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Transsilvanien: Unterschied zwischen den Versionen

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Namensherkunft
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'''Transsilvanien''' (auch ''Transsylvanien'' oder ''Transilvania'')<ref>[[Johannes Tröster (Chronist)|Johannes Tröster]]: ''Das Alt- und Neu-Teutsche Dacia, das ist: Neue Beschreibung des Landes Siebenbürgen.'' Nürnberg 1666, unveränderter Nachdruck: Böhlau Verlag, Köln/Wien 1981, ISBN 3-412-06280-4.</ref> ist seit dem [[Mittelalter]] ein historisches und geografisches Gebiet im südöstlichen [[Karpaten]]raum mit einer wechselvollen Geschichte. Das Gebiet ist teilweise deckungsgleich mit dem heutigen [[Siebenbürgen]] im Zentrum [[Rumänien]]s.
'''Transsilvanien''' (auch ''Transsylvanien'' oder ''Transilvania'')<ref>[[Johannes Tröster (Chronist)|Johannes Tröster]]: ''Das Alt- und Neu-Teutsche Dacia, das ist: Neue Beschreibung des Landes Siebenbürgen.'' Nürnberg 1666, unveränderter Nachdruck: Böhlau Verlag, Köln/Wien 1981, ISBN 3-412-06280-4.</ref> ist seit dem [[Mittelalter]] ein historisches und geografisches Gebiet im südöstlichen [[Karpaten]]raum mit einer wechselvollen Geschichte. Das Gebiet ist teilweise deckungsgleich mit dem heutigen [[Siebenbürgen]] im Zentrum [[Rumänien]]s.
Die Herkunft des [[Deutsche Sprache|deutschen]] Namens ''Siebenbürgen'' ist nicht abschließend geklärt. Vermutungen gehen dahin, ihn auf sieben von [[Siebenbürger Sachsen]] gegründete Städte zurückzuführen: [[Hermannstadt]], [[Brașov|Kronstadt]], [[Bistrița|Bistritz]], [[Sighișoara|Schäßburg]], [[Sebeș|Mühlbach]], [[Orăștie|Broos]] und [[Cluj-Napoca|Klausenburg]].<ref>in dieser Reihe wird fälschlicherweise oft [[Mediaș|Mediasch]] genannt, das aber erst 1534 vom Markt zur Stadt erhoben wurde</ref> Auch die [[Sieben Stühle]], Einheiten der eigenen [[Gerichtsbarkeit]] – jeder Stuhl besaß einen Königsrichter, der alleine dem [[Königreich Ungarn|ungarischen König]] unterstellt war –, sind möglicherweise Teil der Namensgebung. Der Name ist zunächst in deutschen Quellen aus dem 13.&nbsp;Jahrhundert als ''Septum urbium'', ''Terra septem castrorum''<ref>[[latein]]isch für „Land der sieben Burgen“</ref> und ähnlichen Varianten verzeichnet.<ref>Thomas Nägler: „Der Name ‚Siebenbürgen‘“. In: ''Forschungen'' 12 (1969) 2, SS. 63–71.</ref> In deutscher Niederschrift hieß es Ende des 13.&nbsp;Jahrhunderts erstmals ''Siebenbuergen'' und bezeichnete damals nur den Bereich der ''Sieben Stühle'' als administrative Einheiten oder Gebietskörperschaften der Hermannstädter Provinz. Erst später hat sich der Begriff räumlich erweitert, umfasste schließlich denselben Raum wie ''Erdély'' und ''Ardeal'' und ersetzte dadurch die frühere [[Lehnübersetzung]] von Ultrasilvania ''Überwald'' (13. und 14. Jahrhundert).


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Version vom 20. April 2020, 14:41 Uhr

Transsilvanien (auch Transsylvanien oder Transilvania)[1] ist seit dem Mittelalter ein historisches und geografisches Gebiet im südöstlichen Karpatenraum mit einer wechselvollen Geschichte. Das Gebiet ist teilweise deckungsgleich mit dem heutigen Siebenbürgen im Zentrum Rumäniens.

Die Herkunft des deutschen Namens Siebenbürgen ist nicht abschließend geklärt. Vermutungen gehen dahin, ihn auf sieben von Siebenbürger Sachsen gegründete Städte zurückzuführen: Hermannstadt, Kronstadt, Bistritz, Schäßburg, Mühlbach, Broos und Klausenburg.[2] Auch die Sieben Stühle, Einheiten der eigenen Gerichtsbarkeit – jeder Stuhl besaß einen Königsrichter, der alleine dem ungarischen König unterstellt war –, sind möglicherweise Teil der Namensgebung. Der Name ist zunächst in deutschen Quellen aus dem 13. Jahrhundert als Septum urbium, Terra septem castrorum[3] und ähnlichen Varianten verzeichnet.[4] In deutscher Niederschrift hieß es Ende des 13. Jahrhunderts erstmals Siebenbuergen und bezeichnete damals nur den Bereich der Sieben Stühle als administrative Einheiten oder Gebietskörperschaften der Hermannstädter Provinz. Erst später hat sich der Begriff räumlich erweitert, umfasste schließlich denselben Raum wie Erdély und Ardeal und ersetzte dadurch die frühere Lehnübersetzung von Ultrasilvania Überwald (13. und 14. Jahrhundert).

Andere Lexika





Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. Johannes Tröster: Das Alt- und Neu-Teutsche Dacia, das ist: Neue Beschreibung des Landes Siebenbürgen. Nürnberg 1666, unveränderter Nachdruck: Böhlau Verlag, Köln/Wien 1981, ISBN 3-412-06280-4.
  2. in dieser Reihe wird fälschlicherweise oft Mediasch genannt, das aber erst 1534 vom Markt zur Stadt erhoben wurde
  3. lateinisch für „Land der sieben Burgen“
  4. Thomas Nägler: „Der Name ‚Siebenbürgen‘“. In: Forschungen 12 (1969) 2, SS. 63–71.