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Jüdische Verteidigungsliga: Unterschied zwischen den Versionen

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| Website          = [http://www.jdl-germany.org/ www.jdl-germany.org]
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Die '''Jüdische Verteidigungsliga''' (engl. Jewish Defense League, JDL) ist eine  [[Judentum|jüdische]] Organisation, deren erklärtes Ziel es ist, Juden in der [[Jüdische Diaspora|Diaspora]] mit allen Mitteln vor Antisemitismus zu schützen, die von ihr dafür als notwendig betrachtet werden.
Ursprüngliches Ziel des Gründers [[Meir Kahane]] war es, [[Chassidismus|chassidische]] Juden im [[Brooklyn]] der 1960er Jahre vor Übergriffen und wachsendem Antisemitismus zu schützen. Seit der Gründung der Organisation, waren Mitglieder der JDL immer wieder in zahlreiche gewalttätige Übergriffe auf [[Neonazismus|Neo-Nazis]], Repräsentanten der ehemaligen [[Sowjetunion]] und [[Muslim|Moslems]] verwickelt. Eine Reihe von versuchten [[Terrorismus|terroristischen]] Anschlägen werden der JDL zwar zugerechnet, von dieser aber stets zurückgewiesen.<ref name="hintergrund">[http://www.adl.org/extremism/jdl_chron.asp Anti-Defamation League über die JDL]</ref> <ref name="hintergrund">[http://www.politblogger.eu/pi-unterstutzt-erneut-terrorgruppierung/ PI unterstützt erneut Terrorgruppierung]</ref>
Das Massaker von [[Hebron]] wird von der JDL als „präventive Maßnahme“ gerechtfertigt. Laut der JDL hat der Täter, [[Baruch Goldstein]], mit der Ermordung von 29 betenden Arabern, lediglich präventiv gehandelt, da sonst angeblich ein Angriff der einheimischen Araber auf die jüdischen Siedler in Hebron bevorgestanden hätte. Auch schämt sich die JDL nicht zuzugeben, dass Goldstein einst Mitglied ihrer Organisation war.[http://www.jdl.org/index.php/about-jdl/faqs/] In Hebron finden sich bis heute Graffiti von der JDL, mit denen „Araber in die Gaskammern!“ gefordert wird.[http://www.flickr.com/photos/scottmontreal/3427740395/]
Neben der JDL existiert als politischer Arm die israelische [[Kach und Kahane Chai|Kach]]-Partei sowie die dazugehörige Organisation Kahane Chai (Kahane lebt), welche von der israelischen Regierung, nach dem Massaker von Hebron, für [[illegal]] erklärt wurden.
== Gründung ==
Die JDL wurde 1968 von [[Rabbiner|Rabbi]] [[Meir Kahane]] gegründet, vorrangig um [[Juden]] in [[New York City|New York]] zu beschützen und gegen lokalen [[Antisemitismus]] zu protestieren.<ref>http://www.jdl.org/information/five_principles.shtml</ref> Der deutsche Ableger der JDL wurde 2009 von [[Steven Weigang]] gegründet.
== Geschichte ==
=== JDL Vorsitzende ===
1968–1971 Rabbi [[Meir Kahane]].
1971–1973 David Fisch, ein religiöser Student der [[Columbia University]], welcher später Artikel für jüdische Zeitungen schrieb und das Buch ''Jews for Nothing'' veröffentlichte.
1973–1974 Kein Vorsitzender. Diese Zeit war von Machtkämpfen und Chaos innerhalb der JDL geprägt, bis  Rabbi Kahane im August 1974 zurückkehrte und für Ordnung sorgte.
1974–1976 Russell Kellner, ursprünglich aus [[Philadelphia]], zog für den Posten des Vorsitzenden nach New York.
1976–1978 Bonnie Pechter.
September bis Dezember 1978: [[Victor Vancier]], auch bekannt unter seinem [[Hebräische Sprache|hebräischen]] Namen ''Chaim Ben Pesach''. Trat zurück, als er wegen Bombenanschlägen gegen [[Ägypten|ägyptische]] Ziele in den USA ins Gefängnis musste. Die Anschläge sollten den Rückzug der [[Israelische Streitkräfte|Israelischen Armee]] aus dem [[Sinai (Halbinsel)|Sinai]] verhindern. Bereits 1983 wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.
1979–1981 Brett Becker, ursprünglich aus [[Florida]], zog für den Posten des Vorsitzenden nach New York.
1981–1983 Meir Jolowitz, ursprünglich aus [[Arizona]], zog für den Posten des Vorsitzenden nach New York.
1983–1984 Fern Sidman.
1984–1987 Victor Vancier. Ab 1985 erklärte sich [[Irv Rubin]] selbst zum Vorsitzenden, wurde aber außerhalb von [[Los Angeles]] nicht als solcher akzeptiert.
1990–2002 Irv Rubin: Übernahm bis zu seinem Tod die volle Kontrolle, nachdem Victor Vancier erneut ins Gefängnis musste und Rabbi Kahane 1990 bei einem Anschlag in New York ums Leben kam.
Danach übernahm [[William Maniaci|Bill Maniaci]] den Vorsitz. Als dieser zurücktrat, wurde [[Matt Finberg]] Vorsitzender, danach nahm [[Ian Sigel]] diese Position ein.
=== Wichtige Ereignisse ===
{{Belege fehlen}}
Im Jahr 1978 musste der Vorsitzende Victor Vancier ins Gefängnis, als er den Rückzug der [[Israelische Streitkräfte|israelischen Armee]] aus dem [[Sinai (Halbinsel)|Sinai]] durch Bombenanschlägen auf [[Ägypten|ägyptische]] Ziele in den USA verhindern wollte. Er wurde 1983 aus dem Gefängnis entlassen und übernahm 1984 erneut den Vorsitz der JDL.
Am 31. Dezember 1975 besetzten 15 JDL-Mitglieder das Büro des dauerhaften Beisitzers der Vatikanstadt innerhalb UNO, John Cheli, um für die päpstliche Anerkennung israelischer Zwecke zu protestieren, nachdem sie diesen daraus verdrängt hatten. Nach einer Stunde zogen sie sich jedoch wieder zurück, da Cheli die Polizei eingeschaltet hatte und die JDL mit ihm abgesprochen hatte, dass er Papst  [[Paul VI.]] einen von ihr verfassten Bericht übergibt. Der Bericht enthielt unter anderem Kritik daran, dass der Papst zuvor die Israelis nach der Anerkennung von Palästinenser-Rechten gefragt hatte.[http://aad.archives.gov/aad/createpdf?rid=165744&dt=2082&dl=1345]
Am 16. März 1978 bot Irv Rubin, angesichts eines Aufmarsches der [[American Nazi Party]] in [[Skokie]], jedem, der ein Mitglied er ANP „tötet, verstümmelt oder schwer verletzt“ ein Kopfgeld von 500 $ an. Rubin wurde dafür wegen Aufruf zum Mord beschuldigt, 1981 jedoch freigesprochen.
Am 11. Oktober 1985 wurde Alex Odeh durch einen Bombenanschlag in Santa Ana, Kalifornien, getötet. Er war Bezirksvorstand des „American-Arab Anti-Discrimination Committee (ADC)“. Das FBI vermutete die JDL hinter der Tat, konnte aber keine ausreichenden Beweise finden.<ref>Harvey W. Kushner(2002): ''Encyclopedia of Terrorism''. Sage Publications Inc., 2002, ISBN 0-7619-2408-6, S.&nbsp;192–193</ref>
1987 wurde Victor Vancier wegen sechs Bombenangriffen auf sowjetische Ziele in den USA erneut verhaftet und zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, aber nach fünfeinhalb Jahren auf Bewährung entlassen. Die Anschläge sollten die Sowjetunion dazu bewegen, eine Emigration der sowjetischen Juden zu ermöglichen. Aufgrund eines dadurch erlittenen Image-Schadens begann die JDL sich von Vancier zu distanzieren. Nach seiner Entlassung gründete er daher die ''[[Jewish Task Force]]'' (JTF).<ref>[http://www.jtf.org/]</ref>
1995 gab es einen Brandanschlag auf die Wohnung des Holocaustleugners [[Ernst Zündel]] in Toronto. Eine Gruppe namens "Jewish Armed Resistance Movement" bekannte sich zu diesem Angriff. Laut der kanadischen Zeitung ''Toronto Sun'' hatte die Gruppe Kontakte zur JDL und zu Kahane Chai. [[Meir Weinstein]], Leiter der JDL in Toronto, bestritt eine Verwicklung in den Anschlag, wurde jedoch 5 Tage später selbst beim Versuch erwischt, bei Zündel einzubrechen und daher von der Polizei festgenommen.
Im Jahr 2001 konnten Bombenattentate auf das Büro des arabisch-stämmigen Kongress-Mitglieds [[Darrell Issa]] und die [[Fahd ibn Abd al-Aziz|King Fahd]] [[Moschee]] in [[Culver City]], [[Kalifornien]] verhindert werden. Der 2002 deswegen angeklagte JDL-Anführer [[Irv Rubin]] beging vor einem Gerichtstermin unter dramatischen Umständen Selbstmord, der andere Beschuldige, [[Earl Krugel]], wurde im Jahr 2005 zu 20 Jahren Haft verurteilt, wurde dann aber im Gefängnis ermordet.
Im Oktober 2004 teilte sich die JDL in zwei konkurrierende Gruppen auf, welche beide unter dem gleichen Namen agierten.
Im April 2005 wurde die ursprüngliche Internet-Domain<ref>[http://www.jdl.org jdl.org]</ref> von ihrem Betreiber [[Network Solutions]] aufgrund von angeblichen Rechtsverstößen aufgekündigt; kurze Zeit später ging die neue Domain<ref>[http://www.jewishdefenseleague.org jewishdefenseleague.org]</ref> online.
2006 wurde die Gruppe [[B'nai Elim]] gegründet, welche von den meisten früheren Anhängern der JDL unter [[Irv Rubin]] unterstützt wird.
Die in Frankreich ansässige JDL, die Ligue de Défense Juive (LDJ), ist der ursprünglichen JDL unter Rabbi Meir Kahane ähnlich. Ihre selbsterklärte Aufgabe besteht darin, die französische jüdische Gemeinschaft vor den, vor allem in [[Paris]] stattfindenden, permantenten Angriffen von antisemitischen Gruppen, wie zum Beispiel ''[[Tribu Ka]]'' zu schützen. Die LDJ ist ihrer Methode nach eher [[Offensive|offensiv]] als [[Defensive|defensiv]] und wird von einem Teil der französischen Juden unterstützt. In den letzten Jahren erschienen viele positive Artikel in israelischen und britischen Medien, welche die LDJ zum Thema hatten. Allerdings wurde 2010 in Frankreich eine Gruppe junger Juden am Mord von Said Bourarach verdächtigt. Ihnen wurde vorgeworfen, den Moslem Bourarach, aus rassistischer Motivation ermordet zu haben. Mindestens 2 der Verdächtigen hatten scheinbar Kontakte zur Ligue de Défense Juive. [http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3889706,00.html]
== Quellen ==
<references />
== Siehe auch ==
*[[Judentum]]
*[[Kahanismus]]
*[[Zionismus]]
*[[Steven Weigang]]
== Weblinks ==
* [http://www.jdl-germany.org Offizielle Webseite]
* [http://www.forum.jdl-germany.org Jüdische Verteidigungsliga Forum]
* [http://www.facebook.com/pages/J%C3%BCdische-Verteidigungsliga/181229951887464 Facebook]
* [http://www.youtube.com/OfficialJDLGermany YouTube Kanal]
{{SORTIERUNG:Jüdische Verteidigungsliga}}
[[Kategorie:Jüdische Organisation]]
[[Kategorie:Untergrundorganisation]]
[[Kategorie:Judentum]]
[[Kategorie:Kahanismus]]
[[Kategorie:Person des Zionismus]]

Version vom 4. April 2011, 21:31 Uhr

Vorlage:Infobox Hochschule/Träger fehltVorlage:Infobox Hochschule/Studenten fehltVorlage:Infobox Hochschule/Mitarbeiter fehltVorlage:Infobox Hochschule/Professoren fehlt
Jüdische Verteidigungsliga
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Logo
Motto Nie Wieder
Gründung September 2009
Ort Ahlen, Deutschland
Leitung Steven Weigang

(Präsident)

Website www.jdl-germany.org

Die Jüdische Verteidigungsliga (engl. Jewish Defense League, JDL) ist eine jüdische Organisation, deren erklärtes Ziel es ist, Juden in der Diaspora mit allen Mitteln vor Antisemitismus zu schützen, die von ihr dafür als notwendig betrachtet werden.

Ursprüngliches Ziel des Gründers Meir Kahane war es, chassidische Juden im Brooklyn der 1960er Jahre vor Übergriffen und wachsendem Antisemitismus zu schützen. Seit der Gründung der Organisation, waren Mitglieder der JDL immer wieder in zahlreiche gewalttätige Übergriffe auf Neo-Nazis, Repräsentanten der ehemaligen Sowjetunion und Moslems verwickelt. Eine Reihe von versuchten terroristischen Anschlägen werden der JDL zwar zugerechnet, von dieser aber stets zurückgewiesen.[1] [1]

Das Massaker von Hebron wird von der JDL als „präventive Maßnahme“ gerechtfertigt. Laut der JDL hat der Täter, Baruch Goldstein, mit der Ermordung von 29 betenden Arabern, lediglich präventiv gehandelt, da sonst angeblich ein Angriff der einheimischen Araber auf die jüdischen Siedler in Hebron bevorgestanden hätte. Auch schämt sich die JDL nicht zuzugeben, dass Goldstein einst Mitglied ihrer Organisation war.[2] In Hebron finden sich bis heute Graffiti von der JDL, mit denen „Araber in die Gaskammern!“ gefordert wird.[3]

Neben der JDL existiert als politischer Arm die israelische Kach-Partei sowie die dazugehörige Organisation Kahane Chai (Kahane lebt), welche von der israelischen Regierung, nach dem Massaker von Hebron, für illegal erklärt wurden.


Gründung

Die JDL wurde 1968 von Rabbi Meir Kahane gegründet, vorrangig um Juden in New York zu beschützen und gegen lokalen Antisemitismus zu protestieren.[2] Der deutsche Ableger der JDL wurde 2009 von Steven Weigang gegründet.

Geschichte

JDL Vorsitzende

1968–1971 Rabbi Meir Kahane.

1971–1973 David Fisch, ein religiöser Student der Columbia University, welcher später Artikel für jüdische Zeitungen schrieb und das Buch Jews for Nothing veröffentlichte.

1973–1974 Kein Vorsitzender. Diese Zeit war von Machtkämpfen und Chaos innerhalb der JDL geprägt, bis Rabbi Kahane im August 1974 zurückkehrte und für Ordnung sorgte.

1974–1976 Russell Kellner, ursprünglich aus Philadelphia, zog für den Posten des Vorsitzenden nach New York.

1976–1978 Bonnie Pechter.

September bis Dezember 1978: Victor Vancier, auch bekannt unter seinem hebräischen Namen Chaim Ben Pesach. Trat zurück, als er wegen Bombenanschlägen gegen ägyptische Ziele in den USA ins Gefängnis musste. Die Anschläge sollten den Rückzug der Israelischen Armee aus dem Sinai verhindern. Bereits 1983 wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.

1979–1981 Brett Becker, ursprünglich aus Florida, zog für den Posten des Vorsitzenden nach New York.

1981–1983 Meir Jolowitz, ursprünglich aus Arizona, zog für den Posten des Vorsitzenden nach New York.

1983–1984 Fern Sidman.

1984–1987 Victor Vancier. Ab 1985 erklärte sich Irv Rubin selbst zum Vorsitzenden, wurde aber außerhalb von Los Angeles nicht als solcher akzeptiert.

1990–2002 Irv Rubin: Übernahm bis zu seinem Tod die volle Kontrolle, nachdem Victor Vancier erneut ins Gefängnis musste und Rabbi Kahane 1990 bei einem Anschlag in New York ums Leben kam.

Danach übernahm Bill Maniaci den Vorsitz. Als dieser zurücktrat, wurde Matt Finberg Vorsitzender, danach nahm Ian Sigel diese Position ein.

Wichtige Ereignisse

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Einzelnachweisen ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt, damit es nicht zu unnötigen Diskussionen kommt. Bitte hilf der Pluspedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Im Jahr 1978 musste der Vorsitzende Victor Vancier ins Gefängnis, als er den Rückzug der israelischen Armee aus dem Sinai durch Bombenanschlägen auf ägyptische Ziele in den USA verhindern wollte. Er wurde 1983 aus dem Gefängnis entlassen und übernahm 1984 erneut den Vorsitz der JDL.

Am 31. Dezember 1975 besetzten 15 JDL-Mitglieder das Büro des dauerhaften Beisitzers der Vatikanstadt innerhalb UNO, John Cheli, um für die päpstliche Anerkennung israelischer Zwecke zu protestieren, nachdem sie diesen daraus verdrängt hatten. Nach einer Stunde zogen sie sich jedoch wieder zurück, da Cheli die Polizei eingeschaltet hatte und die JDL mit ihm abgesprochen hatte, dass er Papst Paul VI. einen von ihr verfassten Bericht übergibt. Der Bericht enthielt unter anderem Kritik daran, dass der Papst zuvor die Israelis nach der Anerkennung von Palästinenser-Rechten gefragt hatte.[4]

Am 16. März 1978 bot Irv Rubin, angesichts eines Aufmarsches der American Nazi Party in Skokie, jedem, der ein Mitglied er ANP „tötet, verstümmelt oder schwer verletzt“ ein Kopfgeld von 500 $ an. Rubin wurde dafür wegen Aufruf zum Mord beschuldigt, 1981 jedoch freigesprochen.

Am 11. Oktober 1985 wurde Alex Odeh durch einen Bombenanschlag in Santa Ana, Kalifornien, getötet. Er war Bezirksvorstand des „American-Arab Anti-Discrimination Committee (ADC)“. Das FBI vermutete die JDL hinter der Tat, konnte aber keine ausreichenden Beweise finden.[3]

1987 wurde Victor Vancier wegen sechs Bombenangriffen auf sowjetische Ziele in den USA erneut verhaftet und zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, aber nach fünfeinhalb Jahren auf Bewährung entlassen. Die Anschläge sollten die Sowjetunion dazu bewegen, eine Emigration der sowjetischen Juden zu ermöglichen. Aufgrund eines dadurch erlittenen Image-Schadens begann die JDL sich von Vancier zu distanzieren. Nach seiner Entlassung gründete er daher die Jewish Task Force (JTF).[4]

1995 gab es einen Brandanschlag auf die Wohnung des Holocaustleugners Ernst Zündel in Toronto. Eine Gruppe namens "Jewish Armed Resistance Movement" bekannte sich zu diesem Angriff. Laut der kanadischen Zeitung Toronto Sun hatte die Gruppe Kontakte zur JDL und zu Kahane Chai. Meir Weinstein, Leiter der JDL in Toronto, bestritt eine Verwicklung in den Anschlag, wurde jedoch 5 Tage später selbst beim Versuch erwischt, bei Zündel einzubrechen und daher von der Polizei festgenommen.

Im Jahr 2001 konnten Bombenattentate auf das Büro des arabisch-stämmigen Kongress-Mitglieds Darrell Issa und die King Fahd Moschee in Culver City, Kalifornien verhindert werden. Der 2002 deswegen angeklagte JDL-Anführer Irv Rubin beging vor einem Gerichtstermin unter dramatischen Umständen Selbstmord, der andere Beschuldige, Earl Krugel, wurde im Jahr 2005 zu 20 Jahren Haft verurteilt, wurde dann aber im Gefängnis ermordet.

Im Oktober 2004 teilte sich die JDL in zwei konkurrierende Gruppen auf, welche beide unter dem gleichen Namen agierten.

Im April 2005 wurde die ursprüngliche Internet-Domain[5] von ihrem Betreiber Network Solutions aufgrund von angeblichen Rechtsverstößen aufgekündigt; kurze Zeit später ging die neue Domain[6] online.

2006 wurde die Gruppe B'nai Elim gegründet, welche von den meisten früheren Anhängern der JDL unter Irv Rubin unterstützt wird.

Die in Frankreich ansässige JDL, die Ligue de Défense Juive (LDJ), ist der ursprünglichen JDL unter Rabbi Meir Kahane ähnlich. Ihre selbsterklärte Aufgabe besteht darin, die französische jüdische Gemeinschaft vor den, vor allem in Paris stattfindenden, permantenten Angriffen von antisemitischen Gruppen, wie zum Beispiel Tribu Ka zu schützen. Die LDJ ist ihrer Methode nach eher offensiv als defensiv und wird von einem Teil der französischen Juden unterstützt. In den letzten Jahren erschienen viele positive Artikel in israelischen und britischen Medien, welche die LDJ zum Thema hatten. Allerdings wurde 2010 in Frankreich eine Gruppe junger Juden am Mord von Said Bourarach verdächtigt. Ihnen wurde vorgeworfen, den Moslem Bourarach, aus rassistischer Motivation ermordet zu haben. Mindestens 2 der Verdächtigen hatten scheinbar Kontakte zur Ligue de Défense Juive. [5]

Quellen

  1. 1,0 1,1 Anti-Defamation League über die JDL Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „hintergrund“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  2. http://www.jdl.org/information/five_principles.shtml
  3. Harvey W. Kushner(2002): Encyclopedia of Terrorism. Sage Publications Inc., 2002, ISBN 0-7619-2408-6, S. 192–193
  4. [1]
  5. jdl.org
  6. jewishdefenseleague.org

Siehe auch

Weblinks