PlusPedia wird derzeit technisch modernisiert. Aktuell laufen Wartungsarbeiten. Für etwaige Unannehmlichkeiten bitten wir um Entschuldigung; es sind aber alle Artikel zugänglich und Sie können PlusPedia genauso nutzen wie immer.
Neue User bitte dringend diese Hinweise lesen:
Anmeldung - E-Mail-Adresse Neue Benutzer benötigen ab sofort eine gültige Email-Adresse. Wenn keine Email ankommt, meldet Euch bitte unter NewU25@PlusPedia.de.
Hinweis zur Passwortsicherheit:
Bitte nutzen Sie Ihr PlusPedia-Passwort nur bei PlusPedia.
Wenn Sie Ihr PlusPedia-Passwort andernorts nutzen, ändern Sie es bitte DORT bis unsere Modernisierung abgeschlossen ist.
Überall wo es sensibel, sollte man generell immer unterschiedliche Passworte verwenden! Das gilt hier und im gesamten Internet.
Aus Gründen der Sicherheit (PlusPedia hatte bis 24.07.2025 kein SSL | https://)
Bei PlusPedia sind Sie sicher: – Wir verarbeiten keine personenbezogenen Daten, erlauben umfassend anonyme Mitarbeit und erfüllen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vollumfänglich. Es haftet der Vorsitzende des Trägervereins.
PlusPedia blüht wieder auf als freundliches deutsches Lexikon.
Wir haben auf die neue Version 1.43.3 aktualisiert.
Wir haben SSL aktiviert.
Hier geht es zu den aktuellen Aktuelle Ereignissen
Oppida-Zivilisation
Als Oppida-Zivilisation bezeichnet man die ab dem späten 3. Jahrhundert v. Chr. nachgewiesene Kultur und Siedlungsweise keltischer Stämme in städtischen und befestigten Siedlungen nach mediterranem Vorbild. Keltische Oppida existierten dabei in ganz Frankreich, Belgien, dem südlicheren Deutschland sowie Österreich und zogen sich östlich bis nach Böhmen und Ungarn.
Die Entwicklung der Oppida-Zivilisation steht im Zusammenhang mit der keltischen Expansionsbewegung im 3. Jahrhundert v. Chr., als in den nördlicheren keltischen Stammgebieten Veränderungen erkennbar werden, die zumindest teilweise als Rückwirkung aus den Auswanderungsgebieten, vor allem in Norditalien, erklärt werden. [1] Voraussetzung der Oppida-Zivilisation war eine im keltischen Raum bereits existierende fortschrittliche und spezialisierte Technik mit komplexen Produktionsweisen und einer bereits hochkulturlicher Wirtschaft mit weitverzweigten Handelsbeziehungen. Dies hatte die Entwicklung zentraler Orte als Herrschafts-, Wirtschafts- und Kulturmittelpunkte zur Folge.
Gaius Iulius Caesar schildert in seinem Bericht über den Gallischen Krieg die Oppida als Landstädte ohne besonderes Stadtrecht, welche als Hauptorte der gallisch-keltischen Stammesterritorien stets Brennpunkte seiner Strategien in den Feldzügen zwischen 58 und 51 v. Chr. waren. Einige große und wichtige Siedlungen bezeichnet er dabei auch als urbs (dt.: Stadt). [2] Da antike Autoren über die Oppida-Zivilisation weitgehend schweigen, müssen weiterführende Schlüsse über den jeweiligen ökonomischen oder sozialen Kontext einer Siedlung fast ausschließlich aus archäologischen Funden abgeleitet werden. [3]
Ob Gergovia oder Alesia, in dem sich Vertingetorix den Römern ergab, es handelte sich bei den Oppida um Städte, die in ihrem Bauptrinzip eng mit der mittelmeerischen Stadtidee und speziell der der griechischen Polis verwandt waren. Keltische Oppida finden wir z.B. in Frankreich beim Mont Beuvray mit Bibracte und weiter südlich mit Uxellodunum, dem Hradist von Stradonitz in Böhmen, in Manching bei Ingolstadt, auf dem Basler Münsterhügel in der Schweiz, bei Velen St. Vid in Ungarn, auf dem Michelsberg bei Kehlheim an der Donau, dem Hunnenring bei Otzenhausen im Saarland oder mit Menosgada auf dem Staffelberg in Oberfranken. [4] Die Oppida können auf Bergen oder im Flachland, in Flussläufen und an Zusammenflüssen oder auf Hochflächen liegen. Ihre Größe kann mehrere hundert Hektar erreichen, wobei dann die Innenstädte wohl nur zum Teil bebaut waren. Sie sind in der Regel mit Konstruktionen aus Holz, Stein und Erde sowie teilweise auch Steinmauern befestigt, wobei jedoch die beliebteste Form der sogenannte murus gallicus ist. [5]
Einzelnachweise und Anmerkungen
- ↑ Dorothee Ade und Andreas Willmy: Die Kelten, Konrad Theiss Verlag GmbH, 2. Aufl., Stuttgart, 2012, Seite 55 und 56
- ↑ Winfried Menghin: Kelten, Römer und Germanen, Prestel Verlag, München, 1980, Seite 118 und 123
- ↑ Bert Freyberger: Südgallien im 1. Jahrhundert v. Chr. - Phasen, Konsequenzen und Grenzen römischer Eroberung (125-27/22 c. Chr.), Fritz Steiner Verlag GmbH, Stuttgart, 1999, Seite 42
- ↑ Winfried Menghin: Kelten, Römer und Germanen, Prestel Verlag, München, 1980, Seite 126
- ↑ Dorothee Ade und Andreas Willmy: Die Kelten, Konrad Theiss Verlag GmbH, 2. Aufl., Stuttgart, 2012, Seite 56 bis 58