PlusPedia wird derzeit technisch modernisiert. Aktuell laufen Wartungsarbeiten. Für etwaige Unannehmlichkeiten bitten wir um Entschuldigung; es sind aber alle Artikel zugänglich und Sie können PlusPedia genauso nutzen wie immer.
Neue User bitte dringend diese Hinweise lesen:
Anmeldung - E-Mail-Adresse Neue Benutzer benötigen ab sofort eine gültige Email-Adresse. Wenn keine Email ankommt, meldet Euch bitte unter NewU25@PlusPedia.de.
Hinweis zur Passwortsicherheit:
Bitte nutzen Sie Ihr PlusPedia-Passwort nur bei PlusPedia.
Wenn Sie Ihr PlusPedia-Passwort andernorts nutzen, ändern Sie es bitte DORT bis unsere Modernisierung abgeschlossen ist.
Überall wo es sensibel, sollte man generell immer unterschiedliche Passworte verwenden! Das gilt hier und im gesamten Internet.
Aus Gründen der Sicherheit (PlusPedia hatte bis 24.07.2025 kein SSL | https://)
Bei PlusPedia sind Sie sicher: – Wir verarbeiten keine personenbezogenen Daten, erlauben umfassend anonyme Mitarbeit und erfüllen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vollumfänglich. Es haftet der Vorsitzende des Trägervereins.
PlusPedia blüht wieder auf als freundliches deutsches Lexikon.
Wir haben auf die neue Version 1.43.3 aktualisiert.
Wir haben SSL aktiviert.
Hier geht es zu den aktuellen Aktuelle Ereignissen
Jemen: Unterschied zwischen den Versionen
ergänzt, WP raus |
überarbeitet und ergänzt |
||
Zeile 1: | Zeile 1: | ||
Der '''Jemen''' ist ein [[Staat]] in Vorderasien, im Süden der [[Arabische Halbinsel|Arabischen Halbinsel]]. Er hat etwa 12,8 Millionen Einwohner, fast ausschließlich [[Araber]]. Staatsreligion ist der [[Islam]], und es gilt die [[Scharia]]. Hauptstadt ist [[Sanaa]]. Gegenüber anderen [[Religion]]en ist der Jemen zweitweise liberal. Bis zum Auftreten des Islam gehörten die Juden regelmäßig zur Oberschicht des Landes.<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Judentums_im_Jemen</ref> | Der '''Jemen''' ist ein [[Staat]] in Vorderasien, im Süden der [[Arabische Halbinsel|Arabischen Halbinsel]]. Er hat etwa 12,8 Millionen Einwohner, fast ausschließlich [[Araber]]. Staatsreligion ist der [[Islam]], und es gilt die [[Scharia]]. Hauptstadt ist [[Sanaa]]. Gegenüber anderen [[Religion]]en ist der Jemen zweitweise liberal. Bis zum Auftreten des Islam gehörten die Juden regelmäßig zur Oberschicht des Landes.<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Judentums_im_Jemen</ref> Mit dem Kolonialismus des 19. Jahrhunderts begannen Kämpfe zwischen [[Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland|Großbritannien]] und dem [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] um die Vorherrschaft. Dies führte 1918 nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] zur Gründung eines unabhängigen Königreiches im Nordjemen. 1949 und 1950 wurden unter dem Decknamen ''Operation fliegender Teppich'' etwa 50.000 jüdische Jemeniten nach [[Israel]] ausgeflogen. Ein Teil der Juden im Jemen - insbesondere in den Bergen - blieb auf eigenen Wunsch und auf Bitten der übrigen Bevölkerung bis heute im Lande, da es wirtschaftlich wichtige Beziehungen zwischen den beiden Gruppen gibt.<ref>Juden im Jemen: [https://www.youtube.com/watch?v=_Lykeg87bsY Youtube], abgerufen am 22. Februar 2017</ref> 1958 bis 1961 bildete der Nordjemen zusammen mit [[Ägypten]] und [[Syrien]] die ''Vereinigten Arabischen Staaten''. | ||
Im Jemen darf ab dem Alter von neun Jahren geheiratet werden. Viele solcher Gesetze wurden Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführt. Aufgrund des Gesetzes gilt ein Waise als von Geburt an muslimisch.<ref>Aviva Klein-Franke, ''The Orphans, their flight and their immigration to Palestine – A study of rescue operation'' in Yemenite Path, FN 1, S. 85–111</ref> Dagegen versuchten [[Juden]] ihre Kinder zu schützen, indem sie diese frühzeitig verheirateten, um ihnen den eigenen Status einer Familie zu verleihen und unabhängig vom Ableben der Eltern religiös abzusichern. [[Homosexualität]] steht unter Strafe und kann mit der [[Todesstrafe]] geahndet werden. Bis 1948 waren bereits 100.000 jemenitische Juden nach [[Israel]] ausgewandert.<ref>John F. Oppenheimer (Red.): Lexikon des Judentums. Bertelsmann, Gütersloh 1971, ISBN 3-570-05964-2, Sp. 323 | Im Jemen darf ab dem Alter von neun Jahren geheiratet werden. Viele solcher Gesetze wurden Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführt. Aufgrund des Gesetzes gilt ein Waise als von Geburt an muslimisch.<ref>Aviva Klein-Franke, ''The Orphans, their flight and their immigration to Palestine – A study of rescue operation'' in Yemenite Path, FN 1, S. 85–111</ref> Dagegen versuchten [[Juden]] ihre Kinder zu schützen, indem sie diese frühzeitig verheirateten, um ihnen den eigenen Status einer Familie zu verleihen und unabhängig vom Ableben der Eltern religiös abzusichern. [[Homosexualität]] steht unter Strafe und kann mit der [[Todesstrafe]] geahndet werden. Bis 1948 waren bereits 100.000 jemenitische Juden nach [[Israel]] ausgewandert.<ref>John F. Oppenheimer (Red.): Lexikon des Judentums. Bertelsmann, Gütersloh 1971, ISBN 3-570-05964-2, Sp. 323</ref> | ||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
Zeile 8: | Zeile 8: | ||
== Weblinks == | == Weblinks == | ||
{{Commonscat|Yemen|Jemen}} | {{Commonscat|Yemen|Jemen}} | ||
* [http://www.diplo.de/Jemen Länderinformationen des Auswärtigen Amtes zu dem Jemen] | * [http://www.diplo.de/Jemen Länderinformationen des Auswärtigen Amtes zu dem Jemen] | ||
* [http://www.djg-ev.de Deutsch-Jemenitische Gesellschaft e.V.] | * [http://www.djg-ev.de Deutsch-Jemenitische Gesellschaft e.V.] | ||
* [http://home.datacomm.ch/rmaier/jemen/ Faszination Jemen] | * [http://home.datacomm.ch/rmaier/jemen/ Faszination Jemen] | ||
* [http://www.clio.fr/BIBLIOTHEQUE/le_yemen_entre_judaisme_et_christianisme.asp | * [http://www.clio.fr/BIBLIOTHEQUE/le_yemen_entre_judaisme_et_christianisme.asp Le Yémen entre judaïsme et christianisme] par Christian Robin, Directeur de l'UMR Orient et Méditerranée, Membre de l'Institut. (französisch) | ||
* [http://www.bmz.de/de/laender_regionen/naher_osten_nordafrika/jemen/index.html Entwicklungszusammenarbeit mit dem Jemen] | * [http://www.bmz.de/de/laender_regionen/naher_osten_nordafrika/jemen/index.html Entwicklungszusammenarbeit mit dem Jemen] | ||
* [http://www.yementimes.com Yemen Times] (englisch) | * [http://www.yementimes.com Yemen Times] (englisch) |
Version vom 5. August 2017, 16:08 Uhr
Der Jemen ist ein Staat in Vorderasien, im Süden der Arabischen Halbinsel. Er hat etwa 12,8 Millionen Einwohner, fast ausschließlich Araber. Staatsreligion ist der Islam, und es gilt die Scharia. Hauptstadt ist Sanaa. Gegenüber anderen Religionen ist der Jemen zweitweise liberal. Bis zum Auftreten des Islam gehörten die Juden regelmäßig zur Oberschicht des Landes.[1] Mit dem Kolonialismus des 19. Jahrhunderts begannen Kämpfe zwischen Großbritannien und dem Osmanischen Reich um die Vorherrschaft. Dies führte 1918 nach dem Ersten Weltkrieg zur Gründung eines unabhängigen Königreiches im Nordjemen. 1949 und 1950 wurden unter dem Decknamen Operation fliegender Teppich etwa 50.000 jüdische Jemeniten nach Israel ausgeflogen. Ein Teil der Juden im Jemen - insbesondere in den Bergen - blieb auf eigenen Wunsch und auf Bitten der übrigen Bevölkerung bis heute im Lande, da es wirtschaftlich wichtige Beziehungen zwischen den beiden Gruppen gibt.[2] 1958 bis 1961 bildete der Nordjemen zusammen mit Ägypten und Syrien die Vereinigten Arabischen Staaten.
Im Jemen darf ab dem Alter von neun Jahren geheiratet werden. Viele solcher Gesetze wurden Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführt. Aufgrund des Gesetzes gilt ein Waise als von Geburt an muslimisch.[3] Dagegen versuchten Juden ihre Kinder zu schützen, indem sie diese frühzeitig verheirateten, um ihnen den eigenen Status einer Familie zu verleihen und unabhängig vom Ableben der Eltern religiös abzusichern. Homosexualität steht unter Strafe und kann mit der Todesstrafe geahndet werden. Bis 1948 waren bereits 100.000 jemenitische Juden nach Israel ausgewandert.[4]
Einzelnachweise
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Judentums_im_Jemen
- ↑ Juden im Jemen: Youtube, abgerufen am 22. Februar 2017
- ↑ Aviva Klein-Franke, The Orphans, their flight and their immigration to Palestine – A study of rescue operation in Yemenite Path, FN 1, S. 85–111
- ↑ John F. Oppenheimer (Red.): Lexikon des Judentums. Bertelsmann, Gütersloh 1971, ISBN 3-570-05964-2, Sp. 323
Weblinks
- Länderinformationen des Auswärtigen Amtes zu dem Jemen
- Deutsch-Jemenitische Gesellschaft e.V.
- Faszination Jemen
- Le Yémen entre judaïsme et christianisme par Christian Robin, Directeur de l'UMR Orient et Méditerranée, Membre de l'Institut. (französisch)
- Entwicklungszusammenarbeit mit dem Jemen
- Yemen Times (englisch)