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Neue Synagoge (Berlin)

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Außenansicht 2019

Die Neue Synagoge in Berlin wurde in den Jahren 1859 bis 1866 nach Entwürfen des Architekten Eduard Knoblauch im orientalisierenden Stil in der historischen Spandauer Vorstadt erbaut. Die Einweihung erfolgte zu Rosch Haschana, am 5. September 1866 – dem 25. Elul 5626 jüdischer Zeitrechnung. Der damalige preußische Ministerpräsident und spätere Reichskanzler Otto von Bismarck war bei der Einweihung anwesend.

Geschichte

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Innenraum der Synagoge
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Blick in die Ruine

In Berlin gab es damals nur eine – später dann „Alte Synagoge“ genannte – Synagoge in der Heidereutergasse, in der Nähe des Hackeschen Marktes in Berlin-Mitte. Diese bot nicht mehr ausreichend Platz. Die Kosten für den Neubau an der Oranienburger Straße waren ursprünglich auf 125.000 Taler geschätzt worden, die sich bis zur Fertigstellung versechsfachten, insgesamt auf 750.000 Taler.

1938 wurde die Synagoge während der Kristallnacht geschändet. In der Nacht vom 9. auf den 10. November brach ein nationalsozialistischer Mob in die Synagoge ein, entweihte die Thora-Schriftrollen, zertrümmerte die Möbel, stapelte den Inhalt, der im Inneren der Synagoge brennen würde, und zündete ihn an. Otto Bellgardt, der in dieser Nacht diensthabende Polizeibeamte des örtlichen Polizeireviers, erschien am Tatort und befahl der Gruppe der Brandstifter, sich aufzulösen. Er erklärte, das Gebäude sei ein geschütztes historisches Wahrzeichen, und er würde das Gesetz, das seinen Schutz fordert, einhalten. Reviervorsteher Wilhelm Krützfeld ermöglichte der Feuerwehr, das Gebäude zu betreten und Feuer zu löschen, bevor es sich auf die Bausubstanz ausbreiten konnte. Somit konnte die Synagoge vor der Zerstörung bewahrt werden; sie wurde später von der Gemeinde repariert, die sie bis 1940 weiter benutzten konnte.

Rezeption

Antisemiten empfanden den Prachtbau mit der goldglänzenden Kuppel als Provokation. Er löste aber auch heftige Diskussionen unter der jüdischen Bevölkerung aus. Liberale Juden äußerten den Einwand, der ungewohnte maurische Baustil betone die Fremdartigkeit der jüdischen Religion und behindere so den angestrebten Integrationsprozess. Konservative Juden meldeten Vorbehalte gegen die verschiedenen Neuerungen im Gottesdienst und in der Innenausstattung an.

Neuere Geschichte

Im Zweiten Weltkrieg brannte das Gebäude aus. Es lag in Ost-Berlin und somit auf dem Gebiet der DDR.[1] 1958 wurde der hintere Teil des Sakralbaus gesprengt. In den Jahren 1988 bis 1993 erfolgte eine teilweise Rekonstruktion, jedoch nur das Vordergebäude wurde wiederaufgebaut. Die Eröffnung erfolgte 1995, jedoch wurde das Gebäude insgesamt nicht wieder als Synagoge eingeweiht. Seitdem werden hier verschiedene Ausstellungen gezeigt.[2]

US-Außenminister Mike Pompeo besuchte am 8. November 2019 die Neue Synagoge und sagte: "Humbled to stand in the Neue Synagogue in what was once East Berlin, on the eve of the 81st anniversary of Pogromnacht, when the synagogue was desecrated. We must acknowledge painful histories so we can ensure that they never happen again."

Pompeo regte anläßlich seines Besuches die vollständige Rekonstruktion, auch des 1958 gesprengten Hinterbaus an.

Vergleich zu Wikipedia




Einzelnachweise

  1. Ermittelt anhand der Karte der innerdeutschen Grenze mit OpenStreetMap
  2. Judith Leister: Wunde und Mahnmal. Die Berliner Neue Synagoge erzählt in ihrer Dauerausstellung die eigene Geschichte und das wechselvolle Schicksal ihrer Gemeinde. In: Neue Zürcher Zeitung. 27. September 2018, S. 22. Abgerufen am 9. November 2019.