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Indianische Fantasie
Die Indianische Fantasie, op. 44 ist ein dreisätziges Werk des italienischen Komponisten Feruccio Busoni für Klavier und Orchester aus dem Jahr 1915, welches Melodien und Rhythmen der nordamerikanischen Ureinwohner verwendet.
Entstehung
- Wie viele andere Komponisten der zweiten Hälfte des 19. und dann des 20. Jahrhunderts - z.b. Jean Sibelius, Claude Debussy, Modest Mussorgski, Béla Bartók, Zoltán Kodály, Leoš Janáček, Ralph Vaughan Williams, Aaron Copland, u.a. - interesserte sich auch Busoni für eine "neue Musikästhetik", [1] informierte sich über die Volksmusiktraditionen inner- und außereuropäischer Ethnien, und verarbeitete sie in seinen Kompositionen.
- Tourneebedingte Aufenthalte in den USA und der Kontakt mit der Musikethnologin und früheren Schülerin Natalie Curtis ließen in Busoni die Idee reifen, Elemente der Musik der nordamerikanischen Ureinwohner für eine Kompositionen zu verwenden. Die Informationen bzw. musikalischen Vorlagen entstammten u.a. der Liedersammlung Indians’ Book von Curtis aus dem Jahr 1907, die er im Jahr 1910 von dieser erhielt. [2] An seine Frau schrieb Busoni am 21. März 1910 aus den USA:
- "Ich sprach mit einer Indianerin, (...) Dann erzählte sie, daß ihr Stamm ein Instrument hätte, dieser Art: es wird ein Loch in die Erde gegraben und an seine Ränder Saiten gespannt. Ich sagte (im Geiste der Indianer): dieses Instrument sollte man nennen “die Stimme der Erde”, was sie ganz begeisterte. - Fräulein Curtis ist meine frühere Schülerin in Harmonielehre gewesen. Kannst Du Dich ihrer aus New York erinnern? Sie hat diese ganzen Jahre dem Studium indianischer Gesänge gewidmet und ein schönes Buch herausgebracht. Sie gab’s mir “zur Erinnerung an die erste Turandot- Aufführung in New York." [3]
- Am 9. März 1911 scheinen Busonis Ideen in einem weiteren Brief an seine Frau schon konkretere Gestalt angenommen zu haben:
- "Fräulein Curtis erhielt noch einen halbwegs wachen Brief von mir über die Verwerthung indianischer Motive. Ich hatte den (glaube ich) richtigen Einfall, daß man damit (wie mit den Flugversuchen) erst ganz allmählig und mit kleinen Experimenten beginnen sollte. Es ist lächerlich, eine Symphonie nach Leipziger Schema mit Indianischen Melodien zu machen (wie Dvorák) oder eine Meyerbeersche Oper (wie neuerdings Herbert). Das muß sehr studirt, in die Rolle hineingelebt werden. Ich dachte, zuerst eine oder zwei Scenen, nach gesehenen Ceremonien und Handlungen (sehr einfach) in einen Act zu bringen und mit einer von den “ewigen” Geschichten zu verbinden; Mutter, Sohn, Braut, Krieg, Frieden und ohne Raffinement. Es ist schon das höchste der Raffinements, so was richtig zu belauschen und zu reproduciren." [4]
- Am 15. März 1911 ist der Vorsatz zur Komposition des Werkes dann vorhanden:
- "Dieser Tage hatte ich die (sehr unbestimmt-visionäre) Idee einer indianischen Rhapsodie für Clavier und Orchester."
Einzelnachweise und Anmerkungen
- ↑ Siehe z.B. seine Schrift Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst aus dem Jahr 1907.
- ↑ MGG, Band II, S. 482
- ↑ Feruccio Busoni - Briefe an seine Frau, auf www.rodoni.ch
- ↑ Feruccio Busoni - Briefe an seine Frau, auf www.rodoni.ch
Weblinks
- "All Media Guide; Ann Arbor, MI 48108 USA: Busoni: Indianische Fantasie; Lustspiel-Ouvertüre; etc." (engl.)
- "Youtube: Ferruccio Busoni, Indian Fantasy for piano and orchestra (Part 1)"
- "Youtube: Ferruccio Busoni, Indian Fantasy for piano and orchestra (Part 2)"
- "Youtube: Ferruccio Busoni, Indian Fantasy for piano and orchestra (Part 3)"