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Oppida-Zivilisation

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Als Oppida-Zivilisation bezeichnet man die ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. nachgewiesese Kultur und Siedlungsweise keltischer Stämme in städtischen und befestigten Siedlungen nach mediterranem Vorbild. Keltische Oppida existierten dabei in ganz Frankreich, Belgien, dem südlicheren Deutschland sowie Österreich und zogen sich östlich bis nach Böhmen und Ungarn.

Voraussetzung der Oppida-Zivilisation war eine im keltischen bereits existierende fortschrittliche und spezialisierte Technik mit komplexen Produktionsweisen und einer bereits hochkulturlicher Wirtschaft mit weitverzweigten Handelsbeziehungen. Dies hatte die Entwicklung zentraler Orte als Herrschafts-, Wirtschafts- und Kulturmittelpunkte zur Folge. Julius Caesar schildert in seinem Bericht über den Gallischen Krieg die Oppida, welche als Hauptorte der gallisch-keltischen Stammesterritorien stets Brennpunkte seiner Strategien in den Feldzügen zwischen 58 und 51 v. Chr. waren. [1]

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Winfried Menghin: Kelten, Römer und Germanen, Prestel Verlag, München, 1980, Seite 118 und 123