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Doping
Doping bedeutet die Einnahme resp. Gabe (vor allem) körperlich leistungsfördernder Substanzen durch Menschen resp. an Tiere. Das geschieht auch im Breitensport, sorgt aber vor allem im Spitzensport immer wieder für Schlagzeilen.
Die nicht lückenlose Geschichte des Dopings
- Bereits aus der Antike wird von wundersamen Substanzen berichtet, die bei Menschen und Tieren übernatürliche Kräfte erzeugt hätten. Die sog. Berserker etwa hätten die aus dem Fliegenpilz gewonnene Droge Muskarin eingenommen.
- Aus der neueren Zeit tritt geschichtlich vor allem das Doping an Pferden bei Pferderennen zutage. Das erste bekannte Antidoping-Gesetz für Pferde wurde am 14. Juni 1666 in England erlassen.
- Bereits 1910 gelang es dem russischen Chemiker Bukowski, aus dem Pferdespeichel diverse Alkaloid-Substanzen zu isolieren. Er gilt als der Erfinder der Doping-Kontrollen.
- Einen Höhepunkt erreichte das Pferde-Doping in den 1920er-Jahren im Kontext hoher Pferdewetten-Geldbeträge in den USA. Man sprach dabei ironisch sogar statt vom "Wettkampf der Pferde" vom "Wettkampf der Doping-Rezepte".
- Selbst Taubenzüchter waren für ihre Brieftauben-Wettfliegen damals bereits in Doping-Skandale verstrickt.
- Bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne (Australien) verwendeten Top-Athleten aus Ost und West Steroid-Hormone, auch Anabolika genannt.
- Sowohl im Pferdesport wie beim Humansport nahmen nach dem zweiten Weltkrieg auch Amphetamin einen Aufschwung. Das Internationale Olympische Komitee verbot sie 1972 generell.
- Wenngleich auch viele westliche und westdeutsche SportlerInnen auf privater Ebene ebenfalls dopten, sorgte das Staatsdoping im damaligen Ostblock und darin vor allem der DDR nachträglich für grössere Schlagzeilen. In der DDR führte dieses staatlich erzwungene Doping bei vielen SportlerInnen nach dem Karriere-Ende zu massiven Gesundheitsschäden.
- Im 21. Jahrhundert geriet Russland unter erhärteten Verdacht, ebenfalls eine Art Staatsdoping zu betreiben und wurde, obwohl es die russischen Behörden abstritten, von diversen grossen Veranstaltungen de jure ausgeschlossen.
Quelle
Pfeffer im Hintern, Artikel aus der Zeitschrift "Natürlich" (Schweiz)