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Šōfār

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Der šōfār (שׁוֹפָר) ist ein jüdisches Blasinstrument. Es handelt sich um ein bereits im Alten Testament erwähntes, aus Widder- oder Steinbockhorn gefertigtes Naturhorn. Es hat sich als einziges altisraelisches Instrument bis heute unverändert in der jüdischen Liturgie erhalten und gilt als ein Symbol des Judentums. [1] [2]

Erwähnungen im Alten Testament

Der šōfār ist mit 77 mal das am häufigsten im Alten Testament erwähnte Instrument. Er taucht dabei sowohl im kultischen als auch weltlichen Zusammenhang auf: Er wird zuerst bei Gesetzgebung am Berg Sinai (Ex. 19, 16) genannt, wo sein Klang ein Symbol der Gegenwart Gottes ist. Er meldet aber auch das Neumondfest (Ps. 81, 3) und den Beginn des Sabbat, erklingt am Tag der Buße (Joel. 2, 1) und der Versöhnung sowie bei der Überführung der Bundeslade, im Krieg (u.a. bei der Eroberung Jerichos) und bei Siegesfeiern und erinnert an die durch Gott verhinderte Opferung Isaaks (Gen. 22). [3]

Archäologische Funde

Die Archäologie konnte bislang keine Instrumente bergen. Die ältesten bildlichen Darstellungen stammen aus spätrömischer Zeit (3. Jhd. n. Chr.) und auch schriftliche Quellen zu Bau und Spielweise des sōfār sind erst ab dieser Zeit verfügbar.

Einzelnachweise

  1. Harald Skorepa (unter Mithilfe von Clemens Kuhn): Ultimus-Musiklexikon auf CD-ROM, Papendorf SE GmbH, 1997-2005
  2. Carl Dahlhaus und Hans Heinz Eggebrecht: Brockhaus Riemann Musiklexikon, Band II, L-Z, F. A. Brockhaus und B. Schott`s Söhne, Wiesbaden/Mainz, 1978, S. 468
  3. Amnon Shiloah: Jewish Musical Traditions, Wayne State University Press, Detroit, 1992, S. 41