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Deutsche Kolonien: Unterschied zwischen den Versionen

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*[[Deutsch-Ostafrika]] (ab 1885, heute [[Tansania]] (ohne Sansibar), [[Burundi]] und [[Ruanda]] sowie einen kleinen Teil [[Mosambik]]s)
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*[[Westsamoa]] (ab 1900)
*[[Westsamoa]] (ab 1900)
*[[Kiautschou]]
*[[Kiautschou]] (ab 1898, Hauptstadt war [[Tsingtau]])
*[[Deutsch-Neuguinea]] (mit Bismarck-Archipel und Kaiser-Wilhelm-Land, ab 1899)
*[[Deutsch-Neuguinea]] (mit Bismarck-Archipel und Kaiser-Wilhelm-Land, ab 1899)


Der Kolonialerwerb bot aus Bismarcks Sicht keinen wirtschaftlichen Nutzen, denn er schrieb: ''"Ich will auch keine Kolonien. Die sind bloß für Versorgungsposten gut. Diese Kolonialgeschichte wäre für uns genauso wie der seidene Zobelpelz in polnischen Adelsfamilien, die keine Hemden haben."''<ref>Otto von Bismarck, 1871, zitiert nach [[Axel Riehl]]: ''Der "Tanz um den Äquator" - Bismarcks antienglische Bündnispolitik und die Erwartung des Thronwechsels in Deutschland 1883 bis 1885, Duncker & Humblodt, Berlin, 1993, Seite 22</ref> Zudem entstand eine Konkurrenz zu den bestehenden Kolonialmächten wie [[Spanien]] und dem [[Britisches Weltreich|Britischen Weltreich]]. Nach Bismarcks Rücktritt 1890 wurde die Politik fortgesetzt. Doch im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] spielten sie zunehmend eine Rolle. Aufgrund des [[Versailler Vertrag]]es von 1919 wurden sie an andere Staaten abgetreten.
Der Kolonialerwerb bot aus Bismarcks Sicht keinen wirtschaftlichen Nutzen, denn er schrieb: ''"Ich will auch keine Kolonien. Die sind bloß für Versorgungsposten gut. Diese Kolonialgeschichte wäre für uns genauso wie der seidene Zobelpelz in polnischen Adelsfamilien, die keine Hemden haben."''<ref>Otto von Bismarck, 1871, zitiert nach [[Axel Riehl]]: ''Der "Tanz um den Äquator" - Bismarcks antienglische Bündnispolitik und die Erwartung des Thronwechsels in Deutschland 1883 bis 1885'', Duncker & Humblodt, Berlin, 1993, Seite 22</ref> Zudem entstand eine Konkurrenz zu den bestehenden Kolonialmächten wie [[Spanien]] und dem [[Britisches Weltreich|Britischen Weltreich]]. Nach Bismarcks Rücktritt 1890 wurde die Politik fortgesetzt. Doch im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] spielten sie zunehmend eine Rolle. Aufgrund des [[Versailler Vertrag]]es von 1919 wurden sie an andere Staaten abgetreten.


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==

Aktuelle Version vom 16. November 2025, 15:42 Uhr

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Erster Weltkrieg: deutsche Kolonien, Bündnisse und Ereignisse

Deutsche Kolonien entstanden ab 1884 teilweise unter Otto von Bismarck im Kontext des Imperialismus. Sie lagen in Afrika und im Fernen Osten:

Der Kolonialerwerb bot aus Bismarcks Sicht keinen wirtschaftlichen Nutzen, denn er schrieb: "Ich will auch keine Kolonien. Die sind bloß für Versorgungsposten gut. Diese Kolonialgeschichte wäre für uns genauso wie der seidene Zobelpelz in polnischen Adelsfamilien, die keine Hemden haben."[1] Zudem entstand eine Konkurrenz zu den bestehenden Kolonialmächten wie Spanien und dem Britischen Weltreich. Nach Bismarcks Rücktritt 1890 wurde die Politik fortgesetzt. Doch im Ersten Weltkrieg spielten sie zunehmend eine Rolle. Aufgrund des Versailler Vertrages von 1919 wurden sie an andere Staaten abgetreten.

Einzelnachweise

  1. Otto von Bismarck, 1871, zitiert nach Axel Riehl: Der "Tanz um den Äquator" - Bismarcks antienglische Bündnispolitik und die Erwartung des Thronwechsels in Deutschland 1883 bis 1885, Duncker & Humblodt, Berlin, 1993, Seite 22