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Endlager: Unterschied zwischen den Versionen
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Die restlichen radioaktiven Abfälle aus der Kernenergie-Erzeugung werden bis zur Eröffnung von neuen Endlagern in sog. Standort-[[Zwischenlager]]n an allen Kernkraftwerks-Standorten zwischengelagert. Das oder die definitiven Endlager werden derzeit in einem ergebnis-offenen Such-Verfahren, das sich über ganz Deutschland erstreckt, ermittelt. Im Januar 2019 gelangte die ''Bundesgesellschaft für Endlagerung'' zum Schluss, dass der bereits seit Längerem im Gespräch stehende [[Schacht Konrad]] grundsätzlich zur Endlagerung für schwach- und mittel-radioaktive (also nicht die hoch radioaktiven abgebrannten Brennelemente und dergleichen) Abfälle geeignet wäre. | Die restlichen radioaktiven Abfälle aus der Kernenergie-Erzeugung werden bis zur Eröffnung von neuen Endlagern in sog. Standort-[[Zwischenlager]]n an allen Kernkraftwerks-Standorten zwischengelagert. Das oder die definitiven Endlager werden derzeit in einem ergebnis-offenen Such-Verfahren, das sich über ganz Deutschland erstreckt, ermittelt. Im Januar 2019 gelangte die ''Bundesgesellschaft für Endlagerung'' zum Schluss, dass der bereits seit Längerem im Gespräch stehende [[Schacht Konrad]] grundsätzlich zur Endlagerung für schwach- und mittel-radioaktive (also nicht die hoch radioaktiven abgebrannten Brennelemente und dergleichen) Abfälle geeignet wäre. | ||
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Version vom 12. Juli 2020, 20:59 Uhr
Endlager oder Geologische Tiefenlager sind Endlagerstätten für radioaktiven Abfall im geologischen Untergrund. Ein gestaffeltes Barrieren-System soll dabei den sicheren Einschluss dieser teils sehr langlebigen radioaktiven Stoffe für hunderttausende von Jahren gewährleisten. Bei den abgebrannten Brennelementen oder hoch aktivem Wiederaufarbeitungs-Abfall sind das robuste Metallbehälter als erste Barriere. Diese Behälter werden im Lagerstollen umschlossen durch künstliches, wasserundurchlässiges Verfüllmaterial, z.B. Bentonit, womit der Zwischenraum zum Felsgestein verfüllt wird - die zweite Barriere. Die dritte Barriere ist das Felsgestein (Wirtsgestein genannt), wobei heute unterschiedliche geologische Formationen, die als besonders gut abdichtend gesehen werden, analysiert werden, etwa Opalinuston oder alte Salz-Bergwerke wie in Gorleben. Das Verfahren zur Endlager-Suche wird heute (2017) in Deutschland ergebnisoffen auf verschiedene zu eruierende Standorte ausgerichtet. In der Schweiz hat man sich weitestgehend bereits auf die Gesteinsschicht Opalinuston festgelegt, die an drei noch in der Evaluation stehenden Standorten vorliegt. Weltweit ist noch kein Endlager für hochaktive Abfälle von Kernkraftwerken in Betrieb, in den USA werden aber ähnliche Stoffe aus der Kernwaffen-Produktion bereits im Lager Carlsbad in New Mexico eingelagert. Kritische Geologen zweifeln daran, dass der Abfall über derart lange Zeiträume sicher eingeschlossen bleiben kann.
Bestehende deutsche Endlager
Morsleben
Dieses Endlager in Sachsen-Anhalt wurde seit 1971 durch die vormalige DDR für die Einlagerung schwächer radioaktiver Abfälle betrieben. Nach der Wende wurde es noch eine gewisse Zeit lang weiter betrieben. Heute wird es nur noch überwacht.
Asse
Dieses in der Vergangenheit ebenfalls mit schwächer aktiven Abfällen bestückte Lager in Niedersachsen ist ebenso ausser Betrieb und sorgte kürzlich durch problematische Wassereinbrüche in diesen ehemaligen Salzstock für Aufsehen. Es taugt voraussichtlich nicht als Endlager.
Die restlichen radioaktiven Abfälle aus der Kernenergie-Erzeugung werden bis zur Eröffnung von neuen Endlagern in sog. Standort-Zwischenlagern an allen Kernkraftwerks-Standorten zwischengelagert. Das oder die definitiven Endlager werden derzeit in einem ergebnis-offenen Such-Verfahren, das sich über ganz Deutschland erstreckt, ermittelt. Im Januar 2019 gelangte die Bundesgesellschaft für Endlagerung zum Schluss, dass der bereits seit Längerem im Gespräch stehende Schacht Konrad grundsätzlich zur Endlagerung für schwach- und mittel-radioaktive (also nicht die hoch radioaktiven abgebrannten Brennelemente und dergleichen) Abfälle geeignet wäre.
Mögliche Endlager-Standorte für hoch aktive AKW-Abfälle weltweit (Auswahl)
- USA: Yucca Mountain im Bundesstaat Nevada, umstritten; neu die Variante vorerst Zwischenlagerung der Abfälle aus über 100 AKW für min. 100 Jahre im Südosten New Mexicos
- China: Wüste Lop Nor
- Russland: Schelesnogorsk
- Frankreich: Bure in Lothringen
- Deutschland: Noch in Evaluation, eine von mehreren Möglichkeiten auch Gorleben
- Schweden: Forsmark
- Finnland: Olkiluoto
- Schweiz: Evaluation unter drei Standorten im Jura und Zürcher Weinland
Das Kommunikations-Problem
Es stellt sich für die Endlagerung das Problem: Wie soll man unseren Nachfahren in z.B. 10.000 Jahren vermitteln, dass sich am Endlager-Standort gefährliche Stoffe befinden, die nur mit grosser Vorsicht gehandhabt werde dürfen? Sie sprechen sehr wahrscheinlich dannzumal eine völlig andere Sprache. Im Vordergrund stehen derzeit Piktogramme mit schematischen Darstellungen etwa eines Menschen, der von einer Strahlenwelle getroffen umfällt; diese Piktogramme wären eingegossen in sehr widerstandsfähiges Material.
Quellen
- Broschüre der Nagra (Schweiz) zur geolog. Tiefenlagerung, Themenheft Mai 2013
- National Geographic (deutsche Ausgabe), Juli 2002