurde 1448 er vom Papst zum Kardinal und 1450 zum Bischof von Brixen ernannt. 1451 und 1452 bereiste er als päpstlicher Legat große Teil von Deutschland und den Niederlanden und wirkte dabei mit großem Eifer uns selbstloser Gesinnung für eine Reform der Kirche durch Visitationen, Abhaltung von Synoden sowie Neuorganisationen von Klöster und Stiften. Dabei predigte der bescheidene und alle äußeren Ehrungen abweisende Gottesmann den Menschen. Da er eine Reihe von Kirchenämtern auf sich vereinigte, erwarb er sich ein bedeutendes Vermögen, welches er aber vollständig zwei großen Stiftungen in Cues an der Mosel und in den Niederlanden zukommen ließ.
Eine wichtige Aufgabe fiel ihm angesichts der osmanischen Bedrohung des Abendlandes in der Überzeugungsarbeit gegenüber dem byzantinischen Kaiser und seinen Patriarchen zu, den Papst als "Nachfolger des Simon Petrus" und Haupt der gesamten Kirche anzuerkennen, d.h. das Schisma des 11. Jahrhunderts dieser beiden Kirchen rückgängig zu machen. Und tatsächlich schien dies 1439 auf dem Konzil in Ferrara in Form eines Abkommens zu gelingen. Aber dessen Umsetzung scheiterte dann am großen Widerstand der Bevölkerung in Byzanz und Russland, so dass die Kirchen bis heute getrennt blieben. 1452 verlangte der Kardinal bei seinem Aufenthalt in Frankfurt am Main, dass der Stadtrat auf die Einhaltung der kirchlichen Kleiderordnung für Juden zu achten hatte. Die osmanische Eroberung des bis dahin durch und durch christlichen Konstantinopel im Jahr 1453 scheint Kues stark erschüttert zu haben.[2]
Siehe auch
- Theologie und exakte Wissenschaften (Aufsatz von Leo Allmann)
| Vorgänger |
Bischof von Brixen 1450–1464 |
Nachfolger |
Weblinks
- Literatur von und über Nikolaus von Kues im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Rolf Schönberger (Hrsg.): Nicolaus Cusanus. In: Alcuin. Infothek der Scholastik (Regensburg)
Einzelnachweise
Vergleich zu Wikipedia
| Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt | Dieser Artikel mit der Nummer 89531532 wurde am 2. Juni 2011 in die Liste der exzellenten Artikel in der deutschen Wikipedia aufgenommen. |