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Fürstentum Seborga

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Fürstentum Seborga
Hauptstadt Seborga
Staatsform Überwiegend nicht anerkanntes Fürstentum
Amtssprache Italienisch
Währung Luigino (1 Luigino = 6 US-Dollar)
Einwohner ca. 2000
Fläche 4 km²

An der Küste Legurien, es gehört zu Norditalien, liegt ein kleines Bergdorf namens Seborga.
Dieses Bergdorf betrachtet sich, traditionsgemäß, als unabhängiger Staat.

Ca. acht Kilometer hinter der Autobahnausfahrt Bordighera weht die Flagge einer außergewöhnlichen Autorität.
Die Flagge des Fürstentums Seborga. Mit gelber Krone über weißem Kreuz auf blauem, waagerecht gestreiftem Grund.

Eine Zollstation für das, nach aktuellen Angaben 600 Einwohner zählende, Fürstentum gibt es nicht.

Entstehung

Seit 954 bestellte Papst Gregor VII. im Jahre 1079 einen Fürstabt ein.
Unter Bernhard von Clairvaux wandelte sich das päpstliche Fürstentum zu einem souveränen Zisterzienserstaat. Zudem waren die Großmeister der Tempelritter gleichsam auch die Fürsten Seborgas auf Lebenszeit.
Völkerstaatlich ist das kleine Fürstentum bis in das zwanzigste Jahrhundert hinein einfach vergessen worden. Es gehört zu keinem Land.

Die Einwohner Seborgas besinnen sich ihrer Geschichte

1963 riefen die Seborginer, genauso, wie damals die Mönche taten, Wahlen aus. Gewählt wurde der Blumenhändler Giorgio Carbone. Er wurde, auf Lebenszeit, zum Fürst von Seborga ausgerufen.

Es wurde eine eigene Verfassung und eigene Gesetze erlassen. Giorgio Carbone nannte sich selbst "Seine Serene Hoheit Giorgio I". Gemeinsam mit einem Stab von 15 ernannten Ministern und einer kleinen Armee regierte er ab diesem Zeitpunkt seine Untertanen. Er richtete Auslandskonsulate ein und vergab auch Diplomatenkennzeichen.
Er legte fest: "Wir bleiben italienisch der Sprache, Kultur und Ethnie nach, sind aber keine Italiener."
Einzig nur der Kleinstaat San Marino hat, bislang, das Fürstentum Seborga anerkannt. Italien hingegen nicht. Immerhin gibt es in Seborga ein italienisches Postamt und auch einen italienischen Bürgermeister. In die internen Angelegenheiten des Fürstentums mischt sich Italien allerdings nicht ein. der Blumenhändler Giorgio Carbone zahlte ja auch seine Steuern an den Staat Italien. Auf seiner Steuererklärung trug Carbone den Beruf "Fürst" ein.

Neuwahlen im April 2010

Nach dem Tod "Seine Serene Hoheit Giorgio I", er wurde 73 Jahre alt, wählten die Einwohner Seborgas einen Nachfolger: den 31-jährigen Marcello Menegatto. Seit dem 27. April 2010 nennt er sich selbst "Fürst Marcello I".

Deutsches Konsulat

Seit Dezember 2011 ist in dem Münchener Stadteil Bogenhausen das deutsche Konsulat des Fürstentums eröffnet. Offiziell für Deutschland eingesetzter Diplomat ist Dr. Bernd Lesoine.

Sehenswürdigkeiten

  • "Chiesa parrocchiale di San Martino": Eine Kirche, die dem heiligen Martin geweiht ist.
  • "Oratorio di San Bernardo": Eine mittelalterliche Betkapelle.
  • Sehenswert ist auch die "TAVERNA TEMPLARE", in der Bilder der Tempelritter anzuschauen sind.
  • Einheimische Erzeugnisse gibt es "U CUNTADIN".

Wenn man, als Tourist, in das kleine Fürstentum kommt, so sollte man sich, als Andenken einen Touristenpass ausstellen lassen.

Das Fürstentum Seborga in den Medien

Quellennachweise/ Weblinks