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Tzipora Jochsberger

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Dieser Artikel wurde exklusiv für das Fernbacher Jewish Music Research Center geschrieben und darf ausdrücklich und unter Strafandrohung nicht in anderen Projekten/Wikis verwandt werden.


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😃 Profil: Jochsberger, Tzipora
Namen Jochsberger, Hilde
Persönliche Daten
27. Dezember 1920
Leuterhausen
29. Oktober 2017
Jerusalem


Tzipora Jochsberger (* 27. Dezember 1920 in Leuterhausen; gest. 29. Oktober 2017 in Jerusalem) war eine jüdische Musikwissenschaftlerin, Komponistin und Pädagogin.

Vita

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Tzipora Jochsberger im Jahr 1982 in ihrem Büro an der Hebrew Arts School (heute Kaufman Music Center) in New York
  • Das als Hilde Jochsberger in dem damals circa 2.000 Einwohner und 17 jüdische Familie umfassenden Leutersbach als einziges Kind des Viehhändlers Nathan Jochsberger und dessen Ehefrau Sophie Enslein geborene Mädchen erlebte schon als Kind antisemitische Anfeindungen als sie im Alter von sechs Jahren vom alljährlichen Maifest der Gemeinde ausgeschlossen wurde. [1] Nach ihren Erinnerungen kam es auch vor, dass man Steine in die Fenster von jüdischen Familien warf. [2] [3] Bereits als Kind begeisterte sich Hilde Jochsberger für Musik. Später erzählte sie:
"In der Nähe unseres Hauses war eine Tanzhalle. Sonntag abends stellte ich mich oft ans offene Fenster, um die Klänge der Tanzkapelle zu hören. In unserer Nachbarschaft war auch eine Kirche mit einer Orgel. Da stand ich oft hinter der Kirche, um der Musik zu lauschen." [4]
  • Sophie Enslein hätte früher gerne das Klavierspiel erlernt, was ihre Eltern ihr aber nicht erlaubten. So beschloss sie, dass ihre Tochter später diese Möglichkeit haben sollte, und kaufte als Hilde vier oder fünf Jahre alt war ein Klavier. [5] Ab dem siebten Lebensjahr erhielt Hilde Jochsberger im nahegelegenen Ansbach Klavierunterricht. Bis zum 13. Lebensjahr besuchte sie die Realschule in Heilbronn und wohnte dort bei einer Tante. Danach ging sie auf die Israelitische Lehrerbildungsanstalt in Würzburg, welche nach 1934 als einzige höhere Bildungseinrichtung Juden noch offen stand. Hier wuchs ihr Interesse für das Judentum und sie brachte sich im Eigenstudium das Spiel auf Violoncello und Flöte bei.
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Die jüdische Hymne Ein Keloheinu in einem vierstimmigen Chorarrangement von Tzipora Jochsberger

Weblinks

Literatur

  • Hava N`halela: Tzipora Jochsberger and Her Vision for the Hebrew Arts School; in Carol K. Ingall: The Women who Reconstructed American Jewish Education 1910-l965, Brandeis University Press, 2010, Seite 188 bis 203

Video und Audio

Andere Wikis

  • Keine der verschiedenen Sprachversionen der Wikipedia verfügt über einen Personanartikel zu Tzipora Jochsberger. Lobenswert zu erwähnen ist, dass das Jewiki über einen eigenen Personenartikel zu dieser wichtigen jüdischen Musikwissenschaftlerin verfügt. [6]

Einzelnachweise

  1. Hava N`halela: Tzipora Jochsberger and Her Vision for the Hebrew Arts School; in Carol K. Ingall: The Women who Reconstructed American Jewish Education 1910-l965, Brandeis University Press, 2010, S. 190
  2. Interview von Joy Wouk mit Tzipora Jochsberger aus dem Jahr 1984 Tape 1 - 3
  3. Anm.: Bereits vor der Machtübernahme 1933 war der nationalsozialistische Einfluss in Leutershausen relativ groß und es waren erste Gewalttätigkeiten zu verzeichnen. So hieß es in einem Artikel der Zeitschrift Der Israelit vom 5. Februar 1931: "Der in Nürnberg erscheinende 'Stürmer' sah es besonders auf die Juden im fränkischen Städtchen Leutershausen ab. Die gegen sie losgelassenen schweren Beschimpfungen und Verleumdungen wurden in Massenauflagen in der Gegend verbreitet und in jedes Haus bis zum letzten Dorfe getragen, so daß sich die Juden der Ortschaft kaum noch hinaustrauten. Die Juden erhoben Anklage, und der Redakteur Holz wurde vom Amtsgericht zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. ..." (nach www.jüdische-gemeinden.de
  4. Zitiert nach Alexander von Papp: Ihr Leben gehörte der Musik - Zum Tode von Tzipora (Hilde) Jochsberger auf www.alemannia-judaica.de
  5. Interview von Joy Wouk mit Tzipora Jochsberger aus dem Jahr 1984, Tape 1 - 1
  6. Personenartikel über Tzipora Jochsberger im Jewiki

Hinweis zur Verwendung

Dieser Artikel wurde exklusiv für die Pluspedia geschrieben und darf ausdrücklich und unter Strafandrohung nicht in anderen Projekten/Wikis verwandt werden.