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Anglizismus: Unterschied zwischen den Versionen

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Findet die Übernahme Akzeptanz in der Gesellschaft, werden die Ausdrücke als [[Fremdwort|Fremd-]] und [[Lehnwort]] bzw. als neue Bedeutung eines Wortes oder als neue Satzkonstruktion übernommen. Im Laufe des Generationenwechsels kann sich sowohl diese Wertung als auch der Gebrauch von Anglizismen ändern. Viele Ausdrücke verschwinden mit der nächsten Generation wieder, da sie oft einer Mode unterworfen sind. Auch gibt es zum Teil sehr starke regionale Unterschiede im Gebrauch.
Findet die Übernahme Akzeptanz in der Gesellschaft, werden die Ausdrücke als [[Fremdwort|Fremd-]] und [[Lehnwort]] bzw. als neue Bedeutung eines Wortes oder als neue Satzkonstruktion übernommen. Im Laufe des Generationenwechsels kann sich sowohl diese Wertung als auch der Gebrauch von Anglizismen ändern. Viele Ausdrücke verschwinden mit der nächsten Generation wieder, da sie oft einer Mode unterworfen sind. Auch gibt es zum Teil sehr starke regionale Unterschiede im Gebrauch.


Die Entwicklung des Englischen zur [[lingua franca]] im 20. Jahrhundert beeinflusst die meisten Sprachen der Welt. Mitunter werden einzelne Wörter ersetzt oder bei Neuerscheinungen ohne eigene Übersetzung übernommen. Diese Entwicklung wird vor allem dann skeptisch betrachtet, wenn es genügend [[Synonymie|Synonyme]] in der Landessprache gibt. Kritiker merken auch an, es handle sich häufig (beispielsweise bei ''Handy'' im Deutschen) um [[Scheinanglizismus|Scheinanglizismen]]. In Frankreich gab es eine kulturpolitische Diskussion, die 1994 in ein „Gesetz betreffend den Gebrauch der französischen Sprache“ ([[Loi Toubon]]) führte.
Die Entwicklung des Englischen zur [[lingua franca]] im 20. Jahrhundert beeinflusst die meisten Sprachen der Welt. Aus dem 19. Jahrhundert stammte die Mode, {{frS}}e Wörter zu übernehmen. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde die Sprache in Deutschland zudem stark von den Besatzern aus [[USA]] und [[England]] beeinflusst.
 
Mitunter werden einzelne Wörter bei Neuerscheinungen ohne eigene Übersetzung übernommen. Diese Entwicklung wird vor allem dann skeptisch betrachtet, wenn es genügend [[Synonymie|Synonyme]] in der jeweiligen Landessprache gibt. Kritiker merken auch an, es handle sich häufig (beispielsweise bei ''Handy'' im Deutschen) um ''Scheinanglizismen'', weil die Wörter entweder nicht tatsächlich aus der englischen Sprache stammen, sondern eine Nachahmung englischer Wörter sind, oder weil sie einen ganz anderen Sinn im Deutschen bekommen haben. Ein Beispiel ist der Begriff ''Back Shop'' für das deutsche Wort [[Bäcker]]laden, das wörtlich übersetzt „Geschäft im Hinterhof“ bedeuten würde. In [[Frankreich]] gab es eine kulturpolitische Diskussion, die 1994 in ein „Gesetz betreffend den Gebrauch der französischen Sprache“ ([[Loi Toubon]]) führte.
 
Eine gewisse Rechtfertigung ergibt sich für Begriffe in der [[Wissenschaft]], da sich nicht immer eine entsprechende Übersetzung finden lässt. Umgekehrt werden auch Wörter aus der deutschen Sprache übernommen wie zum Beispiel [[Kindergarten]].


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Version vom 27. März 2020, 16:20 Uhr

Als Anglizismus bezeichnet man einen Begriff und sprachlichen Ausdruck, der aus dem Englischen in eine andere Sprache eingeflossen ist. Betroffen davon sind alle Bereiche eines Sprachsystems, von der Lautung über die Formenlehre, Syntax, Semantik bis zum Wortschatz, sowie die Bereiche Sprachgebrauch und Sprachebene (Fachsprache, Alltagssprache, Slang und anderes).

Findet die Übernahme Akzeptanz in der Gesellschaft, werden die Ausdrücke als Fremd- und Lehnwort bzw. als neue Bedeutung eines Wortes oder als neue Satzkonstruktion übernommen. Im Laufe des Generationenwechsels kann sich sowohl diese Wertung als auch der Gebrauch von Anglizismen ändern. Viele Ausdrücke verschwinden mit der nächsten Generation wieder, da sie oft einer Mode unterworfen sind. Auch gibt es zum Teil sehr starke regionale Unterschiede im Gebrauch.

Die Entwicklung des Englischen zur lingua franca im 20. Jahrhundert beeinflusst die meisten Sprachen der Welt. Aus dem 19. Jahrhundert stammte die Mode, französische Wörter zu übernehmen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Sprache in Deutschland zudem stark von den Besatzern aus USA und England beeinflusst.

Mitunter werden einzelne Wörter bei Neuerscheinungen ohne eigene Übersetzung übernommen. Diese Entwicklung wird vor allem dann skeptisch betrachtet, wenn es genügend Synonyme in der jeweiligen Landessprache gibt. Kritiker merken auch an, es handle sich häufig (beispielsweise bei Handy im Deutschen) um Scheinanglizismen, weil die Wörter entweder nicht tatsächlich aus der englischen Sprache stammen, sondern eine Nachahmung englischer Wörter sind, oder weil sie einen ganz anderen Sinn im Deutschen bekommen haben. Ein Beispiel ist der Begriff Back Shop für das deutsche Wort Bäckerladen, das wörtlich übersetzt „Geschäft im Hinterhof“ bedeuten würde. In Frankreich gab es eine kulturpolitische Diskussion, die 1994 in ein „Gesetz betreffend den Gebrauch der französischen Sprache“ (Loi Toubon) führte.

Eine gewisse Rechtfertigung ergibt sich für Begriffe in der Wissenschaft, da sich nicht immer eine entsprechende Übersetzung finden lässt. Umgekehrt werden auch Wörter aus der deutschen Sprache übernommen wie zum Beispiel Kindergarten.

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