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Mullahkratie
Mullahkratie (von türkisch molla, persisch ملا molā, arabisch المولى al-mawlā, und altgriechisch κρατία kratía = "Herrschaft") ist eine Staatsform, in der islamische Geistliche und Gelehrte (siehe Mullahs) die Politik bestimmen.
Beispiele
Das einzige Beispiel dafür ist der Iran. Die offizielle Bezeichnung für die dortige Staatsform lautet „Statthalterschaft der Rechtsgelehrten“ (velayete fiqih) und ist - anders als allgemein angenommen - keine alte Idee, sondern ein Konzept, das der iranische Diktator Ruhollah Chomeini in den 1960er Jahren erarbeitet hat, um seine 1979 errichtete islamistische Diktatur religiös zu rechtfertigen.[1][2] Dieser Art Diktatur wurden pseudodemokratische Elemente beigefügt. So finden beispielsweise Präsidentschaftswahlen statt, wobei allerdings alle Bewerber für das Amt des Präsidenten vor der Genehmigung ihrer Kandidatur einem rigorosen ideologischen Selektionsprozess zum Zweck der Kontrolle ihrer Systemloyalität durch den Wächterrat unterzogen werden. Das letzte Wort hat ein religiöser Führer, der - ähnlich wie die sich auf das sogenannte Gottesgnadentum beziehenden Herrscher im Absolutismus - über uneingeschränkte gesetzgeberische, vollziehende und richterliche Vollmachten verfügt. Die demokratischen Strukturen sind damit reine Makulatur. Dieses Konzept ist ein in erster Linie schiitisches Konzept. Der Iran ist somit das einzige Land der Welt, in der nicht der Staatspräsident die höchste Autorität ist, sondern ein Geistlicher, ausgestattet mit „gottgegebener“ Allmacht.[3]
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ Ruhollah al-Musawi Chomeini: Islamic Government. Governance of the Jurist.
- ↑ Ruhollah al-Musawi Chomeini: Der Islamische Staat, Schwarz, Berlin 1983
- ↑ David E. Thaler, Alireza Nader, Shahram Chubin, Jerrold D. Green, Charlotte Lynch, Frederic Wehrey: Mullahs, Guards, and Bonyads. An Exploration of Iranian Leadership Dynamics, Rand Corporation 2010
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