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Moderecht

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Beim Moderecht handelt es sich nicht um ein eigenständiges Rechts- bzw. Fachgebiet. Vielmehr handelt es sich um eine Querschnittsmaterie zwischen diversen Rechts- und Fachgebieten. Damit gibt es auch keinen fest umrissenen Rahmen für die Inhalte des Moderechts. Das Moderecht kann in diesem Sinne folgende Themen umfassen:


Inhalt

Die Modebranche ist einem stetigen Wandel unterworfen. Trotz ständiger Neuerungen, nämlich der saisonalen Moden und Trends, ist die Modeindustrie im globalisierten Textil- und Bekleidungsmarkt von Nachahmungen und Kopien in besonderem Maße betroffen. Damit rückt das Bedürfnis nach einem effektiven Nachahmungsschutz von Mode verstärkt in den Fokus. Dabei spielen insbesondere auch die rechtlichen Möglichkeiten eine wesentliche Rolle. Das Geschmacksmuster-, Marken-, Urheber-, Patent- und Gebrauchsmusterrecht sowie das Wettbewerbsrecht, bieten Nachahmungsschutz und Durchsetzungsmöglichkeiten auf zivilrechtlicher, strafrechtlicher und öffentlich-rechtlicher Ebene. Gleichzeitig bilden einzelne Schutzrechte auch die rechtliche Grundlage für nachhaltige Schutzrechte- und Lizenzierungsstrategien.

Einige dieser Rechtsbereiche sind, trotz der Harmonisierungsbemühungen der Europäischen Union, in den nationalen Modemärkten noch nicht aufeinander abgestimmt. Doch lässt sich Mode nicht auf einzelne nationale Rechtsordnungen begrenzen, denn Mode ist wohl einer der globalsten Wirtschaftszweige überhaupt. Dies gilt ebenso für die Produktion und Beschaffung von Materialien und den Vertrieb von Produkten, wie auch für die gesellschaftsrechtliche Verzweigung der Modelabel sowie für das Selbstverständnis der Modebranche selbst.

Lizenzen spielen in der Mode mittlerweile eine ebenso große Rolle, wie das ursprüngliche Kerngeschäft des Modemachens. Dabei kann es sich um Lizenzen für Accessoires, Parfums und Kosmetikartikel, Schmuck, Brillen, Elektroartikel und vieles mehr handeln; Die Liste der lizenzierten Artikel ist schier unerschöpflich und wird täglich erweitert.

Werbung und Vertrieb in der Mode können auf unterschiedliche Art und Weise ausgestaltet sein, sei es durch Direktvertrieb, durch Handelsvertreter oder durch Franchising. Die Präsentation und die weltweite Vermarktung über das Internet, nehmen an Bedeutung immer mehr zu und treten in Konkurrenz zu den klassischen internationalen Modemessen wie in Paris, Mailand, New York, London und Berlin. Ungeachtet dessen ob nun Werbung und Vertrieb über das Internet, über konventionelle Kanäle oder aber im Rahmen von Modemessen erfolgen, gelten für jeden Bereich eigene rechtliche Bestimmungen.

Das Zoll- und Steuerrecht wirkt sich auf die Vermarktung und den Vertrieb von Mode genauso aus, wie die M&A-Transaktionen in der Modebranche, die mindestens ebenso regelmäßig stattfinden wie in anderen Branchen.

Auch die Textil- und Bekleidungsindustrie wird vom Geltungsbereich der Chemiekalienverordnung der Europäischen Union "REACH" erfasst. Mit REACH werden der Textil- und Bekleidungsindustrie vereinfachte und harmonisierte Pflichten auferlegt. Gesetzliche Kennzeichnungspflichten regeln zudem wie beispielsweise die im Textil vorhandenen Fasern zu bezeichnen sind. Die Bereiche der Pflegekennzeichnung, der Angabe der Kleidergröße und die Nennung des Herstellungslandes sind zwar gesetzlich nicht verpflichtend geregelt, doch wer dazu Information erteilt, hat dies bestimmungsgemäß zu machen.

Die Kreationen der Modebranche werden schließlich von Fotografen, Agenturen und Fotomodellen in Szene gesetzt. Auch hieraus ergeben sich die unterschiedlichsten rechtlichen Fragestellungen, wie beispielsweise der Urheberrechtsschutz an Fotografien, das Recht am eigenen Bild der abgebildeten Fotomodelle, etc.

Literatur

  • Kirchner/Kirchner-Freis, Handbuch zum Moderecht, Erich Schmidt Verlag, Berlin 2011
  • Becker, Rechtliche Aspekte moderner Vertriebsverträge in der Textil- und Bekleidungsbranche, Diss., Hamburg 2008, ISBN 978-3-8300-3977-8
  • Voß, Die Zukunft des ergänzenden wettbewerblichen Leistungsschutzes im Recht der Mode, Diss., Hamburg 2007, ISBN 978-3-8300-3151-2
  • Fischer, Kleidermode - Phänomen ohne Rechtsschutz?, Schulthess Juristische Medien AG, Diss., Zürich 2007, ISBN 978-3-7255-5297-9
  • Ahnefeld, Rechtsprobleme der Mode- und Textilbranche, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-17-018832-7
  • Rosen, Markenpiraterie im Bereich Mode, Books on Demand GmbH, Norderstedt 2006, ISBN 978-3-8334-3694-8
  • Eschmann, Rechtsschutz von Modedesign, Stämpfli Verlag AG, Diss., Bern 2005, ISBN 978-3-7272-1875-4

Internetquellen

Verbände

Init-Quelle

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Erster Autor: Mls-law angelegt am 06.10.2010 um 11:51,
Alle Autoren: Neznamkuda, Mls-law, Felix Stember


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