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Todah W'Simrah (Musiksammlung von Louis Lewandowski): Unterschied zwischen den Versionen

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Michelle DuPont (Diskussion | Beiträge)
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* Im Jahr 1866 wurde Lewandowski Dirigent in der neuen [[Synagoge]] in der ''Oranienburger Straße'' in [[Berlin]]. Zur Einweihung der [[Orgel]] komponierte er eine ''Hallelujah'' über ''[[Psalm]] 150'' für vierstimmigen, gemischten Chor mit Orgelbegleitung und [[Posaune]]n, [[Triangel]] und [[Pauke]]. Das Stück machte großen Eindruck. Sogar [[Otto von Bismarck]] war anwesend und äußerte sich anerkennend. <ref>Jascha Nemtsov: ''"Ich bin Deutscher, und ich bin Judem eines so shr und so völlig wie das andere" - 200 Jahre deutsch-jüdischen musikalischen Schaffens''; in Elke-Vera Kotowski (Hrsg.): ''Das Kulturerbe deutschsprachiger Juden - Eine Spurensuche in den Ursprungs-, Transit- und Emigrationsländern'', De Gruyter, 2014, S. 160</ref>  
* Im Jahr 1866 wurde Lewandowski Dirigent in der neuen [[Synagoge]] in der ''Oranienburger Straße'' in [[Berlin]]. Zur Einweihung der [[Orgel]] komponierte er eine ''Hallelujah'' über ''[[Psalm]] 150'' für vierstimmigen, gemischten Chor mit Orgelbegleitung und [[Posaune]]n, [[Triangel]] und [[Pauke]]. Das Stück machte großen Eindruck. Sogar [[Otto von Bismarck]] war anwesend und äußerte sich anerkennend. <ref>Jascha Nemtsov: ''"Ich bin Deutscher, und ich bin Judem eines so shr und so völlig wie das andere" - 200 Jahre deutsch-jüdischen musikalischen Schaffens''; in Elke-Vera Kotowski (Hrsg.): ''Das Kulturerbe deutschsprachiger Juden - Eine Spurensuche in den Ursprungs-, Transit- und Emigrationsländern'', De Gruyter, 2014, S. 160</ref>  
* 1871 veröffentlichte Lewandowski dann in Berlin im Verlag ''Bote & Bock'' sein berühmtestes Buch, ''[[Kol Rinnah U´T'fillah (Musiksammlung von Louis Lewandowski)|Kol Rinnah U´T'fillah]]'', einen Zyklus von Kompositionen für Solostimme des [[Chasan|Kantor]]s und ein bzw. zwei [[Chor]]stimmen für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes im Verlaufe eines ganzen Jahres. Mit diesem Werk begründete ''Lewandowski'' seine überregionale Popularität. Das ''Kol Rinnah U´T'fillah'' prägte bald den musikalischen Teil des jüdischen Gottesdienstes der damaligen Zeit im deutschsprachigen Raum wie kein anderes Werk. <ref>Sholom Kalib: ''The Musical Tradition of the Eastern European Synagogue'', Syracus University Press, 2002, S. 74</ref> Das ''Kol Rinnah U´T'fillah'' war die erste Musiksammlung, welche die musikalische Begleitung eines kompletten Gottesdienst zu jedem beliebigen religiösen Anlass ermöglichte.
* 1871 veröffentlichte Lewandowski dann in Berlin im Verlag ''Bote & Bock'' sein berühmtestes Buch, ''[[Kol Rinnah U´T'fillah (Musiksammlung von Louis Lewandowski)|Kol Rinnah U´T'fillah]]'', einen Zyklus von Kompositionen für Solostimme des [[Chasan|Kantor]]s und ein bzw. zwei [[Chor]]stimmen für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes im Verlaufe eines ganzen Jahres. Mit diesem Werk begründete ''Lewandowski'' seine überregionale Popularität. Das ''Kol Rinnah U´T'fillah'' prägte bald den musikalischen Teil des jüdischen Gottesdienstes der damaligen Zeit im deutschsprachigen Raum wie kein anderes Werk. <ref>Sholom Kalib: ''The Musical Tradition of the Eastern European Synagogue'', Syracus University Press, 2002, S. 74</ref> Das ''Kol Rinnah U´T'fillah'' war die erste Musiksammlung, welche die musikalische Begleitung eines kompletten Gottesdienst zu jedem beliebigen religiösen Anlass ermöglichte.
* Im Jahr 1876 veröffentlichte er dann den 1. Band seiner ''Todah W'Simrah'' beim Verlag ''Bote & Bock'' in [[Berlin]].
* Im Jahr 1876 veröffentlichte er dann den 1. Band seiner ''Todah W'Simrah'' beim Verlag ''Bote & Bock'' in [[Berlin]].
* Da die Gesänge im Gegensatz zum ''Kol Rinnah U´T'fillah'' nun vierstimmig sind, hat Lewandowski sie im ''Todah W'Simrah'' umgestaltet. Im Vorwort schreibt er u.a.:
:"Das neue Gebetbuch, die veränderte Gebetsform, die grösseren chorischen Massen und das Hinzutreten der Orgel haben die Umgestaltung vieler Chöre zur Folge gehabt."
* Die Orgelstimme ist nach Aussage Lewandowskis nicht obligat sondern optional. Einstimmige Rezitative und Parlandi, die im ''Kol Rinnah U´T'fillah'' reichlich vorhanden sind, sind im ''Todah W'Simrah'' nur vorhanden, wo sie wegen des Zusammenhangs unumgänglich sind.


== Siehe auch ==
== Siehe auch ==

Version vom 24. Mai 2015, 17:34 Uhr

Das Todah W'Simrah ist eine in den Jahren 1876 und 1882 publizierte Musiksammlung des jüdisch-deutschen Komponisten Louis Lewandowski zur Gestaltung des jüdischen Gottesdienstes.

Details

  • Im Jahr 1866 wurde Lewandowski Dirigent in der neuen Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin. Zur Einweihung der Orgel komponierte er eine Hallelujah über Psalm 150 für vierstimmigen, gemischten Chor mit Orgelbegleitung und Posaunen, Triangel und Pauke. Das Stück machte großen Eindruck. Sogar Otto von Bismarck war anwesend und äußerte sich anerkennend. [1]
  • 1871 veröffentlichte Lewandowski dann in Berlin im Verlag Bote & Bock sein berühmtestes Buch, Kol Rinnah U´T'fillah, einen Zyklus von Kompositionen für Solostimme des Kantors und ein bzw. zwei Chorstimmen für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes im Verlaufe eines ganzen Jahres. Mit diesem Werk begründete Lewandowski seine überregionale Popularität. Das Kol Rinnah U´T'fillah prägte bald den musikalischen Teil des jüdischen Gottesdienstes der damaligen Zeit im deutschsprachigen Raum wie kein anderes Werk. [2] Das Kol Rinnah U´T'fillah war die erste Musiksammlung, welche die musikalische Begleitung eines kompletten Gottesdienst zu jedem beliebigen religiösen Anlass ermöglichte.
  • Im Jahr 1876 veröffentlichte er dann den 1. Band seiner Todah W'Simrah beim Verlag Bote & Bock in Berlin.
  • Da die Gesänge im Gegensatz zum Kol Rinnah U´T'fillah nun vierstimmig sind, hat Lewandowski sie im Todah W'Simrah umgestaltet. Im Vorwort schreibt er u.a.:
"Das neue Gebetbuch, die veränderte Gebetsform, die grösseren chorischen Massen und das Hinzutreten der Orgel haben die Umgestaltung vieler Chöre zur Folge gehabt."
  • Die Orgelstimme ist nach Aussage Lewandowskis nicht obligat sondern optional. Einstimmige Rezitative und Parlandi, die im Kol Rinnah U´T'fillah reichlich vorhanden sind, sind im Todah W'Simrah nur vorhanden, wo sie wegen des Zusammenhangs unumgänglich sind.

Siehe auch

Links und Quellen

Weblinks

Literatur

  • Abraham Zevi Idelsohn: Jewish Music - Its Historical Development, Henry Holt and Company, New York, 1929
  • Jascha Nemtsov und Hermann Simon: Louis Lewandowski - „Liebe macht das Lied unsterblich!“, Hentrich & Hentrich, Berlin 2011

Einzelnachweise

  1. Jascha Nemtsov: "Ich bin Deutscher, und ich bin Judem eines so shr und so völlig wie das andere" - 200 Jahre deutsch-jüdischen musikalischen Schaffens; in Elke-Vera Kotowski (Hrsg.): Das Kulturerbe deutschsprachiger Juden - Eine Spurensuche in den Ursprungs-, Transit- und Emigrationsländern, De Gruyter, 2014, S. 160
  2. Sholom Kalib: The Musical Tradition of the Eastern European Synagogue, Syracus University Press, 2002, S. 74

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Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Todah W'Simrah (Musiksammlung von Louis Lewandowski)) vermutlich nicht.