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Jankiel Herszkowicz: Unterschied zwischen den Versionen

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Michelle DuPont (Diskussion | Beiträge)
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[[Datei:Yankele Hershkowicz.PNG|thumb|350px|Jankiel Herszkowicz um das Jahr 1965 in Łódź]]
[[Datei:Yankele Hershkowicz.PNG|thumb|350px|Jankiel Herszkowicz um das Jahr 1965 in Łódź]]
* Der Vater von Jankiel Herszkowicz war Schneider und sein Sohn begleitete ihn beim Verkauf seiner Waren. 1938 zog Jankiel Herszkowicz nach [[Łódź]] um sich dort seinen Lebensunterhalt als Schneider zu verdienen.  
* Der Vater von Jankiel Herszkowicz war Schneider und sein Sohn begleitete ihn beim Verkauf seiner Waren. 1938 zog Jankiel Herszkowicz nach [[Łódź]] um sich dort seinen Lebensunterhalt als Schneider zu verdienen.  
* Im April 1940 musste er wie alle Juden der Stadt auf Anweisung des für die Stadt zuständigen deutschen Polizeipräsidenten in das ''Ghetto Litzmannstadt'' umziehen. Anfänglich arbeitete er von dort aus für polnische Kunden in der Stadt. Nachdem das Ghetto kurze Zeit später abgesperrt wurde, begann der nun arbeits- und einkommenlose Herszkowicz Lieder zu schreiben und auf der Straße vorzutragen. Sein Lied ''Rumkowski Chaijm get uns klajim'', eine satirische Kritik am Judenrat des Ghettos, machte ihn bald zu einem populären Straßensänger. Dabei wurde er meist von einem Mitgefangenen, vermutlich dem Wiener Handlungsreisenden ''Karl Rosenzweig'', auf der [[Violine]] oder auch [[Zither]] begleitet. <ref>Sascha Feuchert, Erwin Leibfried und Jörg Riecke: ''Die Chronik des Gettos Lodz / Litzmannstadt 1941'', Wallstein Verlag, 2016, S. 433 und 434</ref>   Herszkowicz sah seine Aufgabe darin, die Leiden, aktuellen Probleme, Sorgen und Beschwerden der Ghettobewohner in Verse zu bringen und den Menschen vorzutragen. Bis 1943 lebte er als Straßensänger von den Almosen seiner Zuhörer. Die Ghetto-Chronik vom 5. Dezember 1941 berichtet, dass Herszkowicz und Rosenzweig mit ihrem Musik bis zu sechs [[Reichsmark]] am Tag verdienten.
* Im April 1940 musste er wie alle Juden der Stadt auf Anweisung des für die Stadt zuständigen deutschen Polizeipräsidenten in das ''Ghetto Litzmannstadt'' umziehen. Anfänglich arbeitete er von dort aus für polnische Kunden in der Stadt. Nachdem das Ghetto kurze Zeit später abgesperrt wurde, begann der nun arbeits- und einkommenlose Herszkowicz Lieder zu schreiben und auf der Straße vorzutragen. Sein Lied ''Rumkowski Chaijm get uns klajim'', eine satirische Kritik am Judenrat des Ghettos, machte ihn bald zu einem populären Straßensänger. Dabei wurde er meist von einem Mitgefangenen, vermutlich dem Wiener Handlungsreisenden ''Karl Rosenzweig'', auf der [[Violine]] oder auch [[Zither]] begleitet. <ref>Sascha Feuchert, Erwin Leibfried und Jörg Riecke: ''Die Chronik des Gettos Lodz / Litzmannstadt 1941'', Wallstein Verlag, 2016, S. 433 und 434 sowie 697</ref> Herszkowicz sah seine Aufgabe darin, die Leiden, aktuellen Probleme, Sorgen und Beschwerden der Ghettobewohner in Verse zu bringen und den Menschen vorzutragen. Bis 1943 lebte er als Straßensänger von den Almosen seiner Zuhörer. Die Ghetto-Chronik vom 5. Dezember 1941 berichtet, dass Herszkowicz und Rosenzweig mit ihrem Musik bis zu sechs [[Reichsmark]] am Tag verdienten.


== Literatur ==
== Literatur ==

Version vom 15. Juli 2018, 07:30 Uhr

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😃 Profil: Herszkowicz, Jankiel
Namen Spitzname Yankele'
Persönliche Daten
22. Juli 1910
Opatów
25. März 1972
Łódź


Jankiel Herszkowicz (* 22. Juli 1910 im polnischen Opatów; gest. 25. März 1972 in Łódź) war ein im von den Nationalsozialisten eingerichteten Ghetto Litzmannstadt aktiver jüdischer Straßenmusikant. Obwohl über seinen Lebensweg relativ wenig bekannt ist wurden einige seiner jiddischen Lieder durch Überlebende des Holocaust vor dem Vergessen gerettet.

Vita

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Jankiel Herszkowicz um das Jahr 1965 in Łódź
  • Der Vater von Jankiel Herszkowicz war Schneider und sein Sohn begleitete ihn beim Verkauf seiner Waren. 1938 zog Jankiel Herszkowicz nach Łódź um sich dort seinen Lebensunterhalt als Schneider zu verdienen.
  • Im April 1940 musste er wie alle Juden der Stadt auf Anweisung des für die Stadt zuständigen deutschen Polizeipräsidenten in das Ghetto Litzmannstadt umziehen. Anfänglich arbeitete er von dort aus für polnische Kunden in der Stadt. Nachdem das Ghetto kurze Zeit später abgesperrt wurde, begann der nun arbeits- und einkommenlose Herszkowicz Lieder zu schreiben und auf der Straße vorzutragen. Sein Lied Rumkowski Chaijm get uns klajim, eine satirische Kritik am Judenrat des Ghettos, machte ihn bald zu einem populären Straßensänger. Dabei wurde er meist von einem Mitgefangenen, vermutlich dem Wiener Handlungsreisenden Karl Rosenzweig, auf der Violine oder auch Zither begleitet. [1] Herszkowicz sah seine Aufgabe darin, die Leiden, aktuellen Probleme, Sorgen und Beschwerden der Ghettobewohner in Verse zu bringen und den Menschen vorzutragen. Bis 1943 lebte er als Straßensänger von den Almosen seiner Zuhörer. Die Ghetto-Chronik vom 5. Dezember 1941 berichtet, dass Herszkowicz und Rosenzweig mit ihrem Musik bis zu sechs Reichsmark am Tag verdienten.

Literatur

Weblinks

Video und Audio

Einzelnachweise

  1. Sascha Feuchert, Erwin Leibfried und Jörg Riecke: Die Chronik des Gettos Lodz / Litzmannstadt 1941, Wallstein Verlag, 2016, S. 433 und 434 sowie 697

Hinweis zur Verwendung

Dieser Artikel wurde exklusiv für die Pluspedia geschrieben und darf ausdrücklich und unter Strafandrohung nicht in anderen Projekten/Wikis verwandt werden. Kategrie:Holocaust