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Angesichts ihrer kulturellen Heterogenität wurde eine kulturalistische oder gar "rassische" Antwort auf das Wesen der Schweiz bzw. der Schweizer bis in das 20. Jahrhundert abgelehnt. Carl Hilty schrieb z.B. im Jahr 1875:
"Am allerwenigsten sollten sprachliche oder gar sog. Racenanhänglichkeiten auf uns wirken. Niemand mehr als wir, die wir ein aus verschiedenen Sprachen und Stämmen in Freiheit geeinigtes Volk sind, haben Ursache, eine solche verwerfliche, die Menschenwürde und das allgemeine Gefühl einer allgemeinen Brüderlichkeit beleidigende Theorie zuzückzuweisen, wo immer sie sich zeigen will."[1]
Anfang des 20. Jahrhunderts kamen dann aber auch in der Schweiz ethnisch-kulturelle Vorstellungen von der Nation auf, und bereiteten rassistischen Vorstellungen den Weg.
Ab dem 1. Weltkrieg wurde der Erwerb des Schweizer Staatsbürgerschaft zunehmend erschwert.
Inzwischen hat sich in der Schweiz Rassismus und Fremdenfeindlichkeit als feste, in weiten Teilen des Gesellschaft aktzeptierte Größe etabliert.
Rassistische Vorfälle
Schon in den 1970er Jahren wollte der Schweizer Politiker James Schwarzenbach mit der nach ihm benannten Schwarzenbach-Initiative die Schweiz vor "Überfremdung" schützen, indem der Anteil ausländischer Bevölkerung in jedem einzelnen Kanton die 10-Prozent-Hürde nicht hätte überschreiten dürfen. [3]
Im November 2009 beschließen die Schweizer in einem Volksentscheid ein Minarettverbot. Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehltSinti und Roma - hier mit Wohnwagen auf einem Gemälde aus dem 19. Jahrhundert - werden in der Schweiz unter anderem als "Dreckszigeuner" beschimpft.
"Der politische Diskurs hat in den letzten Jahren einen rassistischen und fremdenfeindlichen Ton angenommen, der zu rassistischen Verallgemeinerungen über Ausländer, Muslime und andere Minderheitengruppen geführt hat."
Natalie Rickli, Abgeordnete der konservativen Schweizerischen Volkspartei meinte in rassistischer Weise, dass die Masse der Deutschen in der Schweiz sie störe.
Im April 2012 zeigte die Schweizer Zeitung Weltwoche auf ihrer Titelseite einen vierjährigen dunkelhäutigen Jungen, der eine Pistole auf die Kamera richtet. Darunter stand die Schlagzeile:
Im Jahr 2005 wurde ein jüdischer Friedhof in Vevey bei Montreux geschändet. Auf die Synagoge in Lugano wurde ein Brandanschlag verübt. [8] Zwischen 80 und 100 rechtsextreme Personen marschierten im Jahr 2005 durch den Ort Aarau. In einer Rede verkündete der Schweizer HolocaustleugnerBernhard Schaub u.a., dass sein Feind das "internationale jüdische Hochkapital" sei, welches hinter den Banken stecke und die Welt regiere. [9]Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehltAuch "Schwarze" werden in der Schweiz zunehmend rassistisch beleidigt und ausgegrenzt.
In weiten Kreisen der Schweizer Bevölkerung herrscht eine starke Deutschenfeindlichkeit. [10] Das Schweizer Boulevardblatt BLICK startete im Jahr 2007 eine deutschenfeindliche Artikelserie mit dem Titel "Wie viele Deutsche verträgt die Schweiz?". [11] Deutsche werden oft angefeindet und ihre Autos werden beschädigt. Sie werden u.a. bei der Wohnungssuche diskriminiert und auch in Gaststätten nicht bedient. [12] Immer mehr Deutsche verlassen deshalb inzwischen freiwillig die Schweiz. [13]
Nach dem Absturz eine Schweizer Kampfjets, in dem u.a. auch ein deutscher Arzt saß, hetzte der SVP-Abgeordnete Christoph Mörgeli u.a.:
"Warum fliegen Deutsche in unseren FA-18? Warum arbeiten Deutsche als Fliegerärzte der Schweizer Armee? Sorry, hier hat's einfach Grenzen!"[14]
Der SVP-Politiker Naveen Hofstetter ließ im Jahr 2011 den folgenden rassistischen Spruch los:
"Ich ärgere mich schwarz über die vielen Einbürgerungen mit unaussprechlichen Namen in meiner Heimatgemeinde. Leute, die sich nicht integrieren können, gehören nicht in unsere Gesellschaft. Ich habe es satt, dass wir Schweizer im eigenen Land dauernd die Neger sind."[15]
Die Partei der Schweizer Demokraten (SD) verwendete im Wahlkampf 2011 rassitische Begriffe wie "Neger" und forderte u.a. ein "schweizerisch geprägtes, weisses Zürich zu erhalten". [16]
Der Schweizer Kabarettist Marco Rima machte im Jahr 2013 des folgenden rassistischen Witz:
"Ich habe kein Problem damit, wenn ein Neger Offizier der Schweizer Armee ist – aber er soll sich dann nicht beschweren, wenn ich ihn während einer Nachtübung nicht sehe."[17]
Im Jahr 2013 wurde ein in Zürich lebender Kurde von der Polizei mit Handschellen an ein Geländer gekettet, weil er seinem dreijährigen Sohn unerlaubterweise während einer Schiffahrt einen Apfelschnitz zu essen gab und der Sohn auf die Sitze kletterte. [18]
Ein anerkannter Flüchtling aus Eritrea wurde im Jahr 2012 bei seiner Suche nach einer Wohnung in der Schweiz als "Blutsauger" beschimpft. [19]
Ein Schweizer Restaurant hatte im Jahr 2012 ein Schild angebracht, auf dem stand:
"Keine Araber, keine Schwarzafrikaner (ausser Stammgäste) und Jugos nur in minimaler Masse."[20]
Am 15. Februar 2014 marschieren in Solothurn 80 masken- und fackeltragende Rechtsextremisten durch die Altstadt. Sie trugen ein Transparent mit dem Slogan "Asylanten raus". Ein Teilnehmer überklebte das Strassenschild "Judengasse" mit einem Kleber "Freiheit". [21]
In Neuenburg beleidigte im Januar 2012 ein Schüler der 1. Gymnasiumklassen einen Lehrer nordafrikanischer Herkunft mehrfach als "Drecksaraber". [22]
↑Regula Argast: Staatsbürgerschaft und Nation - Ausschließung und Integration in der Schweiz 1848-1933, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2011, S. 278 ff.
↑Regula Argast: Staatsbürgerschaft und Nation - Ausschließung und Integration in der Schweiz 1848-1933, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2011, S. 278 ff.