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Pornografie: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Begriff ''Pornografie'' ist ein aus dem [[Griechische Sprache|Altgriechischen]] abgeleitetes Kunstwort, zusammengesetzt aus πόρνη (pórnē = „Dirne“) und γράφειν (gráphein = „schreiben“). Je nach Zeit und Kultur wird Pornografie geduldet oder strafrechtlich verfolgt. Zeitweise wurde allein die Darstellung des nackten, weiblichen Körpers einer Frau als Pornografie bezeichnet | Der Begriff ''Pornografie'' ist ein aus dem [[Griechische Sprache|Altgriechischen]] abgeleitetes Kunstwort, zusammengesetzt aus πόρνη (pórnē = „Dirne“) und γράφειν (gráphein = „schreiben“). Je nach Zeit und Kultur wird Pornografie geduldet oder strafrechtlich verfolgt. Zeitweise wurde allein die Darstellung des nackten, weiblichen Körpers einer Frau als Pornografie bezeichnet. So bekämpft etwa die [[römisch-Katholische Kirche]] nach wie vor alle Formen der Pornografie. „Die Pornografie verletzt die Keuschheit“ heißt es wörtlich im [[Katechismus der Katholischen Kirche]]. | ||
Einziger Beleg für den Gebrauch eines entsprechenden Begriffs in der [[Antike]] ist eine Stelle im ''Gelehrtengastmahl'' des [[Athenaios]], wo vom πορνογράφος (''pornográphos'') die Rede ist, worunter beispielsweise der Autor einer [[Biografie]] einer berühmten [[Prostituierte]]n oder der Maler entsprechender Bilder verstanden wird.<ref>Athenaios ''Deipnosophistai'' 8.567b. Siehe auch Wilhelm Pape: ''Griechisch-deutsches Handwörterbuch.'' Band 2, Braunschweig 1914, S. 684.</ref> Insbesondere im [[Viktorianisches Zeitalter|viktorianischen Zeitalter]] ab etwa [[1840]] zeigte sich ein Wandel. | |||
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Version vom 17. Oktober 2020, 10:25 Uhr
Bei der Pornografie (auch Pornographie) werden die menschliche Sexualität und oft auch der Sexualakt direkt dargestellt. Ziel ist es manchmal, den Betrachter sexuell zu erregen. Andererseits ist die Definition des Begriffs subjektiv und kulturell geprägt. Als ein Merkmal gilt, dass die Geschlechtsorgane und -merkmale dabei in ihrem Einsatz betont dargestellt werden. Für die Darsteller gelten besondere Kriterien, die sich an der Zielgruppe orientieren. Dabei kommt es weniger auf die Leistung des Schauspielers an, sondern vor allem auf die Präsentation des oft nackten Körpers. Für einige Schauspieler kann das auch der Einstieg in den Beruf sein, wobei sie dann allerdings manchmal als „vorbelastet“ gelten und nicht mehr ohne weiteres Zugang zu allen Genres des Films haben.
Herkunft und Wandel des Begriffs
Der Begriff Pornografie ist ein aus dem Altgriechischen abgeleitetes Kunstwort, zusammengesetzt aus πόρνη (pórnē = „Dirne“) und γράφειν (gráphein = „schreiben“). Je nach Zeit und Kultur wird Pornografie geduldet oder strafrechtlich verfolgt. Zeitweise wurde allein die Darstellung des nackten, weiblichen Körpers einer Frau als Pornografie bezeichnet. So bekämpft etwa die römisch-Katholische Kirche nach wie vor alle Formen der Pornografie. „Die Pornografie verletzt die Keuschheit“ heißt es wörtlich im Katechismus der Katholischen Kirche.
Einziger Beleg für den Gebrauch eines entsprechenden Begriffs in der Antike ist eine Stelle im Gelehrtengastmahl des Athenaios, wo vom πορνογράφος (pornográphos) die Rede ist, worunter beispielsweise der Autor einer Biografie einer berühmten Prostituierten oder der Maler entsprechender Bilder verstanden wird.[1] Insbesondere im viktorianischen Zeitalter ab etwa 1840 zeigte sich ein Wandel.
Rechtliche Lage
In der Bundesrepublik Deutschland bedeutete das Urteil des Bundesgerichtshofs 1969 über den erotischen Briefroman Fanny Hill eine Wende in der Rechtsgeschichte. Seitdem gibt es grundsätzlich Ausnahmen für künstlerische und schriftstellerische Werke. Allerdings gelten auch hierzulande der Jugendschutz bzw. die Altersbeschränkung, so dass eine Freigabe (zum Beispiel Verkaufsangebote) grundsätzlich erst für Menschen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr zulässig ist.[2] Auch hier gibt es wieder Ausnahmen z.B. für Lehrmaterial an Schulen.
In vielen Ländern der Welt sind die Regeln wesentlich strenger. Insbesondere in islamischen Ländern Nordafrikas, Vorderasiens sowie in vielen Länder Südostasiens ist die Verbreitung von Pornografie verboten. Dies hat teilweise kulturelle, meist aber religiöse Gründe. Vielfach wird bereits allein die Darstellung des nackten menschlichen Körpers in Theater, Film, Literatur und der Bildenden Kunst als Pornografie bezeichnet, sogar wenn dies keinen sexuellen Bezug hat.
Siehe auch
- Pornografie (Internet)
- Porno (Begriffsklärung)
Vergleich zu Wikipedia
Einzelnachweise
- ↑ Athenaios Deipnosophistai 8.567b. Siehe auch Wilhelm Pape: Griechisch-deutsches Handwörterbuch. Band 2, Braunschweig 1914, S. 684.
- ↑ siehe insbesondere § 184 und § 184d des Strafgesetzbuches