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Facebook ist eine Website zum Erstellen und Betreiben sozialer Netzwerke und gehört der Facebook Inc. Bis 2011: hatte Facebook ihren Sitz Palo Alto[1], gelegen im Santa Clara Valley (Silicon Valley) seit Juni 2011 in Menlo Park im US-Bundesstaat Kalifornien, (Vereinigte Staaten).
Die Plattform wurde 2004 von Mark Zuckerberg gegründet. Facebook Inc. wird derzeit von Zuckerberg selbst sowie in geschäftsführenden Funktionen von Chris Cox (Vizepräsident), Sheryl Sandberg als Chief Operating Officer und Donald E. Graham (Chairman) geleitet. Laut eigenen Angaben strebt das Unternehmen einen Börsengang im Jahr 2012 an.
Der Konzern besitzt seit dem 1. Oktober 2009 eine Niederlassung in Hamburg [2] . Unter den Kooperationspartnern sind namhafte Unternehmen wie Yahoo!, Lufthansa, die Washington Post oder in Deutschland das Online-Portal Bild.de.
Am 5. Februar 2010, zum sechsten Geburtstag, hatte Facebook nach eigenen Angaben 400 Millionen aktive Nutzer weltweit. Die Plattform erreichte bereits im September 2011 rund 800 Millionen Mitglieder weltweit.[3] [4]
Bei Facebook werden die Benutzer dazu verpflichtet, ihren echten Namen (also Vor- und Nachname) im Profil anzugeben.[5]
Facebook löschen
Siehe Artikel Facebook löschen.
Alternativen zu Facebook
Siehe Artikel Alternativen zu Facebook.
Funktionen
Jeder Facebook-Benutzer verfügt über eine eigene Profilseite, auf der er sich vorstellen und Fotos oder Videos hochladen kann. Auf der Pinnwand des Profils können Besucher öffentlich sichtbare Nachrichten hinterlassen oder Notizen veröffentlichen. Alternativ zu öffentlichen Nachrichten können sich Benutzer persönliche Nachrichten schicken oder auch chatten. Zusätzlich existieren Facebook-Gruppen für die Kommunikation in einem engeren Personenkreis zu einem Themenbereich und Facebook-Seiten zur Vorstellung von öffentlichen Personen oder Institutionen.
Freunde können zu Gruppen und Events eingeladen werden. Facebook verfügt zudem über einen sogenanten Marktplatz, auf dem Benutzer Kleinanzeigen aufgeben können. Durch eine Beobachtungsliste wird man über Neuigkeiten, z. B. neue Pinnwandeinträge auf den Profilseiten von Freunden informiert. Die Benutzer auf Facebook sind in Universitäts-, Schul-, Arbeitsplatz- und Regionnalnetzwerke eingeteilt.
Kritik
KritikerInnen meinen, dass es nur sehr schwer ist Kommentare, Fotos, ect. zu löschen. Dabei wird oft übersehen, dass man bei Facebook sogut wie alle eigenen Beiträge öffentlich löschen kann. Ob sie nun auch von Facebook's Festplatten gelöscht sind, ist fraglich.
kritische Berichte, Artikel und Kommentare zu Facebook
- Bestätigt: Facebook bannt automatisch Benutzer: Diese Woche in Online Tyranny
- "heise.de: Facebooks-Apps verraten Zugangsdaten
Stellungname und Analyse vom "Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein":
- ULD an Webseitenbetreiber: "Facebook-Reichweitenanalyse abschalten"
- Datenschutzrechtliche Bewertung der Reichweitenanalyse durch Facebook
Kritik vom hamburgischen Datenschutzbeauftragten Prof. Dr. Johannes Caspar[6]
Cookies haben 2 Jahre Lebensdauer
Anfang November 2011 veröffentlichte der hamburgischen Datenschutzbeauftragten Prof. Dr. Johannes Caspar einen 53seitige Prüfbericht[7] über das sogenannte Cookie-Verhalten von Facebook-Seiten.
Einige der Cookies bleiben, so die Presseveröffentlichung[8], für zwei Jahre gespeichert und können den Nutzer eindeutig identifizieren. Somit kann Facebook einen Nutzer selbst dann wiedererkennen, wenn er unangemeldet Webseiten aufruft, die einen Facebook-"Gefällt-mir"-Button enthalten. Siehe auch: Facebook-"Gefällt-mir"-Button auf Pluspedia-Seiten [9].
Facebook selbst begründet den Zweck der Cookies mit einem Hinweis auf Sicherheitsmechanismen, etwa der Schutz der Jugend- oder des Passwortes.
Die Untersuchung[7] der Hamburger Datenschutzbehörde zeigt jedoch eindeutig, dass die Angaben von Facebook nicht zutreffen.
„Die Argumentation von Facebook, dass sämtliche Nutzer auch über das Ende einer Facebook-Anmeldung hinaus erkennbar sein müssen, um die Sicherheit des Dienstes zu gewährleisten, ist vor diesem Hintergrund nicht haltbar. Dass durch das Setzen der Cookies tatsächlich nur die Erhebung solcher personenbezogener Daten eines Nutzers ermöglicht wird, die für die Nutzung des Dienstes erforderlich sind, erscheint sehr zweifelhaft. Das Ergebnis der Prüfung erweckt den Verdacht, dass Facebook Trackingprofile der Nutzer erstellt. Das wäre aber nach dem Telemediengesetz ohne entsprechenden Hinweis auch auf das hiergegen bestehende Widerspruchsrecht nicht zulässig.“[8]
Facebooks Gesichtserkennung ist datenschutzwidrig
Prof. Dr. Johannes Caspar will gegen Fa. Facebook aufgrund der Funktion der automatischen Gesichtserkennung rechtliche Schritte einleiten.
Diese Absicht veröffentlichte er am 10.11.2011 in einer Presseerklärung[10] auf seiner Internetseite.
Aufgrund einer zusätzlichen Funktion können Facebook-Nutzer den bei Facebook hochgeladenen Fotos Namen von dort abgebildeten Personen zuordnen. Eine Software soll dann weitere Fotos der abgebildeten Personen automatisch der betreffenden Person zuordnen.
Johannes Caspar, der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, erläutert das Problem und begründet sein Vorgehen:
„Ein rechtmäßiger Einsatz der Gesichtserkennungssoftware bei Facebook erfordert die freiwillige Einwilligung der informierten Nutzer. Von den Nutzern, deren biometrische Gesichtsmerkmale bereits in die von Facebook betriebene Datenbank aufgenommen wurden, ist sie nachträglich einzuholen. Facebook ist offensichtlich nicht bereit, die erforderlichen Schritte zu gehen. Nach monatelangen Verhandlungen, die wir mit Facebook geführt haben, ist das Ergebnis enttäuschend. Weiterhin liegt ein Verstoß gegen europäisches und nationales Datenschutzrecht vor. Dieser muss nun abgestellt werden. Um künftig sicherzustellen, dass die neue Technologie der Gesichtserkennung in einer Weise eingesetzt wird, die das informationelle Selbstbestimmungsrecht der Nutzer achtet, werden wir die uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Instrumente einsetzen. In Betracht kommen die Verhängung eines Bußgeldes wie auch der Erlass einer Ordnungsverfügung..“[10]
Kritik von Edgar Wagner, Datenschutzbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz
Der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte verhängt ein "Antwortverbot" auf der Facebook-Seite der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei
Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz, Edgar Wagner, hat der Staatskanzlei der neuen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer, ein "Facebook-Antwortverbot" erteilt.
Als Grund herfür nennt Wagner, dass das Internet-Unternehmen gegen das deutsche Telemediengesetz verstoße. Für den Nutzer fehlt eine Widerspruchsmöglichkeit. Zudem würden die Nutzer nicht genug informiert, die Profile würden nicht direkt gelöscht.[11]
Nach der Berichterstattung bei "n-tv.de" setzt Wagner auf einen Kopmpromiss:
„«Wir wollen diese Nutzerprofile deshalb so klein wie möglich halten.» Ganz auf Facebook verzichten soll die Staatskanzlei aber nicht: «Weil die Netzwerke gute Möglichkeiten bieten, Informationen zu verbreiten, wollen wir die Fanseiten als Brücke zu den eigenen Homepages der Ministerien nutzen», sagte Wagner.“[12]
Auf den "sozialen" Netzwerken erntet das Antwortverbot jedoch viel Spott: Johannes Steiniger, Landesvorsitzender der "Jungen Union" [13] Rheinland-Pfalz bermerkte dazu, ...
„dass da jemand den Sinn und Zweck der Kommunikation in sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook mal überhaupt nicht verstanden hat.“[12]
Der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte hat bereits vor längerer Zeit in diversen Pressemitteilungen auf die problematische Nutzung von Facebook-Fanpages hingewiesen.[14]
Zum schmunzeln?
Auch die Familienmitglieder des Facebook-Betreibers Mark Zuckerberg sind, anscheinend, nicht mit den Facebook-Nutzungsbedingungen vertraut:
Am ersten Weihnachtstag musste Marks Schwester Randi hilflos zusehen, wie ein in Facebook eingestelltes Familienfoto an 40.000 fremde "Freunde von Freunden" weiterverbreitet wurde.[15]
Facebook in der Politik
Auch der "Deutsche Bundestag" befasst sich mit dem Thema:
„Der Unterausschuss "Neue Medien" erörterte am Montag, 24. Oktober 2011, in einem öffentlichen Expertengespräch aktuelle Fragen rund um die Datensicherheit bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken". Als Experten waren Mitarbeiter von Google und Facebook geladen.“
– Deutscher Bundestag - Verfassungsorgan der Bundesrepublik Deutschland - Unterseite 'Mediathek'[16]
Quellen und Einzelnachweise
- ↑ Der Name Palo Alto bedeutet im Spanischen hoher Pfahl und bezieht sich auf einen besonders hohen Baum namens El Palo Alto am Ufer des San Francisco Creek
- ↑ Elektronischer Bundesanzeiger ("Facebook Germany GmbH, Hamburg")
- ↑ "Mitgliederzahl in Die Presse" vom 23. September 2011
- ↑ "Mitgliederzahl in Der Standard" vom 23. September 2011
- ↑ http://www.facebook.com/legal/terms (Erklärung der Rechte und Pflichten Punk 4)
- ↑ "Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit" (Webseite)
- ↑ 7,0 7,1 "Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit: Prüfung der nach Abmeldung eines Facebook-Nutzers verbleibenden Cookies" (pdf-Datei: 606 KB)
- ↑ "Gefällt-mir"-Button beiPlusPedia
- ↑ 10,0 10,1 "Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit: Biometrie-Datenbank von Facebook weiterhin rechtswidrig - Datenschutzbehörde bereitet rechtliche Schritte vor"
- ↑ "Märkische Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH Potsdam: 24.01.2013/ 16:30 - Datenschützer verteidigt Facebook-Antwortverbot"
- ↑ 12,0 12,1 "n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH: Donnerstag, 17. Januar 2013 - Internet Datenschutz Regierung: Netz spottet über Mainzer Antwort-Verbot bei Facebook"
- ↑ Anm.: Die "Junge Union" ist die Nachwuchsorganisation der CDU.
- ↑ Er folgt eine kleine Auswahl:
- "Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz: Pressemitteilung vom 1. Dezember 2011 - Facebook-Nutzung ist und bleibt problematisch!"
- "Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz: Pressemitteilung vom 9. Juli 2012 - Facebook-Fanpages verstoßen gegen Datenschutzrecht"
- "Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz: Pressemitteilung vom 10. Juli 2012 - Facebook fordert seine Nutzer zu Spitzeldiensten auf"
- "Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz: Pressemitteilung vom 17. Dezember 2012 - Missachtung des Datenschutzes als Prinzip? Die Namenssuche von Facebook-Profilen lässt sich nicht mehr beschränken"
- "Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz: Pressemitteilung vom 18. Januar 2013 - Facebook - Die Kehrseite der Medaille Fragen und Antworten zu Facebook-Auftritten von Landesbehörden"
- "Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz: Pressemitteilung vom 24. Januar 2013 - Mehr Datenschutz bei Facebook-Fanseiten"
- "Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz: Pressemitteilung vom 1. Dezember 2011 - Facebook-Nutzung ist und bleibt problematisch!"
- ↑ "Welt-online: Zuckerbergs Schwester Randi in der Facebook-Falle"
- ↑ "Deutscher Bundestag - Verfassungsorgan der Bundesrepublik Deutschland - Unterseite 'Mediathek': 24. Oktober 2011 - Datenschutz im Internet"
Siehe auch
Weblinks
- "ORF Online und Teletext GmbH & Co KG Wien/ Östereich: Rat auf Draht - "Netlog, Facebook & Co - Pro&Contra" "
- "Facebook: Deutsche Webseite"
- "iStrategyLabs Washington/ USA: 2010 Facebook-Statistiken (englisch)"
- facebook "A. Zirkelbach, Wien/ Östereich: Privatsphäreeinstellungen anpassen"
- "Wikimedia Foundation Inc., San Franzisko/ USA: Überblick von Vorkommnissen rund um Facebook (englisch)" (Engl. Wikipedia)
- Facebook-Archiv im "The Daily Telegraph"(englisch)
Vergleich zu Wikipedia