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Afrikanische Beutekunst: Unterschied zwischen den Versionen

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* Ein weiteres Beispiel für Kunstraub in Afrika sind die im Jahr [[1884]] vom damaligen Gouverneur [[Maximilian Buchner]] gestohlenen wertvollen Kunstgegenstände aus [[Kamerun]]. <ref>[http://www.africavenir.org/de/news-archiv/newsdetails/datum/2010/03/04/press-release-work-of-art-looted-during-colonialism-should-be-returned-to-cameroon-wide-alliance.html Infos auf ''www.africavenir.org'']</ref>   
* Ein weiteres Beispiel für Kunstraub in Afrika sind die im Jahr [[1884]] vom damaligen Gouverneur [[Maximilian Buchner]] gestohlenen wertvollen Kunstgegenstände aus [[Kamerun]]. <ref>[http://www.africavenir.org/de/news-archiv/newsdetails/datum/2010/03/04/press-release-work-of-art-looted-during-colonialism-should-be-returned-to-cameroon-wide-alliance.html Infos auf ''www.africavenir.org'']</ref>   
* Auch der [[Bronzekopf von Ife]] wurde von Briten im Jahr [[1938]] gestohlen.
* Auch der [[Bronzekopf von Ife]] wurde von Briten im Jahr [[1938]] gestohlen.
* Eines der beschämendsten Beispiele für Kunstraub in Afrika ist die berühmte französische Expedition zwischen [[1931]] und [[1933]] von [[Dakar]] nach [[Djibouti]] unter der Leitung von [[Marcel Griaule]]. <ref>Eva-Maria Bruchhaus und Leonhard Harding: ''Hundert Jahre Einmischung in Afrika / 1884-1984'', Buske Helmut Verlag GmbH, 1986, S. 194</ref>
* Auch heute noch werden viele Kunstwerke aus Afrika gestohlen und illegal an reiche europäische oder US-amerikanische Sammler verkauft. 
* Man fragt sich, warum es kaum eine öffentliche Diskussion zu diesen Verbrechen gibt. Ein großangelegtes Projekt zur Rückgabe der gestohlenen Kunstwerke gibt es nicht.
* Man fragt sich, warum es kaum eine öffentliche Diskussion zu diesen Verbrechen gibt. Ein großangelegtes Projekt zur Rückgabe der gestohlenen Kunstwerke gibt es nicht.
* In Bezug auf die Enteignung [[Judentum|jüdischer]] Kunstsammlungen (siehe den Hype um die ''Gurlitt-Sammlung'') oder NS-Beutekunst wird jedes Detail medial extrem hochgespielt und im deutschen Fernsehen ausführlich durchdiskutiert. Das Themenfeld der den Afrikanern gestohlenen Kunstwerke interessiert dagegen kaum jemand, und findet in den Medien nicht statt. Dafür sind verschiedene Faktoren ausschlaggebend:
* In Bezug auf die Enteignung [[Judentum|jüdischer]] Kunstsammlungen (siehe den Hype um die ''Gurlitt-Sammlung'') oder NS-Beutekunst wird jedes Detail medial extrem hochgespielt und im deutschen Fernsehen ausführlich durchdiskutiert. Das Themenfeld der den Afrikanern gestohlenen Kunstwerke interessiert dagegen kaum jemand, und findet in den Medien nicht statt. Dafür sind verschiedene Faktoren ausschlaggebend:

Version vom 2. Januar 2014, 13:23 Uhr

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Der von Briten im Jahr 1938 aus Nigeria gestohlene Bronzekopf von Ife

Als Afrikanische Beutekunst bezeichnet man die Kunstschätze, die von Europäern den Afrikanern im Laufe von mehreren Jahrhunderten gestohlen wurden.

Details

  • Ab Ende des 15. Jahrhunderts wurde Afrika zunehmend von europäischen Mächten dominiert.
  • Die schlimmste Knechtung des Kontinents durch Europa begann aber erst im 19. Jahrhundert.
  • Im diesem Rahmen stahlen die Kolonialmächte auch viele Kunstwerke aus Afrika.
  • Wahlweise beschwatzte man lokale Herscher und tauschte wertvolle Kunstgegenstände gegen nutzlosen und wertlosen europäischen Tand. In anderen Fällen stahl man die Kunstgegenstände einfach.
  • So landeten sehr viele, teilweise extrem wertvolle Kunstgegenstände in europäischen Mussen oder bei Privatleuten aus Europa und den USA.
  • Der Diebstahl begann mit der Plünderung altägyptischer Kunstwerke durch die Franzosen und Briten in Ägypten.
  • Ein weiteres Beispiel für Kunstraub in Afrika sind die im Jahr 1884 vom damaligen Gouverneur Maximilian Buchner gestohlenen wertvollen Kunstgegenstände aus Kamerun. [1]
  • Auch der Bronzekopf von Ife wurde von Briten im Jahr 1938 gestohlen.
  • Eines der beschämendsten Beispiele für Kunstraub in Afrika ist die berühmte französische Expedition zwischen 1931 und 1933 von Dakar nach Djibouti unter der Leitung von Marcel Griaule. [2]
  • Auch heute noch werden viele Kunstwerke aus Afrika gestohlen und illegal an reiche europäische oder US-amerikanische Sammler verkauft.
  • Man fragt sich, warum es kaum eine öffentliche Diskussion zu diesen Verbrechen gibt. Ein großangelegtes Projekt zur Rückgabe der gestohlenen Kunstwerke gibt es nicht.
  • In Bezug auf die Enteignung jüdischer Kunstsammlungen (siehe den Hype um die Gurlitt-Sammlung) oder NS-Beutekunst wird jedes Detail medial extrem hochgespielt und im deutschen Fernsehen ausführlich durchdiskutiert. Das Themenfeld der den Afrikanern gestohlenen Kunstwerke interessiert dagegen kaum jemand, und findet in den Medien nicht statt. Dafür sind verschiedene Faktoren ausschlaggebend:
    • Die Afrikaner sind nicht so gut organisiert wie die Juden in Israel und den USA. Sie haben keine starke Lobby wie die Juden.
    • Außerdem konnten sich die Afrikaner nicht so gut als medial anerkannte Opfergruppe hochstilisieren wie die Juden.
    • Afrika und seine Probleme liegen generell am Rande des medialen Interesses.
    • Ein vierter Grund ist, dass in Bezug auf Afrikanische Beutekunst eher Länder wie Großbritannien, Frankreich oder Portugal und nicht die Deutschen die Täter sind. Dies widerspricht dem weltweit beliebten Schemata, dass die Deutschen immer die Täter und die "Bösen" sind.
  • Ein erschreckendes Beispiel für diese europazentrierte und linkslastige sowie deutschfeindliche Darstellung des Themas ist der deuschsprachige Zweig der Wikipedia. Im Artikel "Beutekunst" der Wikipedia wird fast nur Kunstraub durch Deutsche im Zweiten Weltkrieg abgehandelt. Der Kunstraub in Afrika wird im Artikel mit keinem einzigen Wort thematisiert. Einen eigenen Artikel "Afrikanische Beutekunst" gibt es in der Wikipedia auch nicht. [3]
  • In jüngster Zeit wird, wie beim Bau des Humboldt-Forums in Berlin, vereinzelt Kritik an der Ausstellung von Beutekunst aus Afrika geübt. Dies allerdings nur in Bezug auf Deutschland. Andere Länder, wie bsp. Großbritannien oder Frankreich, wagt in Deutschland niemand wegen dem Diebstahl von Kunstwerken in die Kritik zu nehmen. [4] In anderen Ländern existiert eine kritische Diskussion um Afrikanische Beutekunst praktisch nicht.

Links und Quellen

Siehe auch

Weblinks

Bilder / Fotos

Videos

Quellen

Literatur

Naviblock

Einzelnachweise

  1. Infos auf www.africavenir.org
  2. Eva-Maria Bruchhaus und Leonhard Harding: Hundert Jahre Einmischung in Afrika / 1884-1984, Buske Helmut Verlag GmbH, 1986, S. 194
  3. Der Artikel "Beutekunst" in der deutschen Wikipedia
  4. Berlins koloniale Beutekunst - Kritiker fordern Baustopp am Humboldt-Forum

Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Afrikanische Beutekunst) vermutlich nicht.