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Schweizer Inflationen
An Inflationen hatte die Schweiz bislang nur eine einzige gravierendere zu verzeichnen: Anfangs der 1970er Jahre, mit einem Spitzenwert von 9,8 Prozent.
Am Anfang dieser Nachfrage-Inflation standen sehr umfangreiche Käufe von US-Dollar-Devisen durch die Schweizerische Nationalbank, die Notenbank des Landes, zwecks Verbesserung der Güter-Export-Bedingungen. Die dadurch neu in den Geldkreislauf gelangten Schweizer Franken flossen zu einem beträchtlichen Teil auch in den Bau von Liegenschaften. Anderseits wurden die Kontingente für Arbeitskräfte des Bausektors aufgrund einer vorgehend nur ganz knapp verworfenen Volksinitiative gegen Einwanderung relativ knapp gehalten. Dies führte zu einem Preis-Auftrieb bei den Baukosten, begünstigt noch durch eine damals sehr locker gehandhabte Gesetzgebung gegen (Baugewerbe-)Kartelle. Ferner gab es noch ein fast nicht reguliertes Mietpreis-Recht mit Marktmiete. Die gestiegenen Baukosten wurden damit allgemein deutlich überproportional in die Mietzinse eingepreist; hinzu kam noch, dass die Altbau-Mieten so gut wie gleich stark erhöht wurden wie jene der Neubauten, teilweise ohne dass überhaupt Wertvermehrungen oder andere Mehrleistungen dahinter standen. Die Inflation auf dem Liegenschaften-Markt übertraf damit jene der anderen Märkte um mehr als das Doppelte.
Gemäss ökonomischer Logik hätten die mit dieser intensiven Bautätigkeit verbundene Kreditschöpfung der Geschäftsbanken für viele unproduktive Investitionen wie Wohnhäuser, sowie eine sog. Preis-Lohn-Spirale eigentlich weitere Inflations-Schübe auslösen müssen. Dies war allerdings hier nur bedingt der Fall, es stellte sich eine relativ schnelle Abschwächung ein: Die Leute hatten Mühe, ihre stark gestiegenen Mieten zu bezahlen und begannen deshalb, ihren übrigen Konsum zu reduzieren, da sie von der stark export-orientierten Schweizer Wirtschaft, die ihre Konkurrenzfähigkeit nicht gefährden wollte, nicht den vollen Teuerungs-Ausgleich auf ihren Löhnen erhielten.
Literatur
"Die Volkswirtschaft, wirtschaftliche und sozialstatistische Mitteilungen", Ausgaben 1971 ff.
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