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Schriftrollen vom Toten Meer: Unterschied zwischen den Versionen
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* 1948 beginnen die Analysen der Rollen an der Universität in [[Jerusalem]]. Auch werden Altersbestimmungen mit der sog. C<sup>14</sup>-Methode begonnen. | * 1948 beginnen die Analysen der Rollen an der Universität in [[Jerusalem]]. Auch werden Altersbestimmungen mit der sog. C<sup>14</sup>-Methode begonnen. | ||
* 1952 bis 56 werden die Höhlen 2 bis 11 gefunden; eine 1952 gefundene Kupferrolle war oxidiert und | * 1952 bis 56 werden die Höhlen 2 bis 11 gefunden; eine 1952 gefundene Kupferrolle war oxidiert und lässt sich nicht öffnen. | ||
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* Eine direkte Beziehung zwischen den Schriftrollen und dem Neuen Testament konnte zunächst nicht aufgezeigt werden. | * Eine direkte Beziehung zwischen den Schriftrollen und dem Neuen Testament konnte zunächst nicht aufgezeigt werden. | ||
Version vom 16. Februar 2024, 11:52 Uhr
Die Schriftrollen vom Toten Meer (auch Qumranschriften) wurden zwischen 1947 und 1956 in elf Felshöhlen nahe der Ruinenstätte Khirbet Qumran im Westjordanland entdeckt. Sie umfassen rund 15.000 Fragmente von etwa 850 Rollen aus dem Judentum der Antike, die von mindestens 500 verschiedenen Schreibern zwischen 250 v. Chr. und 40 n. Chr. beschriftet wurden. Darunter sind etwa 200 Texte des späteren Tanach, die bislang ältesten bekannten Bibelhandschriften. Später wurden noch weitere antike Schriftrollen in Höhlen nahe dem Westufer des Toten Meeres gefunden.
Kurze Chronik
- Abfassung der Schriften von Qumran in der Zeit vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis ins 1. Jahrhundert n. Chr.
- 1947 entdeckt ein junger Palästinenser zufällig die erste Höhle mit sieben Rollen in Tonkrügen in der Nähe des Ruinenhügels Qumran. Die wichtigste Rolle ist 7,3 m lang und enthält Jesaja-Text.
- 1948 beginnen die Analysen der Rollen an der Universität in Jerusalem. Auch werden Altersbestimmungen mit der sog. C14-Methode begonnen.
- 1952 bis 56 werden die Höhlen 2 bis 11 gefunden; eine 1952 gefundene Kupferrolle war oxidiert und lässt sich nicht öffnen.
- Während der Sueskrise 1956/57 lagen die Schriftrollen-Fragmente in einem Banksafe in Amman, der Hauptstadt von Jordanien.
- 1955 bis 1982 erscheint eine 7-bändige Quellensammlung des Teams um Roland de Vaux zu den Funden.
- Eine direkte Beziehung zwischen den Schriftrollen und dem Neuen Testament konnte zunächst nicht aufgezeigt werden.
Inhalt und Interpretation
Gefunden wurde nebst vielen außerbiblischen Texten der fast vollständige Text des Propheten Jesaja. Darin auch die zentrale Prophetie 53,7 zum Erscheinen des Messias: Als er gemartert wurde, litt er doch willig.
John M. Allegro entwickelte die Hypothese, das Christentum und viele andere Religionen seien auf Erlebnisse mit Rauschgift, vor allem halluzinogener Pilze zurückzuführen.
Literatur
- Klaus Berger: Qumran, Reclam 1998/2011
Andere Lexika