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Spacepark Bremen: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Space Park in Bremen''' wurde Anfang der 1990er Jahre von der in [[Wiesbaden]] ansässigen ''Köllmann AG'' als Nachnutzung für das Gelände der ehemaligen Werft [[AG Weser]] zusammen mit dem [[Ocean Park Bremerhaven]] geplant. Die Geschäftsidee war dabei die Verbindung eines [[Freizeitpark]]s mit Einzelhandel und Gastronomie. Die Finanzierung erfolgte mit [[Subvention]]en des Landes Bremen, als Bauherr trat die zur [[Dresdner Bank]] gehörende ''DEGI'' in Erscheinung. Nach der Realisierung in den Jahren 2000 bis 2003 wurde der Freizeitpark am 12. Februar 2004 eröffnet. Es war der erste überdachte Freizeitpark Deutschlands. Die Kosten lagen bei rund 600 Millionen Euro. Hauptthema des Freizeitparks war die [[Raumfahrt]]; daneben waren 40.000 m² Verkaufsfläche, 40 Gastronomiebetriebe und 120 Läden geplant. Jedoch wurden nicht die versprochenen Arbeitsplätze geschaffen – die Mehrheit waren befristete Geringverdiener. Der Space Park wurde aufgrund mangelnder Besucherzahlen bereits am 26. September 2004 wieder geschlossen.
Der '''Space Park in Bremen''' wurde Anfang der 1990er Jahre von der in [[Wiesbaden]] ansässigen ''Köllmann AG'' als Nachnutzung für das Gelände der ehemaligen Werft [[AG Weser]] in der Stadt [[Bremen]] zusammen mit dem [[Ocean Park Bremerhaven]] geplant. Die Geschäftsidee war dabei die Verbindung eines [[Freizeitpark]]s mit Einzelhandel und Gastronomie ähnlich einem [[Urban Entertainment Center]]. Im Laufe der Jahre wurde die Planung überarbeitet. Ursprünglich wurden 1600 Arbeitsplätze versprochen. Die Finanzierung erfolgte mit [[Subvention]]en des Landes Bremen, als Bauherr trat die zur [[Dresdner Bank]] gehörende ''DEGI'' in Erscheinung. Nach der Realisierung in den Jahren 2000 bis 2003 wurde der Freizeitpark am 12. Februar 2004 eröffnet. Es war der erste überdachte Freizeitpark Deutschlands. Die Kosten lagen bei rund 600 Millionen Euro. An der Finanzierung war die Dresdner Bank beteiligt. Hauptthema des Freizeitparks war die [[Raumfahrt]]; daneben waren 40.000 m² Verkaufsfläche, 40 Gastronomiebetriebe und 120 Läden geplant. Jedoch wurden nicht die versprochenen Arbeitsplätze geschaffen – die Mehrheit waren befristete Geringverdiener. Der Space Park wurde aufgrund mangelnder Besucherzahlen bereits am 26. September 2004 wieder geschlossen.


== Kritik ==
== Kritik ==
Bereits zu Beginn des Betriebs bezeichnete die [[BILD]]-Zeitung den Freizeitpark als „teuerste Ruine Deutschlands“.<ref>[https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bremens-space-park-schwarzes-loch-an-der-weser-a-295415.html ''Bremens "Space Park": Schwarzes Loch an der Weser''], Bericht in [[Der Spiegel]] am 21. April 2004</ref> Bereits in der Bauphase hatte sich gezeigth, dass der Einzelhandelsbereich stark überdimensioniert war. Es ließen sich keine [[Ankermieter]] gewinnen, so dass bis zur Eröffnung kein Einzelhandel vorhanden war. Die vorhergesagten Besucherzahlen von jährlich 1,3&nbsp;Millionen waren eine Utopie und hätten außerdem zu erheblichen Verkehrsproblemen un der Stadt geführt. Nach Angaben des damaligen Managements gab es nur 2-3 festangestellte Vollzeitmitarbeiter.
Bereits zu Beginn des Betriebs bezeichnete die [[BILD]]-Zeitung den Freizeitpark als „teuerste Ruine Deutschlands“.<ref>[https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bremens-space-park-schwarzes-loch-an-der-weser-a-295415.html ''Bremens "Space Park": Schwarzes Loch an der Weser''], Bericht in [[Der Spiegel]] am 21. April 2004</ref> Schon in der Bauphase hatte sich gezeigt, dass der Einzelhandelsbereich stark überdimensioniert war. Es ließen sich keine [[Ankermieter]] gewinnen, so dass bis zur Eröffnung kein Einzelhandel vorhanden war. Die vorhergesagten Besucherzahlen von jährlich 1,3&nbsp;Millionen waren eine Utopie Nach Angaben des damaligen Managements gab es nur 2-3 festangestellte Vollzeitmitarbeiter. Wirtschaftssenator [[Josef Hattig]] (CDU) hatte 1998 zunächst erklärt: „Würde ich den Sachverhalt heute entscheiden müssen, würde ich nein sagen. Die kaufmännische Größenordnung ist nicht substantiiert genug.“ Doch er ließ sich offenbar umstimmen. Der ''Bremer Ausschuss für Wirtschaftsforschung'' (BAW) prognostizierte sogar 2,3 Millionen Besucher jährlich - das hätte an den Wochenenden zu erheblichen Verkehrsproblemen in der Stadt geführt. Bis zur Fertigstellung kam es immer wieder zu Finanzierungsproblemen. Die ''Köllmann AG'' ging 2003 in die [[Insolvenz]].


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== Weblinks ==
*[https://taz.de/!695501 Chronik] der [[taz]] vom 25. September 2004
*[https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2005/freiheit/grosse-maenner-grosse-haufen Bericht] bei [[brand eins]] 2005
 
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== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
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[[Kategorie:Freizeitpark in Deutschland]]
[[Kategorie:Freizeitpark in Deutschland]]
[[Kategorie:Freizeitpark in Europa]]
[[Kategorie:Bauwerk in Bremen]]

Aktuelle Version vom 31. März 2020, 00:46 Uhr

Der Space Park in Bremen wurde Anfang der 1990er Jahre von der in Wiesbaden ansässigen Köllmann AG als Nachnutzung für das Gelände der ehemaligen Werft AG Weser in der Stadt Bremen zusammen mit dem Ocean Park Bremerhaven geplant. Die Geschäftsidee war dabei die Verbindung eines Freizeitparks mit Einzelhandel und Gastronomie ähnlich einem Urban Entertainment Center. Im Laufe der Jahre wurde die Planung überarbeitet. Ursprünglich wurden 1600 Arbeitsplätze versprochen. Die Finanzierung erfolgte mit Subventionen des Landes Bremen, als Bauherr trat die zur Dresdner Bank gehörende DEGI in Erscheinung. Nach der Realisierung in den Jahren 2000 bis 2003 wurde der Freizeitpark am 12. Februar 2004 eröffnet. Es war der erste überdachte Freizeitpark Deutschlands. Die Kosten lagen bei rund 600 Millionen Euro. An der Finanzierung war die Dresdner Bank beteiligt. Hauptthema des Freizeitparks war die Raumfahrt; daneben waren 40.000 m² Verkaufsfläche, 40 Gastronomiebetriebe und 120 Läden geplant. Jedoch wurden nicht die versprochenen Arbeitsplätze geschaffen – die Mehrheit waren befristete Geringverdiener. Der Space Park wurde aufgrund mangelnder Besucherzahlen bereits am 26. September 2004 wieder geschlossen.

Kritik

Bereits zu Beginn des Betriebs bezeichnete die BILD-Zeitung den Freizeitpark als „teuerste Ruine Deutschlands“.[1] Schon in der Bauphase hatte sich gezeigt, dass der Einzelhandelsbereich stark überdimensioniert war. Es ließen sich keine Ankermieter gewinnen, so dass bis zur Eröffnung kein Einzelhandel vorhanden war. Die vorhergesagten Besucherzahlen von jährlich 1,3 Millionen waren eine Utopie Nach Angaben des damaligen Managements gab es nur 2-3 festangestellte Vollzeitmitarbeiter. Wirtschaftssenator Josef Hattig (CDU) hatte 1998 zunächst erklärt: „Würde ich den Sachverhalt heute entscheiden müssen, würde ich nein sagen. Die kaufmännische Größenordnung ist nicht substantiiert genug.“ Doch er ließ sich offenbar umstimmen. Der Bremer Ausschuss für Wirtschaftsforschung (BAW) prognostizierte sogar 2,3 Millionen Besucher jährlich - das hätte an den Wochenenden zu erheblichen Verkehrsproblemen in der Stadt geführt. Bis zur Fertigstellung kam es immer wieder zu Finanzierungsproblemen. Die Köllmann AG ging 2003 in die Insolvenz.

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