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* Auch heute noch werden viele Kunstwerke aus Afrika gestohlen und illegal an reiche europäische oder US-amerikanische Sammler verkauft. <ref>Sidney Littlefield Kasfir: ''African art and the colonial encounter'', Indiana University Press, 2007, S. 89 und 226 ff.</ref>
* Auch heute noch werden viele Kunstwerke aus Afrika gestohlen und illegal an reiche europäische oder US-amerikanische Sammler verkauft. <ref>Sidney Littlefield Kasfir: ''African art and the colonial encounter'', Indiana University Press, 2007, S. 89 und 226 ff.</ref>
* Man fragt sich, warum es kaum eine öffentliche Diskussion zu diesen Verbrechen gibt. Ein großangelegtes Projekt zur Rückgabe der gestohlenen Kunstwerke existiert nicht.
* Man fragt sich, warum es kaum eine öffentliche Diskussion zu diesen Verbrechen gibt. Ein großangelegtes Projekt zur Rückgabe der gestohlenen Kunstwerke existiert nicht.
* Aufschlussreich ist eine Vergleich des medialen Interesses in Bezug auf ''Afrikanische Beutekunst'' im Vergleich mit Kunstobjekten, die Juden im Rahmen der NS-Herrschaft gestohlen wurden. Im Kontext der Enteignung [[Judentum|jüdischer]] Kunstsammlungen (siehe den Hype um die ''Gurlitt-Sammlung'') oder NS-Beutekunst wird in Deutschland jedes Detail medial extrem hochgespielt und im deutschen Fernsehen ausführlich durchdiskutiert. Zu Entschädigungszahlungen oder Rückgabe ist man schnell bereit. Das Themenfeld der den Afrikanern gestohlenen Kunstwerke interessiert dagegen kaum jemand, und findet in den Medien nicht statt. An eine Rückgabe oder Entschädigung denkt niemand. Dafür sind verschiedene Faktoren ausschlaggebend:
* Aufschlussreich ist eine Vergleich des medialen Interesses in Bezug auf ''Afrikanische Beutekunst'' im Vergleich mit Kunstobjekten, die Juden im Rahmen der NS-Herrschaft gestohlen wurden. Im Kontext der Enteignung [[Judentum|jüdischer]] Kunstsammlungen (siehe den Hype um die ''[[Schwabinger Kunstfund|Gurlitt-Sammlung]]'') oder [[NS-Beutekunst]] wird in Deutschland jedes Detail medial extrem hochgespielt und im deutschen Fernsehen ausführlich durchdiskutiert. Zu Entschädigungszahlungen oder Rückgabe ist man schnell bereit. Das Themenfeld der den Afrikanern gestohlenen Kunstwerke interessiert dagegen kaum jemand, und findet in den Medien nicht statt. An eine Rückgabe oder Entschädigung denkt niemand. Dafür sind verschiedene Faktoren ausschlaggebend:
** Die Afrikaner sind nicht so gut organisiert wie die Juden in [[Israel]] und den USA. Sie haben keine so starke Lobby wie die vor allem in den USA sehr gut vernetzten Juden.
** Die Afrikaner sind nicht so gut organisiert wie die Juden in [[Israel]] und den USA. Sie haben keine so starke Lobby wie die vor allem in den USA sehr gut vernetzten Juden.
** Außerdem konnten sich die Afrikaner nicht so gut als medial anerkannte Opfergruppe hochstilisieren wie die Juden.
** Außerdem konnten sich die Afrikaner nicht so gut als medial anerkannte Opfergruppe hochstilisieren wie die Juden.
Ab Ende des 15. Jahrhunderts wurde Afrika zunehmend von europäischen Mächten dominiert.
Die schlimmste Knechtung des Kontinents durch Europa begann aber erst im 19. Jahrhundert.
Im diesem Rahmen stahlen die Kolonialmächte auch viele Kunstwerke aus Afrika.
Wahlweise beschwatzte man lokale Herscher und tauschte wertvolle Kunstgegenstände gegen nutzlosen und wertlosen europäischen Tand. In anderen Fällen stahl man die Kunstgegenstände einfach.
So landeten sehr viele, teilweise extrem wertvolle Kunstgegenstände in europäischen Mussen oder bei Privatleuten aus Europa und den USA.
Der Diebstahl begann in Ägypten zur Zeit Napoleons mit der Plünderung altägyptischer Kunstwerke durch die Franzosen und später die Briten. Einige gestohlene altägyptische Kunstwerke befinden sich heute auch in Berliner Museen. [1]
Ein weiteres Beispiel für Kunstraub in Afrika sind die im Jahr 1884 vom damaligen Gouverneur Maximilian Buchner gestohlenen wertvollen Kunstgegenstände aus Kamerun. [2]
Eines der beschämendsten Beispiele für Kunstraub in Afrika ist die berühmte französische Expedition zwischen 1931 und 1933 von Dakar nach Djibouti unter der Leitung von Marcel Griaule. [3]
Vielfach verbarg sich der egoistische Kunstraub durch Europäer auch unter dem wissenschaftlichen und vorgeblich uneigennützigem Deckmantel archäologischer Forschung. [4]
Auch heute noch werden viele Kunstwerke aus Afrika gestohlen und illegal an reiche europäische oder US-amerikanische Sammler verkauft. [5]
Man fragt sich, warum es kaum eine öffentliche Diskussion zu diesen Verbrechen gibt. Ein großangelegtes Projekt zur Rückgabe der gestohlenen Kunstwerke existiert nicht.
Aufschlussreich ist eine Vergleich des medialen Interesses in Bezug auf Afrikanische Beutekunst im Vergleich mit Kunstobjekten, die Juden im Rahmen der NS-Herrschaft gestohlen wurden. Im Kontext der Enteignung jüdischer Kunstsammlungen (siehe den Hype um die Gurlitt-Sammlung) oder NS-Beutekunst wird in Deutschland jedes Detail medial extrem hochgespielt und im deutschen Fernsehen ausführlich durchdiskutiert. Zu Entschädigungszahlungen oder Rückgabe ist man schnell bereit. Das Themenfeld der den Afrikanern gestohlenen Kunstwerke interessiert dagegen kaum jemand, und findet in den Medien nicht statt. An eine Rückgabe oder Entschädigung denkt niemand. Dafür sind verschiedene Faktoren ausschlaggebend:
Die Afrikaner sind nicht so gut organisiert wie die Juden in Israel und den USA. Sie haben keine so starke Lobby wie die vor allem in den USA sehr gut vernetzten Juden.
Außerdem konnten sich die Afrikaner nicht so gut als medial anerkannte Opfergruppe hochstilisieren wie die Juden.
Afrika und seine Probleme liegen generell am Rande des medialen Interesses.
Ein vierter Grund ist, dass in Bezug auf Afrikanische Beutekunst eher Länder wie Großbritannien, Frankreich oder Portugal und nicht die Deutschen die Täter sind. Dies widerspricht dem weltweit beliebten Schemata, dass die Deutschen immer die Täter und die "Bösen" sind.
Der Raub von Kunstwerken aus Afrika und deren Ausstellung in Europa scheint auch heute noch für das öffentliche Bewusstsein in Europa und auch Deutschland im Gegensatz zu geraubter jüdischer Kunst kein Problem zu sein. [6]
Ein erschreckendes Beispiel für diese europazentrierte und linkslastige sowie deutschfeindliche Darstellung des Themas ist der deuschsprachige Zweig der Wikipedia. Im Artikel "Beutekunst" der Wikipedia wird fast nur Kunstraub durch Deutsche im Zweiten Weltkrieg abgehandelt. Der Kunstraub in Afrika wird im Artikel mit keinem einzigen Wort thematisiert. Einen eigenen Artikel "Afrikanische Beutekunst" gibt es in der Wikipedia auch nicht. [7]
Inzwischen wird die Rückgabe von Kunstwerken an Afrika speziell von Afrikanern auch international eingebracht. So meinte Abdou Diouf, der Generalsekretär der Internationalen Organisation der Frankofonie u.a.:
"Die Frage der Rückerstattung, die häufig in polemischem Ton vorgebracht wird, muss vernünftig angegangen werden, wie es im Übrigen auch die im Dezember 2002 von der UNO verabschiedete Resolution ,Rückgabe oder Rückerstattung von Kulturgut an die Ursprungsländer' fordert."[8]Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehltDer Manikongo Nzinga a Nkuwu (João I.)
Die Präambel der Resolution 42/7 der Vereinten Nationen stellt fest:
"Die Rückgabe von für sie in geistiger und kultureller Hinsicht grundlegend wertvollem Kulturgut an die Ursprungsländer ist von wesentlicher Bedeutung für die betroffenen Völker, als sie repräsentative Sammlungen ihres kulturellen Erbes zusammenstellen können."
Von Großbritannien verlangt Äthiopien die Rückgabe der Kulturgüter, die 1868 nach der Belagerung von Magdala geraubt wurden.
Die Nachkommen von Béhanzin, dem 1892 von Frankreich gestürzten letzten König von Abomey in der heutigen Republik Benin fordern durch eine schriftliche Anfrage an die französische Regierung im November 2005 die Rückerstattung des königlichen Schatzes, der heute im Musée du quai Branly aufbewahrt wird.
In jüngster Zeit wird, wie beim Bau des Humboldt-Forums in Berlin, vereinzelt Kritik an der Ausstellung von Beutekunst aus Afrika geübt. Dies allerdings nur in Bezug auf Deutschland. Andere Länder, wie bsp. Großbritannien oder Frankreich, wagt in Deutschland niemand wegen dem Diebstahl von Kunstwerken in die Kritik zu nehmen. [9] In anderen Ländern existiert eine kritische Diskussion um Afrikanische Beutekunst praktisch nicht.