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Evita (elektronisches Gesundheitsdossier)

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Das elektronische Gesundheitsdossier Evita ist eine Dienstleistung der Evita AG für den Schweizer Markt. Evita ist ein Online Patienten Dossier (OPD), das die essenziellen Gesundheitsdaten [1] eines Patienten strukturiert an einem Ort zusammenführt und rund um die Uhr und weltweit zur Verfügung stellt. Das Gesundheitsdossier ist dabei in verschiedenen Sprachen abrufbar.

Beschreibung

Evita ist ein „Doctor directed OPD“ [2], d.h. ein vom Arzt geführtes Dossier. Die zentralen medizinischen Daten können folglich nur von Fachpersonen (Ärzten) erfasst werden. Das unterscheidet Evita von anderen Lösungen wie Google Health oder Microsoft HealthVault. Der Evita Nutzer selbst kann jedoch eigene Dokumente (z.B. Röntgenbilder, Befunde, EKG) und Vitaldaten wie Gewicht, Blutdruck- und Puls selbst hinzuzufügen und verwalten. Da die medizinischen Einträge im strukturierten Bereich nur durch Ärzte vorgenommen und entsprechend signiert werden, bieten sie auch höchste Relevanz für andere Mediziner.

Die Daten sind verschlüsselt auf einem zentralen und gesicherten Server gesichert und können nur durch einen authentisierten Nutzer eingesehen, bearbeitet oder gespeichert werden. Zur Identifikation verfügen Evita Kunden und Ärzte über eine USB-Karte im Kreditkartenformat, die als Schlüssel zum Online-Dossier dient. Wird die Karte an einen Computer angeschlossen, startet die Evita Applikation direkt von der Karte. Nach Eingabe eines zusätzlichen Passwortes verbindet sich die Applikation bei bestehender Internetverbindung mit dem Online Patienten Dossier und ruft die verschlüsselten Daten ab. Diese Daten werden durch die auf der Karte befindliche Verschlüsselungshardware entschlüsselt und dargestellt. Werden neue Daten eingegeben, werden diese zunächst wieder auf der Karte verschlüsselt und anschliessend erst an den Server gesendet, wo sie ebenfalls verschlüsselt abgelegt werden.

Der Kunde bestimmt, welche Personen auf seine Gesundheitsdaten zugreifen dürfen. Auch die Ärzte werden durch den Kunden für sein Gesundheitsdossier berechtigt und müssen sich für den Zugriff darauf elektronisch mittels ihrer eigenen Evita Karte authentisieren.

Gesundheitspolitische Implikation

Neben der Zusammenführung der verteilten medizinischen Informationen einer Person, basiert die Entwicklung von Evita auch auf gesundheitspolitischen Implikationen in der Schweiz: Mit seiner im Juni 2007 veröffentlichten „Strategie eHealth Schweiz“ will das schweizerische Bundesamt für Gesundheit (BAG) „(…) den Menschen in der Schweiz den Zugang zu einem bezüglich Qualität, Effizienz und Sicherheit hoch stehenden und kostengünstigen Gesundheitswesen ermöglichen.“ [3], Vorgesehen ist dies vornehmlich mittels „(…) insbesondere (der) Förderung einer besseren elektronischen Vernetzung der Akteure im Gesundheitswesen.“ [4], Ein elektronisches Patientendossier (e-PD) wie Evita soll den Schweizer Bürgern laut Strategie bis 2015 zur Verfügung stehen. [5],

Das Unternehmen

Die Evita AG ist seit dem 01.10.2009 eine Tochtergesellschaft der Swisscom und hat ihren Sitz in Ittigen bei Bern. Das Verwaltungsgebäude befindet sich im Ittigener Ortsteil Worblaufen. Die Evita AG entwickelt und vertreibt seit Herbst 2009 das elektronische Gesundheitsdossier Evita.

Von 2006 bis 2009 war Evita ein Projekt innerhalb von Swisscom. In dieser Zeit wurde konzeptionell gearbeitet und Marktforschung betrieben um das Produkt zu entwickeln. Im Jahr 2008 startete eine einjährige Projektphase, die mit 40 Ärzten und 400 Patienten in der Zentralschweiz durchgeführt wurde.

Die Unternehmung beschäftigt momentan rund 14 interne Mitarbeiter und arbeitet mit diversen externen Partnern zusammen.

Weblinks


Einzelnachweise

  1. Essenzielle Gesundheitsdaten sind solche, die zum aktuellen Zeitpunkt Einfluss auf die Diagnose und Behandlung des Patienten haben können. Evita ist demnach keine vollständige elektronische Krankengeschichte
  2. https://www.zora.uzh.ch/30791/1/PD1.pdf
  3. http://www.bag.admin.ch/ehealth/index.html?lang=de
  4. http://www.bag.admin.ch/ehealth/index.html?lang=de
  5. https://www.zora.uzh.ch/30791/1/PD1.pdf, Vgl. S. 26.ff.



Init-Quelle

Entnommen aus der:

Erster Autor: Sunnyboy10 angelegt am 08.06.2010 um 17:24,
Alle Autoren: Mager, THWZ, Uwe Gille, Sunnyboy10, Florentyna, Beek100


Andere Lexika

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