PlusPedia wird derzeit technisch modernisiert. Aktuell laufen Wartungsarbeiten. Für etwaige Unannehmlichkeiten bitten wir um Entschuldigung; es sind aber alle Artikel zugänglich und Sie können PlusPedia genauso nutzen wie immer.
Neue User bitte dringend diese Hinweise lesen:
Anmeldung - E-Mail-Adresse Neue Benutzer benötigen ab sofort eine gültige Email-Adresse. Wenn keine Email ankommt, meldet Euch bitte unter NewU25@PlusPedia.de.
Hinweis zur Passwortsicherheit:
Bitte nutzen Sie Ihr PlusPedia-Passwort nur bei PlusPedia.
Wenn Sie Ihr PlusPedia-Passwort andernorts nutzen, ändern Sie es bitte DORT bis unsere Modernisierung abgeschlossen ist.
Überall wo es sensibel, sollte man generell immer unterschiedliche Passworte verwenden! Das gilt hier und im gesamten Internet.
Aus Gründen der Sicherheit (PlusPedia hatte bis 24.07.2025 kein SSL | https://)
Bei PlusPedia sind Sie sicher: – Wir verarbeiten keine personenbezogenen Daten, erlauben umfassend anonyme Mitarbeit und erfüllen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vollumfänglich. Es haftet der Vorsitzende des Trägervereins.
PlusPedia blüht wieder auf als freundliches deutsches Lexikon.
Wir haben auf die neue Version 1.43.3 aktualisiert.
Wir haben SSL aktiviert.
Hier geht es zu den aktuellen Aktuelle Ereignissen
Altersarmut: Unterschied zwischen den Versionen
Statistik |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
Der Begriff '''Altersarmut''' stammt aus der [[politikwissenschaft]]lichen und [[sozialwissenschaft]]lichen Diskussion in Deutschland. Er wurde vor allem von dem kulturell-links orientierten Politikwissenschaftler [[Christoph Butterwegge]] geprägt. Er bezieht sich dabei auf die Teilprivatisierung der Altersvorsorge (Einführung der „[[Riester-Rente]]“), die „[[Agenda 2010]]“ und die Gesundheitsreform; durch diese Politik würde die Armut vergrößert.<ref>[https://www.tagesschau.de/inland/meldung92814.html ''Sozialwissenschaftler zur Armutsdebatte''.] Tagesschau vom 17. Oktober 2006.</ref> Im Gegensatz zur sogenannten [[Kinderarmut]] war die Altersarmut in Deutschland um die Jahrtausendwende rückläufig: von 13,3 Prozent 1998 auf 11,4 Prozent im Jahr 2003. Längerfristig wird ein Wiederanstieg erwartet, weil infolge der [[Rentenreform]] viele Menschen wegen [[Teilzeitarbeit]], [[Geringfügige Beschäftigung|geringfügiger Beschäftigung]], langer [[Arbeitslosigkeit]] oder langer [[Studienzeit]] niedrigere Renten bekommen werden. Inzwischen nimmt die Altersarmut wieder zu: 2006 war jeder zehnte Ruheständler von Altersarmut bedroht, und 2013 war es jeder siebte.<ref name="bertelsmann-2015-10-12">{{Internetquelle |url=https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2015/oktober/altersarmut-steigt-in-deutschland-weiter-an/ |titel=Das Risiko für Altersarmut steigt in Deutschland weiter an |hrsg=[[Bertelsmann Stiftung]] |datum=2015-10-12 |zugriff=2016-11-06}}</ref> ''Altersarmut'' ist aber auch ein [[subjektiver Begriff]], weil die gezahlte Rente meist niedriger als das bisherige [[Nettoeinkommen]] ist und die | Der Begriff '''Altersarmut''' stammt aus der [[politikwissenschaft]]lichen und [[sozialwissenschaft]]lichen Diskussion in Deutschland. Er wurde vor allem von dem kulturell-links orientierten Politikwissenschaftler [[Christoph Butterwegge]] geprägt. Er bezieht sich dabei auf die Teilprivatisierung der Altersvorsorge (Einführung der „[[Riester-Rente]]“), die „[[Agenda 2010]]“ und die Gesundheitsreform; durch diese Politik würde die Armut vergrößert.<ref>[https://www.tagesschau.de/inland/meldung92814.html ''Sozialwissenschaftler zur Armutsdebatte''.] Tagesschau vom 17. Oktober 2006.</ref> Im Gegensatz zur sogenannten [[Kinderarmut]] war die Altersarmut in Deutschland um die Jahrtausendwende rückläufig: von 13,3 Prozent 1998 auf 11,4 Prozent im Jahr 2003. Längerfristig wird teilweise ein Wiederanstieg erwartet, weil infolge der [[Rentenreform]] viele Menschen wegen [[Teilzeitarbeit]], [[Geringfügige Beschäftigung|geringfügiger Beschäftigung]], langer [[Arbeitslosigkeit]] oder langer [[Studienzeit]] niedrigere Renten bekommen werden. Inzwischen nimmt die Altersarmut wieder zu: 2006 war jeder zehnte Ruheständler von Altersarmut bedroht, und 2013 war es jeder siebte.<ref name="bertelsmann-2015-10-12">{{Internetquelle |url=https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2015/oktober/altersarmut-steigt-in-deutschland-weiter-an/ |titel=Das Risiko für Altersarmut steigt in Deutschland weiter an |hrsg=[[Bertelsmann Stiftung]] |datum=2015-10-12 |zugriff=2016-11-06}}</ref> ''Altersarmut'' ist aber auch ein [[subjektiver Begriff]], weil die gezahlte Rente meist niedriger als das bisherige [[Nettoeinkommen]] ist und die viele Menschen daher glauben, ihren [[Lebensstandard]] nicht halten zu können. Hinzu kommt, dass alte Menschen häufig auch nach dem Tod des Partners in der großen [[Wohnung]] bleiben, obwohl die Kosten für die Einzelperson teilweise nicht viel geringer sind. In der [[Statistik]] ist selbst genutztes [[Wohneigentum]] bisher nicht berücksichtigt,<ref name="bertelsmann-2015-10-12" /> während weitere Einkünfte wie Zinsen, Dividenden, Mieten oder Pachteinkünfte, Tantiemen o. ä. erfasst werden.<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Relative_Armut#Altersarmut</ref> Dagegen entfallen nach dem Ende des Erwerbslebens viele Ausgaben und es steht mehr freie Zeit zur Verfügung. Einige Altersgruppen sind trotz relativ niedriger Rente mit ihrem Lebensstandard zufrieden oder können aufgrund gestiegener [[Lebenserwartung]] sogar noch weiter Einkommen erwirtschaften. | ||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
Version vom 4. August 2024, 07:20 Uhr
Der Begriff Altersarmut stammt aus der politikwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Diskussion in Deutschland. Er wurde vor allem von dem kulturell-links orientierten Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge geprägt. Er bezieht sich dabei auf die Teilprivatisierung der Altersvorsorge (Einführung der „Riester-Rente“), die „Agenda 2010“ und die Gesundheitsreform; durch diese Politik würde die Armut vergrößert.[1] Im Gegensatz zur sogenannten Kinderarmut war die Altersarmut in Deutschland um die Jahrtausendwende rückläufig: von 13,3 Prozent 1998 auf 11,4 Prozent im Jahr 2003. Längerfristig wird teilweise ein Wiederanstieg erwartet, weil infolge der Rentenreform viele Menschen wegen Teilzeitarbeit, geringfügiger Beschäftigung, langer Arbeitslosigkeit oder langer Studienzeit niedrigere Renten bekommen werden. Inzwischen nimmt die Altersarmut wieder zu: 2006 war jeder zehnte Ruheständler von Altersarmut bedroht, und 2013 war es jeder siebte.[2] Altersarmut ist aber auch ein subjektiver Begriff, weil die gezahlte Rente meist niedriger als das bisherige Nettoeinkommen ist und die viele Menschen daher glauben, ihren Lebensstandard nicht halten zu können. Hinzu kommt, dass alte Menschen häufig auch nach dem Tod des Partners in der großen Wohnung bleiben, obwohl die Kosten für die Einzelperson teilweise nicht viel geringer sind. In der Statistik ist selbst genutztes Wohneigentum bisher nicht berücksichtigt,[2] während weitere Einkünfte wie Zinsen, Dividenden, Mieten oder Pachteinkünfte, Tantiemen o. ä. erfasst werden.[3] Dagegen entfallen nach dem Ende des Erwerbslebens viele Ausgaben und es steht mehr freie Zeit zur Verfügung. Einige Altersgruppen sind trotz relativ niedriger Rente mit ihrem Lebensstandard zufrieden oder können aufgrund gestiegener Lebenserwartung sogar noch weiter Einkommen erwirtschaften.
Einzelnachweise
- ↑ Sozialwissenschaftler zur Armutsdebatte. Tagesschau vom 17. Oktober 2006.
- ↑ 2,0 2,1 Das Risiko für Altersarmut steigt in Deutschland weiter an. Bertelsmann Stiftung, 2015-10-12. Abgerufen am 6. November 2016.
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Relative_Armut#Altersarmut
Andere Lexika
Wikipedia kennt dieses Lemma (Altersarmut) vermutlich nicht.
---