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Die Templer und das Judentum (Kryobob)
Ein Zusammenhang zwischen den Templern und dem Judentum wird aufgrund verschiedener Anhaltspunkte vermutet. Der Ritterorden der Templer bestand von 1118 bis 1312.
Vorgeschichte
Ein wichtiger Aspekt in der europäischen Kulturgeschichte ist, dass Juden als getaufte Juden (Kryptojuden) in Europa gelebt haben. Aufgrund der Tatsache, dass das Kryptojudentum bis Dato nur in New Mexiko (USA)[1] und Portugal[2] ansatzweise geschichtlich aufgearbeitet wurde, besteht keine Möglichkeit zu datieren, ab wann sich in Europa ein Kryptojudentum etabliert hat. Aber aufgrund der Verordnungen des ost-römischen Kaisers Justinian I. (482–565) kann geschlussfolgert werden, dass Juden aufgrund z. B. des drohenden Verlusts der römischen Bürgerrechte sich taufen ließen. Durch ein Netzwerk von getauften Juden, einem kryptojüdischen Netzwerk, konnte nach der Völkerwanderung (ab dem 5. Jahrhundert) das europäische Judentum am Fernhandel mit dem Nahen Osten teilhaben.
Es ist bekannt, dass die jüdische Familie Lindauer Besitzer der Burg von Bommersheim[3] (Sigfried von Lindau, erwähnt um 1336) und in der Schweiz adelig waren.[4] Die Schweizer Manesse (wahrscheinlich vom Manasse (Stamm)) waren ein ritterliches Geschlecht:[5] Sie waren Inhaber der Burg Manegg bei Zürich. Weiterhin wird noch behauptet, dass die jüdische Familie Katzenellenbogen Inhaber der Burg Katzenelnbogen im Rhein-Lahn-Kreis war.[6] Zudem zeigt das Wappen der Familie Kuchenbecker einen Ritter mit einem Davidstern. Dieses Wappen wird aber nur im Siebmachers Wappenbuch von 1890 aufgelistet. Hieraus kann geschlussfolgert werden, dass es jüdische Ritter in Europa gab. Zudem besteht die Vermutung, dass im Templerorden auch Kryptojuden mitwirkten.
Grund des wirtschaftlichen Aufstieges der Templer
Bei einer kritischen Analyse der Indizienkette ergibt sich die Vermutung, dass unter den Templern getaufte Juden waren. Dieses erklärt auch den ökonomischen Erfolg des Templerordens mit seinem Netzwerk sowie die Vielzahl der Legenden und Mythen über den Tempelorden.
Viele Christen hatten nach der Vertreibung der Juden aus Frankreich von 1182 bis 1198 durch Philipp II. keine Möglichkeit mehr, sich bei Juden Geld zu leihen. Zudem mussten die Juden ihre Immobilien und ihren Grundbesitz vor der Ausweisung innerhalb von 3 Monaten verkaufen.[7] Somit kann dieses Edikt der Judenausweisung aus Frankreich der Grund dafür gewesen sein, dass der Templerorden innerhalb einiger Jahrzehnten zum mächtigsten Orden in Frankreich wurde. Vergleicht man die Besitzungen der Templer in Frankreich mit den jüdischen Gemeinden in Frankreich des 19. Jahrhunderts, so zeigt sich, dass viele Besitzungen der Templer sich mit den Siedlungsgebieten der französischen Juden im 19. Jahrhundert überschneiden. Somit besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die Templer einige Geschäfte im Sinne der jüdischen Vorbeseitzer weiterführten. Grund dieser Herleitung ist, dass die Templer nach ihren Idealen der persönlichen Armut verpflichtet waren. Aber laut der Autoren Gisela Graichen und Alexander Hesse spielten wirtschaftliche Fragen für die Templer von Anfang an eine wichtige Rolle.[8]
Weblinks
- Blogeinträge vom 10. bis zum 12. Mai 2017, Robert Lindauer-Kramer-Brockmann[4]
- Familie Lindauer, geografischer Datensatz, Robert Lindauer-Kramer-Brockmann[5]
Literatur
- Genealogisches Handbuch zur Dekodierung von jüdischen Namen, sowie die Bedeutung der Rekonstruierung der jüdischen Stammeslinien für die Wissenschaft[9]
Einzelnachweise
- ↑ Auf dem Heimweg, Immer mehr Menschen hispanischer Herkunft entdecken ihre jüdischen Wurzeln[1] Jüdische Allgemeine, Amy Klein, 03.12.2009
- ↑ siehe Wikipedia
- ↑ siehe Wikipedia
- ↑ Lindauers in der Schweiz[2] Robert Lindauer-Kramer-Bockmann, abgerufen am 12. Mai 2017
- ↑ siehe Wikipedia
- ↑ Quelle Ventas Simón Keller aus Chile, E-Mail: ventas@simonkeller.cl
- ↑ Quelle Wikipedia: Geschichte der Juden in Frankreich
- ↑ Gisela Graichen/Alexander Hesse, Geheimbünde: Freimaurer und Illuminaten, Opus Dei und Schwarze Hand: Kapitel: Grund und Boden, Handel und Bankgeschäfte
- ↑ ISBN: 9783745055856[3]