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Jemen: Unterschied zwischen den Versionen
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Im Jemen darf ab dem Alter von neun Jahren geheiratet werden. Viele solcher Gesetze wurden Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführt. Aufgrund des Gesetzes gilt ein [[Waise]] als von Geburt an muslimisch.<ref>Aviva Klein-Franke, ''The Orphans, their flight and their immigration to Palestine – A study of rescue operation'' in Yemenite Path, FN 1, S. 85–111</ref> Dagegen versuchten [[Juden]] ihre Kinder zu schützen, indem sie diese frühzeitig verheirateten, um ihnen die Zugehörigkeit zu einer Familie und unabhängig vom Ableben der Eltern abzusichern. [[Homosexualität]] ist im Jemen strafbar und kann mit der [[Todesstrafe]] geahndet werden.Mit dem [[Kolonialismus]] des 19. Jahrhunderts begannen zwischen [[Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland|Großbritannien]] und dem [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] Kämpfe um die Vorherrschaft. Dies führte 1918 nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] zur Gründung eines unabhängigen Königreiches im Nordjemen. | |||
== Geschichte == | |||
Die frühesten Keramiken im Jemen stammen aus dem 3. Jahrtausend v. Chr.<ref>Scherben-Jagd im Jemen: [http://www.wissenschaft.de/archiv/-/journal_content/56/12054/1537059/Scherben-Jagd-im-Jemen Bild der Wissenschaft], abgerufen am 21. Februar 2017</ref> | |||
Juden lebten seit schon lange vor dem Aufkommen des Islam im Jemen. Bis zum Auftreten des Islam gehörten die Juden regelmäßig zur Oberschicht des Landes. Um das Jahr 1948 wurde die jüdische Bevölkerung des Landes auf 55.000 Personen geschätzt.<ref>[https://www.jewishvirtuallibrary.org/jews-of-yemen ''Jews in Islamic Countries: Yemen'' in der ''Jewish Virtual Library'']</ref><ref>[https://www.haaretz.com/middle-east-news/2021-04-01/ty-article/yemens-jewish-population-once-over-50-000-drops-to-below-10/0000017f-e5b9-da9b-a1ff-edff5e2c0000 ''Yemen’s Jewish Population, Once Over 50,000, Drops to Below 10'' in ''Haaretz'']</ref> 1949 und 1950 wurden unter dem Decknamen ''Operation fliegender Teppich'' etwa 50.000 jüdische Jemeniten nach [[Israel]] ausgeflogen. Bis 1948 waren bereits 100.000 jemenitische Juden nach Israel ausgewandert.<ref>John F. Oppenheimer (Red.): Lexikon des Judentums. Bertelsmann, Gütersloh 1971, ISBN 3-570-05964-2, Sp. 323</ref> Ein Teil der Juden im Jemen - insbesondere in den Bergen - blieb auf eigenen Wunsch und auf Bitten der übrigen Bevölkerung bis heute im Lande, da es wirtschaftlich wichtige Beziehungen zwischen den beiden Gruppen gibt.<ref>Juden im Jemen: [https://www.youtube.com/watch?v=_Lykeg87bsY Youtube], abgerufen am 22. Februar 2017</ref> | |||
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* [http://www.diplo.de/Jemen Länderinformationen des Auswärtigen Amtes zu dem Jemen] | |||
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Aktuelle Version vom 29. April 2024, 16:48 Uhr
Der Jemen ist ein Staat in Vorderasien, im Süden der Arabischen Halbinsel. Er hat etwa 12,8 Millionen fast ausschließlich arabische Einwohner. Staatsreligion ist der Islam und es gilt die Scharia. Hauptstadt des Landes ist Sanaa. Gegenüber anderen Religionen war der Jemen zeitweise liberal. Seit 2015 ist der Jemen ein vom Bürgerkrieg zwischen Sunniten und Schiiten zerrissenes Land, wobei auch ein Teil der Golfstaaten - allen voran Saudiarabien und der Iran - am Krieg beteiligt sind. Es ist ein Stellvertreter-Krieg, da der große Rivale Saudiarabiens, Iran, die Gegenseite mit Waffen und dgl. mehr unterstützt.
Im Jemen darf ab dem Alter von neun Jahren geheiratet werden. Viele solcher Gesetze wurden Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführt. Aufgrund des Gesetzes gilt ein Waise als von Geburt an muslimisch.[1] Dagegen versuchten Juden ihre Kinder zu schützen, indem sie diese frühzeitig verheirateten, um ihnen die Zugehörigkeit zu einer Familie und unabhängig vom Ableben der Eltern abzusichern. Homosexualität ist im Jemen strafbar und kann mit der Todesstrafe geahndet werden.Mit dem Kolonialismus des 19. Jahrhunderts begannen zwischen Großbritannien und dem Osmanischen Reich Kämpfe um die Vorherrschaft. Dies führte 1918 nach dem Ersten Weltkrieg zur Gründung eines unabhängigen Königreiches im Nordjemen.
Geschichte
Die frühesten Keramiken im Jemen stammen aus dem 3. Jahrtausend v. Chr.[2] Juden lebten seit schon lange vor dem Aufkommen des Islam im Jemen. Bis zum Auftreten des Islam gehörten die Juden regelmäßig zur Oberschicht des Landes. Um das Jahr 1948 wurde die jüdische Bevölkerung des Landes auf 55.000 Personen geschätzt.[3][4] 1949 und 1950 wurden unter dem Decknamen Operation fliegender Teppich etwa 50.000 jüdische Jemeniten nach Israel ausgeflogen. Bis 1948 waren bereits 100.000 jemenitische Juden nach Israel ausgewandert.[5] Ein Teil der Juden im Jemen - insbesondere in den Bergen - blieb auf eigenen Wunsch und auf Bitten der übrigen Bevölkerung bis heute im Lande, da es wirtschaftlich wichtige Beziehungen zwischen den beiden Gruppen gibt.[6]
Mit dem Kolonialismus des 19. Jahrhunderts begannen zwischen Großbritannien und dem Osmanischen Reich Kämpfe um die Vorherrschaft. Dies führte 1918 nach dem Ersten Weltkrieg zur Gründung eines unabhängigen Königreiches im Nordjemen. 1958 bis 1961 bildete der Nordjemen zusammen mit Ägypten und Syrien die Vereinigten Arabischen Staaten.
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ Aviva Klein-Franke, The Orphans, their flight and their immigration to Palestine – A study of rescue operation in Yemenite Path, FN 1, S. 85–111
- ↑ Scherben-Jagd im Jemen: Bild der Wissenschaft, abgerufen am 21. Februar 2017
- ↑ Jews in Islamic Countries: Yemen in der Jewish Virtual Library
- ↑ Yemen’s Jewish Population, Once Over 50,000, Drops to Below 10 in Haaretz
- ↑ John F. Oppenheimer (Red.): Lexikon des Judentums. Bertelsmann, Gütersloh 1971, ISBN 3-570-05964-2, Sp. 323
- ↑ Juden im Jemen: Youtube, abgerufen am 22. Februar 2017
Weblinks
- Länderinformationen des Auswärtigen Amtes zu dem Jemen
- Deutsch-Jemenitische Gesellschaft e.V.
- Faszination Jemen
- Le Yémen entre judaïsme et christianisme par Christian Robin, Directeur de l'UMR Orient et Méditerranée, Membre de l'Institut. (französisch)
- Entwicklungszusammenarbeit mit dem Jemen
- Yemen Times (englisch)