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Rettungsportal

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Als Rettungsportale werden Online-Portale bezeichnet, die versuchen, zum Beispiel bei Wikipedia gelöschte Artikel zu erhalten. Zu den Benutzern gehören vor allem Inklusionisten. Die Rettungsportale haben oft selbst die Form eines Wikis.

Beispiele

Rettungsportale im Vergleich

Besucherzahlen

Die Besucherzahlen lagen bei Pluspedia Anfang November 2009 bei nur 200-300 Besuchern täglich, ab dem zweiten Drittel des Monats wurden bei Pluspedia 600 bis über 1000 Besucher täglich gezählt. Während WikiBay am 29.11.2009 mehr als 10.000 Page-Impressionen an einem Tag erreicht haben soll, erzielte die Seite bei Alexa im Februar 2010 nur noch einen Traffic-Rank, der sich um die 25.000-30.000 bewegte. PlusPedia erzielt zum Teil bereits einen Traffic-Rank, der knapp unter 5.000 betragen kann.[1] Web Community Wiki (Wecowi) erzielte im Schnitt einen Traffic-Rank, der um die 15.000 beträgt. Damit lagen WikiBay und Marjorie im Bezug auf die Besucherzahlen zur Zeit eher im hinteren Bereich.

Umfang

Abgesehen von der Qualität der Inhalte weisen die Rettungsportale unterschiedliche Anzahlen von Artikeln auf. Nicht jedes Rettungsportal ist auf die Rettung von Wikipedia-Artikeln spezialisiert, es werden teilweise auch von den jeweiligen Autoren eigens verfasste Artikel aufgenommen.

  • Marjorie - über 13.000 gerettete Wikipedia-Artikel, insgesamt rund 41.500 Artikel
  • PlusPedia - über 13.000 gerettete Wikipedia-Artikel, insgesamt rund 56.000 Inhaltsseiten
  • Wecowi - 11.300-Artikel,[2] 2018 wurde das Projekt eingestellt
  • WikiBay - fast 4.000, bereits 2010 wurde das Projekt eingestellt

Kritik

Die Macher von solchen Wikis werden häufig belächelt, da auch Datenmüll gesammelt werde. Oft kann der Eindruck entstehen, dass man hierbei mit relativ geringen Mitteln ein zweites Wikipedia gründen wolle. Dazu gäbe es Wikiprojekte wie "Sand am Meer", wovon ein Großteil selbst in der Blogosphäre kaum wahrgenommen wird. Häufig können bei kleinen Wikiprojekten eine mangelnde Kontrolle seitens der Admins oder mangelnde Mitarbeit mehrerer Autoren auf freiwilliger Basis vorhanden sein. Es könnten auch (nach dem Motto "Masse statt Klasse") zahlreiche dilletantische Artikel mit dem Versuch, ernsthafte Lexikonthemen mit weniger als 10 Wörtern umfassend zu behandeln, entstehen. Und das könnte nicht nur so sein, das ist genau so.

  • Bei einer Vielzahl von sinnlosen oder falschen Artikeln kann auch der enzyklopädische Hintergrund verloren gehen und sich damit die Bezeichnung "Enzyklopädie" als unkorrekt erweisen.
  • Da Qualität, Genauigkeit, Privatsphäre und Relevanz eng miteinander verwoben sein können, kann man möglicherweise ohne Relevanzkriterien bzw. bei gelöschten Artikeln in Falschbehauptungen und Verleumdungen versunken sein. Dies kann besonders der Fall sein, wenn seriöse Quellen für die Einzelnachweise und Belege wegfallen und lediglich wenige zweifelhafte Weblinks (darunter auch Blogs) übrigbleiben (siehe auch Recherche aus Online-Dokumenten), was auch auf die empfundene Gesamtqualität negative Auswirkungen haben kann.
  • Ein unkontrolliertes Einstellen von Artikeln könnte zu komplexen rechtlichen Konsequenzen führen, auch Konflikte mit dem Urheber- und Persönlichkeitsrecht sind möglich. Beispielsweise könnten gerade bei fehlenden Relevanzkriterien zahlreiche Artikel über Privatpersonen entstehen, die möglicherweise keinen eigenen Artikel über sich selbst haben möchten, den sie ständig nach Vandalismen untersuchen müssten und in der möglicherweise sogar der Abschnitt “Kritik” auftaucht.

Siehe auch

Einzelnachweise

Weblinks

Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Rettungsportal) vermutlich nicht.

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