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Dresdner Renaissance: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Dresdner Manierismus und Frühbarock]] | |||
Version vom 18. März 2022, 05:23 Uhr
Dresdner Renaissance ist eine Stilrichtung der Architektur, die in der Stadt Dresden ab 1530 entstand. Beispiele sind die Renaissance-Altäre aus der Kreuzkirche (heute in der St.-Johannis-Kirche in Bad Schandau) sowie aus der Schlosskapelle (heute in der Schlosskapelle im Torgauer Schloss) und das Dresdner Residenzschloss.
Entwicklung
Erst mit dem Einzug der Renaissancebewegung ab 1530 kann man von einer eigenständigen Dresdner Kunst sprechen. Herzog Moritz beauftragte im Jahre 1549 erhielt Hans Walther II das Dresdner Residenzschloss mit Bildhauerarbeiten auszustatten. Entwürfe hierzu gab vermutlich der nach Dresden gereiste italienische Künstler Benedetto Tola, mit dem Hans Walther II auch später zusammen arbeitete. Zu Hans Walthers II Werken zählen die Reliefs an der Loggia vor dem Hausmannsturm sowie an den drei Treppentürmen. Für die Schlosskapelle schuf er das Portal und Teile für den Renaissancealtar der Dresdner Schlosskapelle von 1554-1555 sowie den Taufstein. Er schuf auch das Moritzmonument und den Renaissancealtar der Dresdner Kreuzkirche von 1574-1579.
Im Jahre 1541 folgte Herzog Moritz auf den Thron, wo auch Caspar Voigt von Wierandt als Architekt wirkte. Unter Moritz entstand auch das Dresdner Residenzschloss im Stil der Renaissance.[1] Meister des Bilderzyklus sind Francesco Ricchino[2] und die Maler Gabriel und Benedict da Tola, die die Säle ausmalten, darunter den als Riesensaal bekannten Tanzsaal.
Das Portal der Kapelle gilt als Portalkomposition der Hochrenaissance. Das Außenportal, Goldenes Tor oder auch Schönes Tor genannt, wurde 1556 nach dem Vorbild römischer Triumphbögen errichtet. Der Entwurf stammte vermutlich von Juan Maria Padovano genannt „il Mosca“ (tätig um 1515–1530 in Padua und Venedig und einem Schüler Sansovinos)[3] die Ausführung wird Hans Kramer und die Bildhauerarbeiten von Hans Walther zugeschrieben.
Im Jahr 1559 erschien der Schraubenmacher Paul Buchner, womit die reife Renaissance Einzug in Dresden hielt. Melchior Trost, von Wierandt und Buchner schufen 1559–1563 das Dresdner Zeughaus. Buchner erschuf auch das Pirnaische Tor mit Bildhauerarbeiten von Andreas Walther III. (1587–1596), dem namhaftesten Künstler des Manierismus.[4] Andere Werke Buchners sind Stallgebäude und Stallhof des Dresdner Schlosses (Johanneum, heute Verkehrsmuseum Dresden) und das alte Gewandhaus Dresden.
Unter Kurfürst Christian I. wurden das neue Portal in der Schlossgasse und der Stallhof nach Plänen von Hans Irmisch und Giovanni Maria Nosseni erbaut, wobei letzterer auch das Erste Dresdner Belvedere erschuf. Es gilt als „einziges Renaissancebauwerk, das in rein italienischer Formensprache in einem Guss auf sächsischem Boden geschaffen worden war.“[5]
Dresdner Manierismus und Frühbarock
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Juan Maria Padovano genannt „il Mosca“: Portal der Schlosskapelle
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Juan Maria Padovano genannt „il Mosca“: Tür der Schlosskapelle
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Juan Maria Padovano genannt „il Mosca“: Treppenturm im Schlosshof
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Paul Buchner: Renaissance-Gewandhaus (mit zwei Giebeln) am Dresdner Neumarkt
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Paul Buchner: Pirnaisches Tor
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Paul Buchner: Stallhof
Einzelnachweise
Literatur
- Manfred Zumpe: Die Brühlsche Terrasse in Dresden. Verlag für Bauwesen, Berlin 1991, ISBN 3-345-00207-8.
- Fritz Löffler: Das alte Dresden. Geschichte seiner Bauten. E. A. Seemann, Leipzig 1981, ISBN 3-363-00007-3.