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Das Hungertuch (Künstlerpreis)

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Das Hungertuch ist ein Künstlerpreis, der in unterschiedlichen künstlerisch-literarischen Sparten verliehen wird.

Konzeption

Der Künstlerpreis Das Hungertuch wurde 2001 in Düsseldorf ins Leben gerufen. Er wird alle zwei Jahre in erster Linie an Künstler, Literaten und Musiker verliehen, die mit experimentellem Pioniergeist im 21. Jahrhundert in neues künstlerisches Terrain aufbrechen. Die Jury, die aus den bisherigen Preisträgern besteht, verfolgt mit besonderem Interesse künstlerische Ansätze, die sich um die Verschmelzung unterschiedlicher Genres bemühen. Die Idee zu diesem Preis leitet sich vom Brauch des Fastentuchs ab, das während der Fastenzeit in der katholischen Kirche die bildlichen Darstellungen Jesu verhüllt (in der Regel das Kruzifix). Zur körperlichen Buße des Fastens tritt eine seelische. Der Sinnspruch am Hungertuch nagen bezieht sich nicht nur auf materielle Armut, sondern auch auf die als Bedrängnis empfundene Gottferne. Konsequenterweise besteht die Dotierung aus einem künstlerisch gestalteten Hungertuch, das während des Festakts zum Hungertuch-Künstlerpreis verliehen wird.

Dokumentation

Der Künstlerpreis Das Hungertuch wird in der Edition Das Labor dokumentiert.[1] Die Gründer der Edition interessieren sich für Kunst und Literatur, die nicht bloß illustriert, sondern politisch relevant ist. Hier sind Künstler und Literaten am Werk, die sich für Lebensentwürfe und das Zusammenleben interessieren und nicht für standardisierte Wege. Grundlegende Werte dieses Netzwerks sind Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Demokratie, Gleichheit und Solidarität. Die Beteiligten vertrauen auf die ethischen Werte Ehrlichkeit, Offenheit, Sozialverantwortlichkeit sowie intrinsisches Interesse an anderen Menschen. Der Sinn der Edition Das Labor liegt darin, dass sich Künstlergruppen aus unterschiedlichen Regionen zusammenschließen und dem herrschenden Kulturbetrieb etwas Eigenes entgegensetzen.

Preisträger

  • 2001 Barbara Ester (Literatur), Tom Täger (Komposition), Peter Meilchen (Bildende Kunst).
  • 2003 Tom Liwa (Musik), Haimo Hieronymus (Bildende Kunst), Manuel Quero (Choreographie).
  • 2005 Almuth Hickl (Bildende Kunst), Matthias Hagedorn (Essay), Holger Benkel (Lyrik).
  • 2007 Katja Butt (Bildende Kunst), Pia Lund (Musik), A.J. Weigoni (Lyrik).
  • 2009 Thomas Suder (Bildende Kunst), Peter Engstler (Lyrik), Woon–Jung Chei (Kulturvermittlung).
  • 2011 Denise Steger (Bildende Kunst), Joachim Paul (Essay), Eva Kurowski (Musik).
  • 2013 Swantje Lichtenstein (Lyrik), Pyrolator (Musik), Eun-Sik Park (Choreographie), Salon Atelier (Künstlergruppe).
  • 2015 AESTATE (Musik), Holger Küper (Bildende Kunst), Enno Stahl (Literatur).
  • 2017 Roland Bergère (Bildende Kunst), Stan Lafleur (Literatur), Christoph Staude (Musik).
  • 2019 Patricia Brooks (Literatur), Marion Haberstroh (Schauspiel), Frank Michaelis (Musik), Gleb Bas ((Bildende Kunst)

Einzelnachweis

  1. Matthias Hagedorn (Hg.): Das Hungertuch. Dokumentation des Künstlerpreises, Edition Das Labor, Bad Mülheim 2011.

Literatur

Weblinks